Hinter den Kulissen für unsere Sicherheit

16. September 2015 von Christine Hassler - Keine Kommentare

In den Sommermonaten diesen Jahres haben die Gerätewarte im Amt für Brand- und Katastrophenschutz die Anlage der Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache am Rennweg in Memmingen aus eigenen Kräften grundlegend saniert. „Wir haben die komplette Anlage demontiert und über 500 Metallteile und 600 Kunststoffteile ausgebaut“. Die Metallteile habe man zum Sandstrahlen, Feuerverzinken und Beschichten zu verschiedenen Fachfirmen gebracht und anschließend in Stunden mühevoller Arbeit

wie eines großes „Puzzlespiel“ wieder zusammengefügt, berichtete der Projektleiter und stellvertretende Werkstattleiter Fritz Notz.

In den vergangenen 30 Jahren haben hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Memmingen, dem Unterallgäu und dem benachbarten Baden-Württemberg die Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache am Rennweg in Memmingen absolviert. „Bei der Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern wird die Anlage verdunkelt, vernebelt und aufgeheizt“, berichtete Amtsleiter Dr. Günther Bachfischer. Die Ablagerungen durch die Vernebelung hätten im Laufe der vergangenen 30 Jahre die Metall- und Elektroteile des Käfigsystems mit Hindernissen beschädigt.

„Eine neue Atemschutzübungsstrecke kostet rund 250.000 Euro“, sagte der stellvertretende Amtsleiter Andreas Land. Daher habe man auf eine Sanierung mit eigenen Kräften gesetzt.

Dr. Günther Bachfischer hob hervor, dass der veranschlagte Kostenrahmen in Höhe von rund 20.300 Euro inklusive neuem Laufband für die Atemschutzausbildung eingehalten werden konnte, und die Sanierung trotz einer Vielzahl von Feuerwehreinsätzen planmäßig nach dreieinhalb Monaten abgeschlossen wurde.

Die sanierte Anlage wurde nun durch Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger an Stadtbrandrat Hans Hirschmeier und Atemschutzbeauftragten Michael Kraus übergeben. „Ich freue mich, dass die Anlage wieder so toll hergerichtet ist“, betonte Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und dankte den Beteiligten, allen voran dem Projektleiter und stellvertretenden Werkstattleiter Fritz Notz für die kostengünstige Sanierung.

Dank und Anerkennung sprachen auch Stadtbrandrat Hirschmeier und Atemschutzbeauftragter Kraus aus, die betonten, dass jährlich ca. 450 Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten in dieser Anlage den Ernstfall üben.

Das Foto zeigt v.li. Andreas Land (stellv. Amtsleiter), Ralf Unold (Werkstattleiter), Fritz Notz (stellv. Werkstattleiter), Stadtbrandrat Hans Hirschmeier, OB Dr. Holzinger, Dr. Günther Bachfischer (Leiter Amt für Brand- und Katastrophenschutz) und den Atemschutzbeauftragten Michael Kraus bei der offiziellen Übergabe der sanierten Anlage.

Foto: Julia Mayer / Pressestelle Stadt Memmingen

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