Infos zur neuen Hochschul-Außenstelle in Memmingen

3. März 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Nach erfolgreicher Teilnahme am Wettbewerb “Hochschule und Region” bekam Memmingen eine neue öffentliche Hochschul-Außenstelle zugesprochen.

Auf Initiative der Bayrischen Staatsregierung mit dem Ziel der besseren Vernetzung der Hochschulstandorte in den Regionen gab es dazu eine Ausschreibung, bei der in der Region Allgäu-Schwaben die Städte Memmingen und Nördlingen die Zusage bekamen.

Am vergangenen Dienstag, 01.03.2016 informierte Prof. Dr.-Ing. Dirk Jacob,

Vizepräsident für „Lehre und Qualitätsmanagement“ der Hochschule Kempten, im Memminger Existenzgründungszentrum über die Struktur, den Lerninhalt, die Schwerpunkte und das Ziel eines Studiums an der neuen Hochschul-Außenstelle in Memmingen.

Neue Hochschul-Außenstelle in Memmingen, Infos, 03.03.2016

Kooperationspartner des Projektes „Hochschul-Außenstelle“ sind neben den schwäbischen Hochschulen Kempten, Augsburg und Neu-Ulm die IHK Schwaben, die Handwerkskammer für Schwaben, sowie die Stadt Memmingen und die Stadt Nördlingen. Der Lehrbetrieb wird von den Hochschulen Kempten und Augsburg übernommen.

Nachdem die Studienschwerpunkte dabei auf die Regionen zugeschnitten sein sollen, und der Bereich Allgäu-Schwaben stark produktionslastig ausgerichtet ist, einigte man sich in Zusammenarbeit mit der IHK und der Region auf den Studiengang „Systems Engineering“ mit dem Abschluss Bachelor of Engineering.

Das Themengebiet des Studienganges ist „Vernetzte technische Systeme“, d.h. Produktionstechnik mit den Themenschwerpunkten:

  • Mechatronik
  • Informatik
  • Digitalisierung
  • Industrie 4.0.

Die Industrie 4.0 macht es notwendig, dass zum Beispiel ein Maschinenbauingenieur über fundiertes Wissen in der Informatik verfügt und ein Informatiker, der Programme für Produktionsabläufe schreibt, auch praktisches Verständnis von Produktionsabläufen bzw. Ingenieurswissenschaften mitbringt.

Das gewählte Studienkonzept, das sich durch die intensive Kooperation mit Unternehmen der Region auszeichnet, soll genau diese Brücke schlagen. Absolventen des Studienganges Systems Engineering werden also dazu befähigt, komplexe technische Systeme im Produktionsumfeld fachübergreifend zu entwickeln und zu betreuen.

Ziel ist es dabei, qualifizierte Fachkräfte für die Region zu schaffen und aus- oder weiterzubilden.

Der Studiengang ist dual ausgerichtet, d.h. Praxis und Studium in Kombination, und richtet sich somit an drei mögliche Zielgruppen:

  • Auszubildende, die damit parallel zur Ausbildung ein duales Studium im Verbund (Verbundsstudium) absolvieren können, d.h ein Bachelorstudium parallel zu ihrer Ausbildung zum Industriemechaniker, Elektrotechniker oder Mechatroniker
  • Junge Fachkräfte (Techniker oder Meister), die damit eine berufsbegleitende Weiterbildung bzw. -qualifikation erlangen können, und damit als Mitarbeiter in das Tagesgeschäft eingebunden bleiben
  • Werkstudenten, die somit ein duales Studium mit vertiefter Praxis absolvieren. Das bedeutet ein Studium mit umfassenden Praxisphasen im Unternehmen, oder auch ein intensives Traineeprogramm parallel zum Bachelorstudium

Neue Hochschul-Außenstelle in Memmingen, Infos, 03.03.2016

Das Studium funktioniert mit Hilfe von E-Learning mit hohem digitalem Lehrinhalt über moderne Lernplattformen (wie z.B. Moodle) und ermöglicht somit eine große zeitliche Flexibilität, kombiniert mit Präsenzübungen vor Ort. Die Lernorte sind Memmingen oder Nördlingen.

