Das Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016

30. März 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Am Ostermontag hatte der Internationale Konzertverein Bodensee e.V. im Rahmen des 18. Internationalen Festivals junger Meister in den Kreuzherrnsaal in Memmingen eingeladen.
Sechs preisgekrönte Solisten trugen an diesem Abend große Werke für Violine und Orchester vor, begleitet vom Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, das zum ersten Mal in Memmingen zu diesem Galakonzert gastierte. Durch den Abend führte Peter Vogel, Pianist und Künstlerischer Leiter des Internationalen Konzertverein Bodensee e.V.

Die 19-jährigen Ukrainerin Yuliia Van und die gleichaltrige Cosima Soulez Lariviére aus Paris eröffneten diesen außergewöhnlichen Abend mit dem berühmten Doppelkonzert in d-moll BWV 1043 von J.S. Bach.

Yuliia Van und Cosima Soulez Lariviére beim Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016 im Kreuzherrnsaal Memmingen, 28.03.2016
Yuliia Van und Cosima Soulez Lariviére beim Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016 im Kreuzherrnsaal Memmingen, 28.03.2016

Yuliia Van begann im Alter von 6 Jahren mit dem Geigenspiel. Seit 2011 studiert sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in der Klasse von Prof. Krzysztof Wegrzyn und besuchte Meisterkurse u.a. bei Ida Haendel und John Streets.

Cosima Soulez Lariviere, geboren in den Niederlanden, aufgewachsen in Paris, begann mit 3 Jahren auf der Geige zu spielen. Sie besuchte die Yehudi Menuhin Schule in Cobham, England, als Schülerin von Natasha Boyarsky. Im Moment besucht sie das Konservatorium in Hannover.

Danach folgte die erst 16-jährige Taiwanesin Sophie Wang mit dem Violinkonzert G-Dur KV 216 von W.A. Mozart. Sie erhielt im Alter von 5 Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Zurzeit lebt Sophie Wang in Wien und studiert in der Hochbegabtenklasse von Prof. Boris Kuschnir an der Universität Graz. Zahlreiche Auszeichnungen dokumentieren ihre Ausnahmestellung.

Nach der Pause spielte die 19-jährige Münchnerin Louise Wehr das Violinkonzert C-Dur Hob. VIIa:1 von J. Haydn. Louise Wehr begann im Alter von 3 Jahren Geige zu spielen. 2011 begann sie ihr Frühstudium am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter (IFF) der Musikhochschule Hannover bei Prof. Ina Kertscher und startete dort zum Wintersemester 2014/2015 ihr Vollstudium bei Prof. Krzysztof Wegrzyn.

Louise Wehr beim Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016 im Kreuzherrnsaal Memmingen, 28.03.2016
Louise Wehr beim Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016 im Kreuzherrnsaal Memmingen, 28.03.2016

Den Abschluss dieses hochklassigen Violinabends im Kreuzherrnsaal bildeten mit der Havanaise op. 83 sowie Introduktion und Rondo Capriccioso op. 28 zwei Stücke aus der Feder von Camille Saint-Saens, gespielt von der 19-jährigen Österreicherin Martina Miedl und der 22-jährigen Rumänin Ioana Cristina Goicea.

Martina-Miedl begann mit 8 Jahren Geige zu spielen und besuchte die Hochbegabtenklasse von Prof. Alexandra Ruth Rappitsch, MMus. Seit 2013 studiert sie bei Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Musikhochschule Hannover und nimmt an Meisterklassen bei Prof. Lewis Kaplan, Prof. Michael Frischenschlager, Prof. Christian Altenburger and Prof. Eugeniy Chevkenov teil.

Ioana Cristina Goicea startete ihren Geigenunterricht im Alter von 4 Jahren. Derzeit studiert sie im Masterstudiengang bei Prof. Krzysztof Wegrzyn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Martina Miedl beim Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016 im Kreuzherrnsaal Memmingen, 28.03.2016
Martina Miedl beim Orchesterkonzert junger Violinenmeister 2016 im Kreuzherrnsaal Memmingen, 28.03.2016

Alle sechs Solistinnen ernteten nicht enden wollenden Applaus der Zuschauer in einem prall gefüllten Kreuzherrnsaal, der eine bezaubernde Kulisse bildete für diese großartigen Violin-Solistinnen und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim.

Mein ganz persönlicher Favorit dieses Abends war die kleinste Solistin unter ihnen, die 19-jährigen Österreicherin Martina Miedl, doch vielleicht lag es auch an dem von ihr gespielten Stück von Camille Saint-Saens, das für meine Ohren so schön war, dass es schmerzte. Denn alle sechs Solistinnen haben in ihrem jungen Alter bereits mehrfach ihre außergewöhnliche Begabung auf internationaler Bühne unter Beweis gestellt.

Die sechs Solistinnen
Die sechs Solistinnen

Zuvor startete das Internationale Festival junger Meister 2016 am 23. März im stilvollen Konzertsaal des Schlosses Montfort in Langenargen mit vier der Solisten, die mit Orchester zu hören waren, mit großer Literatur für Violine und Klavier, begleitet von der Kammermusikpartnerin des Festivals Natsumi Ohno.

Drei weitere Violinrecitals mit ausgewählten jungen Meistern finden am 28. und 30. März, sowie am 1. April jeweils um 18.30 Uhr in der Kunsthalle arlberg1800 in St. Christoph statt, und ein weiteres am Donnerstag, den 01. April, um 19.30 Uhr im Forum am See auf der Lindauer Insel.

Zudem bietet der weltweit renommierte Violinpädagoge Prof. Krzysztof Wegrzyn einen öffentlichen Meisterkurs an, der zum ersten Mal in der Kunsthalle arlberg1800 in St. Christoph stattfindet.
Der abschließende Höhepunkt des Festivals findet wieder in dem Kulturtempel der Region statt: dem Bregenzer Festspielhaus. Die internationalen Preisträger Sophie Wang, Shion Minami und der Stargeiger Valeriy Sokolov präsentieren am Sonntag, den 3. April, ab 19.00 Uhr gemeinsam mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz drei große Violinkonzerte von Alexander Glasunow, Erich Korngold und Peter I. Tschaikowsky.

Ein paar mehr Fotos vom Konzert im Kreuzherrnsaal auf unserer Facebookseite. (Die Lichtverhältnisse im Kreuzherrnsaal sollten unbedingt überdacht und verbessert werden: Die Musiker im Hintergrund sind meist gut beleuchtet, während die Solisten im Vordergrund im Dunkeln stehen! Und das nicht zum ersten Mal…)

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