Das Folk Festival 2015 der mmMeile

8. Juli 2015 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Für all die, die das 9.Memminger Folk Festival am Samstag im Rahmen der mmMeile (in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Memmingen und dem PIK-Kleinkunst-Team) nicht erleben konnten: es war ein manchmal zauberhafter, manchmal gelassener, manchmal inspirierender, aber definitiv geselliger Nachmittag und Abend in sonniger Atmosphäre im Grünen des Stadtparkes Neue Welt bei der Remise.

Schade nur, dass die Jungs der ersten Band, der „Residence NonAme“, um 15:00 noch vor einem sehr spärlichen Publikum spielen mussten, denn die junge Memminger Band um die Brüder Leon und Felix Binder hätten weit mehr Zuhörer verdient! Ihr sehr eigener Stil, der„Residence Rock“, trägt Einflüsse aus Country, Rock´n´Roll, Pop und Indie.

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Als die Memminger alternative Rockband „On The Edge“ die Bühne einnehmen, klingen vornehmlich Eigenkompositionen des Bandleaders Daniel Elsner und die Stimme von Serena Lemke über das Gelände, ein ansprechender Sound, der Elemente aus Rock, Folk, Raggae, Grunge, Funk und Blues erkennen lässt. Es ist immer noch sehr heiß. Also ab ins kalte Wasser der Wassertretanlage im nahen Stadtbach! Oberhalb am Brunnen spritzt gerade ein lachendes Kind seinen Papa vollkommen nass. Auch der Papa lacht. Schönes Bild.
Mit kalten Füssen und heißem Kopf lausche ich einer neuen Stimme, der von Simone von „SDS“ (Simone, Dieter und Stefan), und höre eine Frau neben mir sagen: „Oh schau, da singt meine Nachbarin!“ Ich muss grinsen. Zu sympatisch! Ich entspanne mich mit melodiösen Songs in Rock, Pop und Folk.

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Um 17:45 kommen mit „Allswasreachtisch“ die Kontrababs mit dem Kontrabass und ein Instrument auf die Bühne, das ich aus alten schwarz-weiss Filmen kenne: Concertina heisst das gute Stück Geschichte, und spielen können das nur noch wenige wie Gottfried Schuster, wenn er nicht gerade fiddelt, der schwäbische Fiddler und Concertinaspieler. Ein karismatisches Original von einem Menschen, begleitet von Cathrine Wayland an der Blockflöte und Akkordeon, und Rick Stephens an der Gitarre. Er, der Organisator der PIK-Folk-Sessions, führt uns heute durch das Folk-Festival, wenn er selbst nicht gerade irgendwo mitspielt. Wir hören Internationale Folk Musik, und ich bin erstaunt wie gut der „Zwiefachen“ in das Folk-Gesamtbild passt.
„The Shared Affair“ mit dem Australier Chris Rogers, der gerne mit wechselnden Musikern spielt, gehört zu den Stammgästen des Festivals. Diesmal begleitet von Rachel Slatter (Gesang) und zwei „special guests“, seiner Tochter und ihrem ebenso begabten Partner.

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„No Worries, Mate!“ sagt´s und didgert das -doo. Es didgeridood, Dude! Eine australische Besucherin behauptet, daß Harry Didgeridoo mit einem schwäbischen Akzent spielt. Hm. Also: I didger di Doo! Du! – Jedenfalls spielen Rick Rogers und Harry (Augsburg) seit 20 Jahren australischen Folk, Buschlieder bis Pop-Musik. Weite Spanne. Heute im Mittelpunkt: das Didgeridoo. Es gibt das klassische Didgeridoo, das Baumarkt-Didgeridoo, das Gartenschlauch-Didgeridoo, das Alphorn-Didger-di-Du, ein Tatoo-Didgeridoo, und einen Cowboy-Hut hat der Harry auch noch. Voller Ressourcen der Harry aus Augsburg.
Die Bühne wird bereits in gelbes Abendlicht getaucht, als Peer Engström mit Bluesharp und Ralf Lang mit erdiger Gesangsstimme Bluesklänge über das Gelände schicken. Sie haben sich bei einer Folk-Session im PIK kennengelernt, und ich bekomme Hunger. Es gibt frische Pizza aus einem echten Holzofen auf 4 Rädern. Das Gelände ist mittlerweile bunt bevölkert und es bilden sich Schlangen beim Ausschank. Es ist noch immer sehr warm.

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Die sympathische Formation „Casú“ um die irische Sängerin Máirín Ní Coiléir wird jetzt von rot-blau-violettem Bühnenlicht erhellt, aber im Gesicht der Sängerin scheint immer noch die Sonne, zumindest, denke ich mir, wenn sie in ihre authentischen Interpretationen traditioneller irischer Musik eintaucht. Aber sie strahlt auch nachdem sie aus der Musik wieder auftaucht und sich von uns verabschiedet. Zauberhaft.
Soooo, und jetzt ist Partystimmung!

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„Pink Orange“ rüttelt uns unsere entspannten aber etwas lahm gewordenen Knochen locker, denn ihr Folk mit einem kräftigen Schuss Jazz, Pop und Soul mit Songs aus 4 Jahrzehnten lässt uns alle mitswingen und mitsingen. 2 Gitarren, Bassgitarre, Saxophon und Drums, ist die Formation um Martin Englmeier (Gitarre, Gesang). Es kommt Bewegung in die Menge, und als er seine Version von Narcotic spielt, bewegt eine Woge von Erinnerungen die Menge wie Laub im Wind…
Mit „The Fantastic Mohren Blues Band“ um 22:45 sollte der Abend eigentlich ausklingen, aber ich habe den Eindruck, als wolle niemand so Recht an ausklingen denken, denn es wird gelacht, gechattet und an erfrischenden Getränken genippt. Die Temperatur ist jetzt sehr angenehm und es ist eigentlich Schade nach Hause zu gehen. Ha! Wenn das nicht ein Songtitel werden könnte!
Zur Erinnerung hier ein paar Schnappschüsse!

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