Allgäu Airport – Fazit 2015 und Prognosen für 2016

8. Januar 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der Blick ins Jahr 2016 ist optimistisch. Der Sommerflugplan 2016 des Allgäu Airport enthält 26 Flugziele und verspricht ein attraktives Streckennetz, das von sechs Airlines bedient wird.
Zu den positiven Nachrichten des Jahres 2015 zählt aus der Sicht des Allgäu Airport die Bereitschaft des Freistaats Bayern, sein Engagement am Allgäu Airport zu steigern. Als deutliches Signal sei auch der Beschluss der Gesellschafter des Allgäu Airport zu beurteilen, ihre Anteile um mindestens 4 Mio Euro zu erhöhen.

„2015 war ein wichtiges Jahr der Weichenstellung. Es war ein stürmisches Jahr mit Licht und Schatten. Nun dominieren Optimismus und Aufbruchstimmung“, fasst Allgäu Airport Geschäftsführer Ralf Schmid in einem Pressegespräch zum Jahreswechsel zusammen.

Negativ-Schlagzeilen machte die Insolvenz der InterSky und damit das Aus der innerdeutschen Flüge. „Wir waren auf einem guten Weg, der leider durch die wirtschaftlichen Turbulenzen der Fluggesellschaft gestoppt wurde“ erklärte Ralf Schmid. Ein Ersatz hierfür sei nicht in Sicht.

Am Ende überwiegen die guten Nachrichten. Das beinhalte vor allem das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, das im Juni sämtliche Klagen gegen einen Ausbau des Allgäu Airport abgewiesen hat und der positive Ausgang der Bürgerentscheide in Memmingen und im Landkreis Unterallgäu. Sie machten den Weg frei, in den weiteren Ausbau des Flughafens investieren zu können.

„Dieses Votum war ein wichtiges Signal für die Region und die heimische Wirtschaft, das uns starken Rückenwind verliehen hat“, betonte der Flughafen-Geschäftsführer. Nun können entscheidende Schritte für den weiteren Ausbau der Infrastruktur am Allgäu Airport eingeleitet, und die geplanten Baumaßnahmen zeitnah umgesetzt werden.

Dabei sollen zunächst der Bau des Instrumentenlandesystems ILS 06 und die Erneuerung der Flughafenbefeuerung angestrebt werden. Um die Belange des Naturschutzes gebührend berücksichtigen zu können, benötigen Sanierung und Verbreiterung der Start- und Landebahn eine längere Vorlaufzeit und können daher erst im Sommer 2017 verwirklicht werden.

Währenddessen werden nun die gesellschaftsrechtlichen Strukturen des Airports umgewandelt in künftig drei Gesellschaften: Um den Flugbetrieb wird sich eine Betriebsgesellschaft kümmern, und um die Bewirtschaftung des Kernbereichs hingegen eine Besitzgesellschaft. Eine zweite Besitzgesellschaft verwaltet die weiteren Flächen, an der zahlreiche Gebietskörperschaften der Region beteiligen sein werden. Gewerbeflächen sollen gemeinsam weiterentwickelt und Neuansiedelungen initiiert werden.

Ralf Schmid stellt gute Prognosen: „Dies wird das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Allgäu Airport.“ Denn die Anzahl von 860.000 Passagieren im Jahr 2015 werde sicher übertroffen. Man strebe an, das starke Wachstum von 15 %, wie auch die neuen Strecken im Jahr 2016 zu stabilisieren.

Zu den größten Wachstumstreibern zählte 2015 die Fluggesellschaft Wizz Air, die ihr Angebot an Flügen nach Osteuropa ständig ausgebaut hat, im Sommer 2015 ein Passagier-Plus von 49,2 % im Vergleich zum Jahr zuvor verzeichnen konnte, und mittlerweile neun Ziele in Ost-Europa auf ihrem Streckennetz anfliegt.

Eine erfolgreiche Premiere in Memmingen feierte im Sommer 2015 auch die Ferienfluggesellschaft SunExpress. Als gemeinsames Unternehmen der Lufthansa und der Turkish Airlines verzeichnete sie eine so starke Nachfrage, dass sie entschieden hat, im kommenden Jahr mit dem Flugbetrieb bereits am 1. März zu beginnen.

Zu den positiven Geschehnissen des Jahres 2015 zählt aus der Sicht des Allgäu Airport zudem der Beschluss des Haushaltsausschusses des Landtages, sich zum Allgäu Airport zu bekennen. „Die Politik sagt Ja zu Bayerns drittem Verkehrsflughafen – und das ist gut so“ schließt Flughafen-Geschäftsführer Ralf Schmid. Der Blick ins Jahr 2016 sei optimistisch.

Quelle: Allgäu Airport

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