Ein weiterer Meilenstein für die Inklusion

18. November 2015 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Stadt Memmingen hat in ihrem Bemühen um Inklusion einen weiteren Meilenstein gesetzt. Seit Anfang des Jahres gibt es im Hort Wartburgweg unter dem Motto „Vielfalt ist Normalität“ eine  „I-plus-Gruppe“ für Kinder mit hohem Förderbedarf oder Migrationshintergrund. In enger Kooperation zwischen Hort, Jugendamt, Kita-Fachberatung und Familienberatungsstelle wurde innerhalb des Jahres 2015 ein Konzept entwickelt, das die Verantwortlichen nun dem Oberbürgermeister vorgestellt haben.

„Das neue Angebot war notwendig geworden, nachdem die Katholische Jugendfürsorge in St. Hildegard die heilpädagogische Tagesstätte geschlossen hatte“, klärte Sozialreferatsleiter Manfred Mäuerle auf. Jedoch sollte den betroffenen Kindern weiterhin eine Betreuung vor Ort ermöglicht werden, was durch einen regulären Integrativplatz im Hort nicht hätte gedeckt werden können. „Deshalb wurde von der Hortleiterin am Wartburgweg Carolin Decker zusammen mit der Hortleiterin an der Edith-Stein-Schule Alexandra Gaisser, dem Kita-Fachberater Thomas Geyer und dem Jugendamt die I-plus-Konzeption entwickelt“, sagte Manfred Mäuerle dazu.

„Durch einen höheren Personaleinsatz und eine verkleinerte Gruppenstärke können die Kinder im notwendigen Umfang gefördert werden“, erklärte Carolin Decker. Im Übrigen gebe es ein wöchentliches gruppentherapeutisches Angebot durch die Familienberatungsstelle. Der I-plus-Hort ist gedacht als Eingliederungshilfe und wird angeboten von der Jugendhilfe.

„Das Konzept setzt auf die reguläre I-Hort-Arbeit noch weitere besondere Leistungen auf, die dann dem hohen Förderbedarf dieser Kinder gerecht werden“, betont Jugendamtsleiter Jörg Haldenmayr. Die Vertreterinnen und Vertreter von Hort, Jugendamt, Kita-Fachberatung und Familienberatungsstelle hätten damit in enger Kooperation „etwas vollkommen Neues entwickelt“, erklärt er weiter, denn „Die Kinder gehen durch dieselbe Tür und erhalten in derselben Einrichtung in einer gemischten Gruppe eine speziell auf ihren Förderbedarf abgestimmte Betreuung.“

Darüber hinaus haben die Kinder die Möglichkeit, am Rahmen- und Ferienprogramm des Regelhorts teilzunehmen. Mit diesem Inklusionsansatz sei „ein großer Wurf“ gelungen, unterstrich Jörg Haldenmayr, der diese neue Konzeption auch im Jugendhilfeausschuss vorgestellt hat.

Inklusionskonzept Memmingen, Nov. 2015
Inklusionskonzept Memmingen, Nov. 2015

Foto:
(v.li.): Sozialreferatsleiter Manfred Mäuerle, Jugendamtsleiter Jörg Haldenmayr, die Hortleiterinnen Carolin Decker (Hort Wartburgweg) und Alexandra Gaisser (Hort Edith-Stein-Schule), OB Dr. Ivo Holzinger, und Kita-Fachberater Thomas Geyer.

Fotoquelle: Mayer/Pressestelle Stadt Memmingen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kostenlosen Newsletter abonnieren!

Verpassen Sie keine neuen Termine, Stellenangebote und Kleinanzeigen mehr. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter-Service noch heute!

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Bitte beachten Sie die Datenschutzbestimmungen. Sie können den Newsletter in der Newsletter E-Mail abbestellen.