Es fallen keine Studiengebühren an, und es gibt keine Zulassungsbeschränkungen. Die Dauer ist in Teilzeit 9 Semester (4,5 Jahre).

Der Studienaufbau

1.-4. Semester: Grundlagen Ingenieurwesen
5. Semester: Informationstechnik
6. Semester: Messsysteme und Regelungstechnik
7. Semester: Automatisierte Produktion
8. Semester: Industrie 4.0 / Internet der Dinge
9. Semester Bachelorarbeit

Der Abschluss ist: Bachelor of Engineering.

Die Vorteile für Studierende auf einen Blick

  • Bachelor-Studium in Teilzeit
  • Aktuell keine Studiengebühren
  • Aktuell keine Zulassungsbeschränkungen
  • Flexibles E-Learning und projektbasiertes Arbeiten
  • Gesichertes Einkommen während des Studiums
  • Optimale Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie (keine örtliche Entfernung Notwendig)
  • Intensive Betreuung durch Professoren
  • Gute Übernahmechancen nach dem Studium in höhere Führungsebene
  • Qualifizierung neben der (Berufs-) Tätigkeit im Unternehmen
  • Persönliche Netzwerkbildungdurch gemeinsame Projekt- und Übungsarbeiten vor Ort
  • Innovativer Studiengang mit hohem Praxisbezug

Die Vorteile für Unternehmen auf einen Blick

  • Anwerbung junger Talente durch Qualifizierungsangebote
  • Perspektive und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter
  • Fachkräftesicherung durch lokale Qualifizierungsperspektiven
  • Technologie- und Wissenstransfer durch engen Kontakt mit den Hochschulen
  • Breite Grundausbildung im Ingenierubereich mit Spezialisierungsmöglichkeiten und überfachlichen Schlüsselkompetenzen
  • Weitgehend flexible Zeitgestaltung durch E-Learning.

Ab diesem Wintersemester 2016/2017 geht es auch schon los, ausgenommen für das Verbundstudium, das aus organisatorischen Gründen für Azubis erst zum Wintersemester 2017/2018 möglich sein wird. Zugelassen werden dabei zum ersten Wintersemester bis zu 30 Studierende.

Neue Hochschul-Außenstelle in Memmingen, Infos, 03.03.2016

Nach dem Basisstudium haben die Studierenden die Möglichkeit, in ein Vollzeitstudium eines technischen Studiengangs, wie Mechatronik, Elektrotechnik oder Maschinenbau zu wechseln.

Alternativ dazu kann das Studium in Teilzeit weitergeführt werden, wie oben beschrieben.

Anwesend bei der Informationsveranstaltung war zudem Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, der sich sehr über das Projekt freute und besonders die stärkende Wirkung des Wirtschaftsstandortes Memmingen hervorhob.

Neue Hochschul-Außenstelle in Memmingen, Infos, 03.03.2016

Neben Vertretern hiesiger Unternehmen wohnte auch Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben Markus Anselment der Veranstaltung bei und betonte noch einmal den Nutzen für die Region, wie auch für die Unternehmen.

Zudem anwesend war Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwaben Ulrich Wagner, sowie einige Studieninteressierte.

Neue Hochschul-Außenstelle in Memmingen, Infos, 03.03.2016

Weitere Informationen über den Studiengang finden Sie auf www.hs-kempten.de/systems-engineering.

Ihr direkter Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Dirk Jacob, Mail: Dirk.Jacob(at)hs-kempten.de, oder: Rebecca Koch, Mail: Rebecca.Koch(at)hs-kempten.de.

Weitere Informationen zu „Digital und Regional“ finden Sie auf www.digital-und-regional.de.

Foto 1, 2 und Titelfoto: Prof. Dr.-Ing. Dirk Jacob, Vizepräsident für „Lehre und Qualitätsmanagement“ der Hochschule Kempten
Foto 4: Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Prof. Dr.-Ing. Dirk Jacob
Foto 5: Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben Markus Anselment

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