Die Geschichte geht weiter

20. November 2015 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Sicher erinnern Sie sich an die lange und hindernisreiche, jedoch ebenso sympathische Geschichte mit dem ausrangierten Feuerwehrfahrzeug aus Herretshofen, das Josef Jaser mit seinem gemeinnützige Verein, „Freunde Bomberos“, Eisenburg, Ende 2013 nach einem bürokratischen Hürdenlauf erfolgreich nach Paraguay verschifft haben.
In Paraguay angekommen, wurde es vom Präsident Raphael Valdez persönlich im Beisein seiner paraguayischen Landsleute mit Begeisterung empfangen,

einem Land, in dem die Feuerwehr aus Mangel an Geldmitteln kaum staatliche Unterstützung erhält.

Am 25.11. dieses Jahres wird ein weiteres Feuerwehrfahrzeug nach Paraguay eingeschifft und soll Ende Dezember 2015 in Asuncion sein. Ende Oktober wurde das Fahrzeug mit weiteren Hilfsgütern wie Feuerwehrschutzanzügen, Helmen und Brandschutzstiefeln beladen. Für die Krankenstation in Aquino Canada, die 2014 gegründet wurde als Teil des Projektes „Kinderpueblo“, haben sie zusätzlich 2 Rollstühle, 1 Rollator, 1 Duschstuhl, 1 Blutdruckmessgerät und Verbandsmaterial beigefügt (siehe Foto).

Das große Problem jedoch war der Kompressor zum Befüllen der Atemschutzflaschen. Denn der musste eine bestimmte Größe und einen bestimmten Druck haben, um auch in Paraguay erfolgreich zum Einsatz zu kommen. Nach langer Suche wurde Josef Jaser fündig durch eine Annonce in einem bundesweit verteilten Feuerwehrblatt, und erstand einen gebrauchten jedoch funktionstüchtigen Kompressor im gesuchten Format.

Feuerwehrfahrzeug von Memmingen nach Paraguay, Nov. 2015
Feuerwehrfahrzeug von Memmingen nach Paraguay, Nov. 2015

So wurde auch der Kompressor bereits zum Rest der Lieferung geladen, die am 25.11.2015 den Hamburger Hafen verlassen wird, und am 26.12. in Asuncion sehnlichst erwartet wird.

Die Freunde Bomberos danken den Spendern von Augenoptik Mendes, Brillen Essmann, Optik Tröger, und der Stadt Memmingen für das Fahrzeug und die Ausstattung des Fahrzeuges mit Stromaggregat und Rettungsschere der Freiwilligen Feuerwehr Benningen.

Jedoch mussten die Freunde Bomberos, allen voran Josef Jaser, einen großen Teil der entstandenen Kosten aus eigener Tasche vorstrecken.

Der erste Stopp beim Transport dieses Feuerwehrfahrzeuges wird Sao Paulo (Brasilien) sein, dann geht’s weiter nach Montevideo (Uruguay), wo das Fahrzeug auf eine Flussbarke verladen wird und von dort auf dem Paraguay River nach Asuncion fährt…

Die Kosten des Transfers belaufen sich mittlerweile auf 6.750 €. „Für Spenden sind wir empfänglich“ sagt Josef Jaser bescheiden, dem die Hilfe von Notleidenden Südamerikas seit einem Urlaub dort und dem hautnahen Kontakt mit der armen Bevölkerung ans Herz gewachsen ist, und ihn dazu bewog, den gemeinnützigen Verein „Freunde Bomberos“ zu gründen.

Mehr Informationen zu den Freunden Bomberos und zu Spenden auf http://freunde-bomberos.jimdo.com/bomberos/,
oder direkt beim 1. Vorstand Josef Jaser, unter josef.jaser(at)allianz.de.

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