Meine Mutter Medea – Jugendstück von Holger Schober

24. November 2015 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Aufführungen speziell für Schulen, Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Das diesjährige Jugendstück des Landestheater Schwaben setzt sich auf Basis des Medea-Stoffes mit den aktuellen Themen Migration und Flucht auseinander, mit Fragen nach Heimat und Heimatlosigkeit, Fremdsein und Einsamkeit. Diese Themen werden dabei aus Sicht der jugendlichen Protagonisten behandelt, weshalb sich das Stück für Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit diesen Fragen besonders eignet.

„Also, wir sind die Neuen. Gerade hier hergezogen. Geflohen aus einem Land, das uns nicht mehr wollte. In ein Land, das uns noch viel weniger will. Unser Vater hat eine Neue, unsere Mutter kommt damit gut klar, solange Alkohol in der Nähe ist. Ja, wir sind pleite, wir haben alles verloren. Ja, wir stehen kurz vor der Abschiebung. Nein, wir sind weder Drogendealer noch Vergewaltiger. Und nein, wir wollen uns nicht anpassen, wozu auch? Uns will eh keiner haben. Ich bin Eriopis. Das ist Polyxenos, mein Bruder.

Meine Mutter Medea-Landestheater Schwaben, Nov.2015
Meine Mutter Medea-Landestheater Schwaben, Nov.2015

Im Stück Medea haben wir nur einen Satz. Auf Wikipedia sind unsere Namen falsch geschrieben. Wir haben gelebt, aber hatten keine Chance. Unser Schicksal war besiegelt, bevor es begonnen hat. Wir sind leer. Ganz leer. Wir sind tot. Wenn einer lacht, gibt es in die Fresse.“

Meine Mutter Medea beschreibt den großen Mythos aus dem Blickwinkel von Kindern und Jugendlichen. Es ist ein Jugendstück über das Fremdsein, über Eltern und Kinder, über wahres und falsch verstandenes Heldentum und über das Gefühl, keine Ahnung zu haben, was der Begriff Heimat eigentlich bedeutet.

Holger Schober, österreichischer Autor, Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur, studierte Germanistik und Anglistik und absolvierte ein Schauspielstudium am Wiener Max Reinhard Seminar. Seit 1997 schreibt er für die Bühne sowie für Film und Fernsehen. Er ist seit 2007 künstlerischer Leiter der Theatergruppe Guerilla Gorillas, und von 2009 bis 2011 übernahm er die künstlerische Leitung des Theaters für junges Publikum am Landestheater Linz. 2006 gewann er den Deutschen Jugendtheaterpreis und die Inszenierung seines Stückes „Hikikomori“ am Thalia Theater Hamburg war nominiert für den Theaterpreis „Der Faust“.

Inszenierung: Dino Nolting
Personen:
Eriopis – Josephine Bönsch
Polyxenos – Jan-Arne Looss

Die Premiere ist am Freitag, 27. November 2015, 18 Uhr in der CaféhausBühne am Landestheater Schwaben.
Vorstellungen für Schulklassen am Vormittag finden am 2. Dezember und 1. Februar, 10:00 Uhr statt,
ab 50 Personen sind gesonderte Termine möglich.

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