Mit Freude und Leidenschaft zum Erfolg

14. April 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die 101 besten Absolventen aus dem Allgäu der IHK-Ausbildungsberufe wurden von der IHK Schwaben in der bigBox Allgäu in Kempten ausgezeichnet.
Unter den 101 Besten von insgesamt 3.256 Auszubildenden war knapp 1 Drittel (31 Absolventen) aus Memmingen und dem Unterallgäu, und 3 davon direkt aus Memmingen: Robin Schleicher (Industrieelektriker), Avsar Serdar (Industrieelektriker) und Markus Weber (Mediengestalter Digital und Print).

Top-Ergebnisse können nur dann erzielt werden, wenn man etwas gerne und mit Freude und Leidenschaft tut, war das Fazit der IHK-Auszeichnungsfeier in der bigBOX, bei der die besten Absolventen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in festlichem Rahmen und unter Teilnahme hochrangiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft, geehrt wurden. An deren Spitze war der Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle und der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz.

Insgesamt 3.256 Auszubildende aus dem Allgäu hatten im Prüfungsjahr 2015/2016 ihre IHK-Abschlussprüfung abgelegt. An die 101 erfolgreichen Anwesenden gerichtet würdigte Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu, die Leistung dieser Absolventen: „Sie sind die besten Absolventen im Allgäu und damit die Elite in den IHK-Berufen“.

Ehrung der 101 besten IHK-Absolventen im Allgäu, April 2016

Wer in die Ausbildung investiere, investiere in die Fachkräfte von morgen, so Markus Brehm weiter. Der Leitsatz, „Lehre macht Karriere“ gelte mehr denn je: Die duale Ausbildung sei mit das Beste, was man Jugendlichen auf ihren beruflichen Lebensweg mitgeben könne. „Wir brauchen nicht nur topausgebildete Akademiker und Ingenieure, sondern vor allem hoch spezialisierte und motivierte Techniker, Fachwirte und Meister“, erklärte Markus Brehm.

Der Schritt in eine akademische Laufbahn über Abitur und Studium sei gerade im Allgäu kein Garant für einen sicheren und gut bezahlten Arbeitsplatz. Die Wirtschaft benötige vor allem dual ausgebildete Fachkräfte, die sowohl praktische Erfahrung als auch theoretisches Wissen mitbringen. Brehm appellierte an die Absolventen, ihren gewerblichen Weg weiter zu verfolgen, denn dann würden sie auch künftig zur Elite zählen.

Markus Brehm brach in diesem Zusammenhang auch eine Lanze für die Mittelschule. Die Aussage des DGB, dass die Wirtschaft kein Interesse an deren Absolventen habe, treffe für das Allgäu und Schwaben nicht zu. Besonders Handel, Gastronomie, Tourismuswirtschaft und Logistik bieten Mittelschülern beste Ausbildungschancen.

Einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu an die rund 4500 ehrenamtlichen Prüfer und Prüferinnen der IHK Schwaben, denn ohne ihren Einsatz könne die IHK ihren Auftrag im Prüfungswesen nicht erfüllen. Ihrer Kompetenz und langjährigen Erfahrung sei das hohe qualitative Niveau zu verdanken, auf dem sich die schwäbische Wirtschaft heute befinde.

Manfred Schilder, Regionalgeschäftsführer Allgäu der IHK Schwaben, führte humorvoll durch das Programm. In einem Interview mit der ehemaligen Skirennläuferin aus Fischen, Gina Stechert, arbeitete er die Parallelen heraus, die für Erfolg im Beruf und im Sport gleichermaßen Gültigkeit haben.

Gina Stechert erwies sich dabei als ideale Gesprächspartnerin, denn aus ihrer langjährigen sportlichen Zeit kennt sie Höhen und Tiefen und weiß, wie man Rückschläge meistert und sich selbst motiviert. Die Sportlerin hat u. a. einen Weltcupsieg in der Abfahrt und vier deutsche Meisterschaften zu verzeichnen, aber sie musste auch häufig Verletzungen verarbeiten und überwinden.

Eine Berufsausbildung hält die ehemalige Sportlerin für ganz wichtig, denn die „Lebenszeit“ als Sportlerin sei doch relativ kurz und könne durch Verletzungen auch abrupt enden. Daher hat sie selbst bereits 2007 bei der Bundeszollverwaltung in München als Mitglied im Zoll Ski Team begonnen.

In ihrer sportlichen Zeit war ihr auch die Unterstützung durch Eltern und Familie eine große Hilfe. – Das sei, so Schilder, auch bei der Berufsausbildung nicht anders. Wer hier gute Leistungen erzielen wolle, für den spielen das Umfeld, Schule, Ausbilder, Familie, Freunde, eine wichtige Rolle.

Gleichermaßen trifft auf Leistungssportler und Auszubildende zu, sich nicht durchhängen zu lassen, sondern Probleme oder auch Niederlagen als Herausforderung und Motivation zu sehen, um sich selbst und auch anderen zu beweisen, dass man es schafft, zurückzukommen.

Eine Eigenschaft, die Gina Stechert im Sport sehr hoch einschätzt, ist der Respekt vor den Konkurrenten. Auch im Berufsleben solle man den Respekt gegenüber Mitbewerbern bewahren. Findet man eine Balance zwischen gesundem Ehrgeiz, der einen Menschen zu besseren Leistungen antreibt, und dem nötigen Respekt gegenüber den Mitstreitern, der auch bewirkt, seine eigenen Stärken und Schwächen besser einschätzen zu können, dann handelt man fair und lernt dazu.

Gina Stecherts 3 Tipps an die Absolventen sind: „Mit Freude und Herzblut kann man viel erreichen. In jeder Situation an sich selbst glauben. Sich nicht durch eine Niederlage von dem gesteckten Ziel abhalten lassen.“

Foto:
(v. re.): Markus Anselment, stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK Schwaben, Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu und Gina Stechert, Deutsche Skirennläuferin, zusammen mit den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.

Fotocredit: Andreas Emmert

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