All you need is love

16. Februar 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

unter diesem Titel hat Joy of Voice am Samstag vor dem Valentinstag in den Grönenbacher Postsaal eingeladen, und wer dabei nur an Romantik dachte, hatte sich getäuscht, denn ein Abend mit Joy of Voice ist immer voller Überraschungen.

Zumindest der Anfang entsprach noch den Vorstellungen, denn der begann mit eben dem Song All you need is love von den Beatles, wozu die Zuschauer in Frauen- und Männergruppe eingeteilt miteinbezogen wurden,

und sich von ihren bequemen Stühlen immer wieder erheben mussten – Singen mit Körpereinsatz, wie Angelika Maier fordert.

All you need is love-Joy of Voice, 13.02.2016
All you need is love-Joy of Voice, 13.02.2016

Liebe ist nicht nur Romantik, Liebe ist vielschichtig und zeigt sich mit vielen Gesichtern: Die Liebe zur Mutter ist eine andere als die Liebe zu einem Geliebten oder Ehepartner, die Liebe zu Gott anders als die einem Menschen gegenüber, die Liebe zu einem Kind anders als die zu einem Freund oder Mitmenschen.

Und es gibt kränkliche Zweige, die durch menschliche Schwächen aus diesem schönen Liebesbaum sprießen und zu Eifersucht, Besitzergreifen, Unterdrückung und Kontrolle führen, und, nicht zu vergessen die körperliche Liebe (So ein Mann, so ein Mann) – All diese vielen Gesichter, Seiten und Verzweigungen von Liebe sehen wir an diesem Abend durch Joy of Voice, was gleich zu Beginn angedeutet wird, indem zwei Nymphen eine Schatzkiste auspacken und dabei „Ein Mensch zu sein“ singen.

All you need is love-Joy of Voice, 13.02.2016
All you need is love-Joy of Voice, 13.02.2016

Kevin Prinz alias Veronika Silever kennen wir ja nun bereits, doch Kevin als Horst Schlämmer mit schlecht sitzendem Gebiss, ungepflegtem Schnauzbart und Kittel ist uns noch neu, doch genau dieser führt uns durch einen großen Teil des Abends, an dem viel und herzhaft gelacht wird. – Musical meets Cabaret würde es vielleicht umschreiben, denn hart abgegrenzte Definitionen sind Joy of Voice fremd, tolle neue Einfälle hingegen immer willkommen, und jeder der vielen Sängerinnen und Sänger zwischen 7 und 55 Jahren darf, ja soll sich bei Joy of Voice einbringen.

So wird an diesem Abend geheiratet und sich ewige Liebe geschworen (Dir gehört mein Herz), dann wieder von einer Spinne ins Netz gelockt (Kuss der Spinnenfrau), der Verlust einer über alles geliebten Mutter beklagt (Mama wo bist Du), die Liebe in Gott (Oh happy day) oder in „Herzblatt“ gesucht. Aus Eifersucht wird intrigiert (The kill, The winner takes it all) und Abschied inszeniert (Aber mir roichts), Babies im „Babysitter-boogy“ gewogen, und Männer von der Domina an den Stuhl gefesselt (When you´re good to Mama, Mama is good to you…), sanft sich zur Liebe bekannt (Hopelessly devoted, Grande amore, When a man loves a woman) oder mit dem Beil bedroht (Denk an mich schmerzlich).

All you need is love-Joy of Voice, 13.02.2016

Die meisten kabarettistischen Einlagen zeigt uns Kevin alias Horst Schlämmer (Ja, Schatz und Herzblatt), Kevin alias Veronika Silver hingegen singt (Bitte, bitte und Im Wagen vor mir) und lässt singen: Ein Zuschauer wird kurzerhand zum Playback-Künstler gemacht.

All diese 100 Gesichter, Facetten und Abwege der Liebe sehen wir an diesem Abend auf der Bühne des Grönenbacher Postsaales vereint, verkörpert durch 40 mitwirkende Sängerinnen und Sänger von Joy of Voice, mit Tiefe und Leidenschaft, doch vielmehr getragen von einem ausgeprägten Sinn für Humor und viel menschlicher Wärme, die Joy of Voice immer im Gepäck hat.

All you need is love-Joy of Voice, 13.02.2016

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