Der FC Memmingen unterliegt der SpVgg Greuther Fürth II mit 2:0 und bereitet sich auf Rain vor

11. April 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Erschöpft und enttäuscht sanken die Spieler des FC Memmingen nach 90 Minuten plus Nachspielzeit in der Bundesliga-Arena der SpVgg Greuther Fürth zu Boden. Sie hatten sie alles gegeben, waren in der zweiten Halbzeit klar die bessere Mannschaft und doch mussten sie in der Regionalliga-Partie bei der Zweitliga-Reserve des „Kleeblatts“ mit 0:2 (0:1) den Platz als Verlierer verlassen.

Im Ronhof des Gastgebers klaffte wegen des Abrisses der alten Haupttribüne eine große Baulücke. Die einzig wirkliche Lücke hingegen, die eine starke Memminger Abwehr

an diesem Nachmittag bot, konnte Daniel Steininger für Fürth in der 21. Minute nutzen, als er aus spitzem Winkel das 1:0 erzielte.

„Genau zu dem Zeitpunkt, als wir uns eigentlich gefangen hatten“, ärgerte sich FCM-Trainer Thomas Reinhardt im Nachhinein.
Angesichts der Doppelbelastung in der vergangenen Woche mit dem Pokalfight in Buchbach starteten die Memminger anfangs mit etwas weniger Frische, nach dem Rückstand kämpfte sich die Mannschaft jedoch in die Begegnung. Das Spiel des FC Memmingen wurde nun merklich stärker und die Hausherren kamen in der in der zweiten Halbzeit kaum noch in Strafraumnähe.

Ein Ausgleichstreffer wäre bereits vor der Pause wäre möglich gewesen: Eine schöne Kombination über Muriz Salemovic und Dominic Robinson landete bei Andreas „Bobo“ Mayer, der jedoch das Tor aus einer 10-Meter Distanz am rechten Pfosten knapp verfehlte. Kurz darauf scheiterte auch ein Versuch von Fabian Krogler, der den Ball nach Vorbereitung von Salemovic aus halblinker Position über das Tor hinwegschoss.

FC Memmingen unterliegt der SpVgg Greuther Fürth II mit 2:0 & Vorbericht Nachholspiel TSV Rain, 11.04.2016

Die Umstellung in der zweiten Hälfte brachte noch mehr Schwung ins FCM-Spiel. Robinson blieb in der Kabine, Eisenmann rückte ins Mittelfeld vor und Robin Lhotzky wurde in die Vierer-Abwehr-Kette integriert. Der Druck stieg weiter an, zudem musste der Fürther Profi Ilir Azemi nach 65 Minuten sein Spiel beenden. Bis vor einem schweren Autounfall war er im Fürther Team immer wieder Dreh- und Angelpunkt und arbeitet seit seiner REHA über die U21-Mannschaft an seinem Comeback.

Das verdiente 1:1 für die Memminger wäre dann beinahe gefallen, als Fürths Torhüter Mark Flekken durch Reflex einen starken Versuch Eisenmanns per Ellbogen abwehrte. Kurz zuvor hatten die Memminger Handspiel reklamiert, doch für den insgesamt sehr gut leitenden Schiedsrichter Philipp Götz war diese Situation bei seinem Regionalliga-Debüt nicht strafstoßwürdig.

In den 4 Minuten Nachspielzeit warfen die Spieler des FC Memmingen noch einmal alles nach vorne. Doch nach einem Konter gegen die komplett aufgerückte Abwehr erzielte der Fürther Maurice Dilly das 2:0 – das Aus, wonach der Unparteiische gar nicht mehr anpfiff.

Die Superserie von Fürth hält damit an: Seit 12 Spieltagen sind sie ungeschlagen und mussten in der Rückrunde erst drei Gegentreffer einstecken. Dem FCM hingegen gelang seit fünf Punktspielen kein „Dreier“ mehr. Die Moral in der Gruppe aber stimmt, wie der Pokalsieg auch zwischendurch in Buchbach zeigte.

Eine Neuheit ist, dass sich die Mannschaft jetzt auch vor dem Anpfiff in einem Spielerkreis einschwört. Der Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je, denn im Abstiegskampf wird es trotz guter Leistungen immer enger. „40 Punkte brauchen wir für den Klassenerhalt. Gegen wen wir die holen ist egal“, bemerkt der sportliche Leiter Bernd Kunze. 30 Punkte sind es aktuell, der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz beträgt nur noch 3 Punkte.

