Ein einzelner Memminger kann viel erreichen

6. August 2015 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Was ein einzelner Memminger auf die Beine stellen kann, mit der Hilfe ein paar anderer Einzelner, Glauben an die Sache und Durchhaltevermögen, zeigt der heutige Exklusivbeitrag bei uns. Ein bescheidener, sehr beschäftigter Mann in einem handfesten Beruf sitzt mir gegenüber, und sagt mir, dass alles bei einem Urlaub in Süd Amerika anfing. Wer einmal Not gesehen hat und in unsere behütete und gut funktionierende Stadt zurückkehrt, stellt fest, dass es ihm eigentlich verdammt gut geht. Also beschließt er zu helfen…

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und zwar direkt, ehrenamtlich in dem bisschen Freizeit die ihm bleibt, ohne große Bürokratie, lediglich mit Engagement, Zeitaufwand und den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Daraus wurde ein gemeinnütziger Verein, „Freunde Bomberos“, Eisenburg.

Dieses Jahr erst haben sie es fertig gebracht, ein ausrangiertes Feuerwehrfahrzeug aus Herretshofen nach Paraguay zu verfrachten, und man kann sich kaum vorstellen wie schwierig es war, wie viele bürokratische Hürden zu nehmen waren, und wie viele „Einzelne“ mitgewirkt haben, um das zu vollbringen. Aber sie haben es geschafft. Es fehlt nur noch der Kompressor, aber auch das ist in Arbeit.

Ihr nächstes Projekt jedoch heißt „Kinderpueblo“, und Josef Jaser, der Iniziator von Freunde Bomberos hat bereits konkrete Pläne. Es handelt sich um ein kleines Dorf in Paraguay, in dem es eine kleine Schule gibt, die von einer Deutschen namens Bettina Schneider vor Ort privat betrieben wird mit der Unterstützung von Carmen und Rainer Ruck, Manuela und Oliver Förster, und von einem Team in Deutschland aus organisatorisch unterstützt wird. Es ist schon ein Anfang, dass es diese Schule gibt, aber das Problem ist ein anderes: viele der Schüler kommen aus Verhältnissen, in denen sie misshandelt werden oder drogensüchtige Eltern haben, Prostitution ausgesetzt sind oder schlimmer, und das schon ab einem Alter von 3-5 Jahren.

Im Moment nimmt Bettina Schneider einen Teil dieser Kinder bei sich zu Hause auf, und versucht andere bei anderen Familien unterzubringen, die selbst Platzprobleme haben, und es ist langfristig unmöglich. Josef Jaser und seine Freunde Bomberos haben sich zum Ziel gesetzt, ein Quartier für diese Kinder zu bauen, und es gibt schon Pläne und ein Grundstück in der Nähe der Schule, das sie bereits erworben haben. Jetzt fehlen nur noch die finanziellen Mittel, die 3 geplanten Unterkünfte zu errichten, was eine Summe von ca. 100.000 Euro betragen wird, um einen kleinen großen Teil dazu beizutragen, dass unsere Welt menschlicher wird.

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Mehr Informationen dazu finden Sie hier auf der Webseite des Kinderpueblo.
oder direkt beim 1. Vorstand der Freunde Bomberos, Josef Jaser, unter josef.jaser@allianz.de
Ihre Spenden kommen an, wo es Not tut.

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