Die Aufstellung beim SpVgg Greuther Fürth II:
Flekken – Golla (62. Tischler), Held, Schlicke, Guerra – Steininger, Kolbeck, Gressel, Gallo (86. Dilly) – Azemi (65. Bajrami) – Maderer.

Die Aufstellung beim FC Memmingen:
Gruber – Nikolic, Anzenhofer, Weiler, Eisenmann – Mayer, Sapina (65. Bonfert), Hoffmann, Robinson (46. Lhotzky), -Salemovic, Krogler (74. Geldhauser).

Tore: 1:0 Steininger (21.), 2:0 Dilly (90.+ 4) – Schiedsrichter: Götz (Eltmannsdorf). – Gelbe Karten: Golla, Held / Robinson, Lhotzky.
Zuschauer: 153.

Keine Panik beim FC Memmingen vor wichtigem Nachholspiel in Rain

Bereits am Dienstag um 18 Uhr geht es im Nachholspiel beim Schlusslicht TSV Rain um ganz wichtige Punkte, die im Prinzip doppelt zählen.

Der Schlussspurt in der Fußball-Regionalliga Bayern wird heiß: Von Platz 12 bis 18 tobt der Abstiegskampf und der FC Memmingen befindet sich mittendrin. In den vergangenen Wochen konnten sie sich nicht entscheidend absetzen, ihr Vorsprung vor der Gefahrenzone vor dem Nachholspiel am Dienstag beim TSV Rain beträgt nur noch drei Punkte.

Gelingt in Rain ein Sieg, würde ein direkter Kontrahent deutlich auf Distanz gehalten. Mit einem Unentschieden könnten die Memminger zur Not auch noch leben, doch mit einer Niederlage beim Tabellenletzten würde der Druck spürbar steigen. Zudem geht es schon am Freitag mit einem schweren Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter…

Der Ernst der Lage ist allen bewusst, doch kein Grund zur Panik, denn laut dem Trainerduo Christian Braun/Thomas Reinhardt passen Leistung und Einsatz der Mannschaft eigentlich. Gleich nach der unglücklichen Niederlage am Samstag in Fürth wurden die Vorbereitungen auf Rain begonnen.

Die Situation bei der gegnerischen Mannschaft

Der TSV Rain hat zuletzt beim Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg eine ansprechende Leistung gezeigt. Bei einem knappen 0:1 haderten sie mit dem gleichen Schicksal wie der FCM, nämlich beim Favoriten keinen Treffer verbucht zu haben.

Direkt vor dem Wiederauftakt nach der Winterpause hatte der TSV einen überraschenden Trainerwechsel vorgenommen. Für Jürgen Steib kam sein Vorgänger Tobias Luderschmid, der in der Vorrunde beim FC Augsburg II entlassen worden war, zudem hat sich Rain von zwei Spielern getrennt.

Die Aufstellung beim FC Memmingen

Auch in Memmingen ist man näher zusammengerückt: Die Mannschaft schwört sich seit Neuem vor dem Anpfiff im Spielerkreis ein. Das soll Zusammenhalt erzeugen und auch nach außen hin demonstrieren.

Eddy Weiler wird beim Spiel am Dienstag fehlen, da er unter der Woche beruflich verhindert ist. Sebastian Schmeiser kehrt für ihn nach Verletzungspause und Schleudertrauma in die Startelf zurück. Bei Stefan Heger, der sich im Pokalspiel in Buchbach eine Armverletzung zugezogen hatte, werden weitere Untersuchungen in dieser Woche entscheiden, ob er operiert werden muss.

Das Leistungsvermögen der Regionalligisten liegt sehr eng zusammen, wie auch die letzten Ergebnisse zeigten. Den Ausschlag in Rain wird wohl die Tagesform geben, denn wie die Memminger mussten auch die Rainer die zweite englische Woche hintereinander bewältigen.

Die Situation im BFV-Toto-Pokal-Halbfinale

Nachdem sich der FC Memmingen und der Drittligist Würzburger FV nicht auf einen Termin einigen konnten, hat der Verband die Pokalpartie nun gemäß der ursprünglichen Ausschreibung auf Mittwoch, den 20. April (18.30 Uhr) angesetzt.

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