Heute Abend erwartet den FC Memmingen ein attraktiver Gegner: Die Nürnberg-Amateure

15. April 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Mit dem 1. FC Nürnberg II kommt am heutigen Freitag um 19.30 Uhr noch einmal ein sehr attraktiver Gegner zum FC Memmingen. Die Club-Amateure sind Tabellendritter und haben die Regionalliga-Meisterschaft im Visier. Die Memminger selbst sind nach dem 4:1 Auswärtssieg vom Dienstagabend in Rain wieder auf einem guten Weg.
FCM-Trainer Christian Braun würde die Leistung mit „Herz und Hirn“, wie er es ausdrückte, gerne von seiner Mannschaft auch in den kommenden Aufgaben sehen.

Die gegnerische Mannschaft
Mit einem 1:0 Erfolg gegen den FC Bayern München II konnte die Nürnberger U21-Mannschaft wieder ganz dicht zu Jahn Regensburg und Wacker Burghausen aufschließen. Das Führungsduo wird schon am Samstag im direkten Duell aufeinandertreffen und der „kleine Club“ könnte am Ende der lachende Dritte sein.

Wenngleich auf das Aufstiegsrecht frühzeitig verzichtet wurde, würde sich eine Meisterschaft in der Biografie der Talente gut lesen. Die Truppe von Trainer Roger Prinzen spielt eine sehr gute Rolle, und das obwohl vier Stammkräfte, unter anderem Torjäger Vitalj Lux (SpVgg Unterhaching) in der Winterpause abgegeben wurden.

Mit Kim Sané taucht sogar ein prominenter Name im Kader auf. Er ist einer von drei Söhnen des Ex-Profis Souleyman „Sammy“ Sané, der auch nach Memmingen kommen will. Sein talentiertester Sproß kickt für Schalke 04 und hatte im Herbst einen ersten Einsatz in der deutschen Nationalmannschaft bei Jogi Löw.

Die Situation beim FC Memmingen
Der FCM hat wieder ein komfortableres Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegs-Relegationsplätze und alles in der Hand. Das Punktspiel am Freitag „gegen einen starken Gegner“ sieht Brauns Trainerkollege Thomas Reinhardt „als Vorbereitung für den Pokalknüller gegen die Würzburger Kickers“, der für nächsten Mittwoch angesetzt ist.

Für die Memminger ist es im Prinzip die dritte „englische Woche“ in Folge, aber mit der Doppelbelastung scheint das Team gut zurechtzukommen. David Anzenhofer ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt und Eddy Weiler, der gegen Rain aus beruflichen Gründen fehlte, kehrt für ihn in die Innenverteidigung zurück. Beim Comeback von Sebastian Schmeiser reichte es noch nicht über die gesamte Spielzeit, aber der Abwehrchef trat in Rain wieder ebenso souverän auf wie vor seiner Genesungspause.

Das Hinspiel
Beim 1:1 Unentschieden im Spätsommer schaffte Andreas „Bobo“ Mayer am Max-Morlock-Platz im Sportpark Valznerweiher den verdienten Ausgleich.

Die voraussichtliche Aufstellung des FC Memmingen
Tor: Gruber – Abwehr: Nikolic, Schmeiser, Weiler, Buchmann – Mayer, Sapina, Hoffmann, Eisenmann – Salemovic, Krogler.
Auswechselspieler: Bonfert, Friedrich, Robinson, Zuka, Lhotzky, Geldhauser, Beigl (Tor).

Schiedsrichter: Hartmeier (Dettelbach); Assistenten: Steigerwald, Hemrich.

Vorbericht FC Memmingen - 1. FC Nürnberg II, 15.04.2016

Mit Salemovic hat sich der FC Memmingen ein aufgewecktes Kerlchen geangelt

Während seine Mannschaftskameraden in der Dienstagnacht nach der Rückkehr aus Rain früher oder später ins Bett kamen, trat Muriz Salemovic die Nachtschicht in seinem Job an. Auch auf dem Platz im Trikot des FC Memmingen zeigt er sich als äußerst aufgewecktes Kerlchen. Er trug maßgeblich zum zweiten Auswärtssieg bei, und das nicht nur, weil er mit einem tollen Dribbling den ersten Treffer für seinen neuen Club erzielen konnte.

Zuvor hatte er schon ein wenig mit sich gehadert, weil er in sechs Regionalliga-Einsätzen noch nicht getroffen hatte. Seine Trainer Christian Braun und Thomas Reinhardt haben damit kein Problem, da sie ihn ohnehin mehr als offensiven Vorbereiter und Fadenzieher sehen. „Ein Angreifer wird aber an Toren gemessen“, sagt Salemovic und legt die Latte für sich selbst hoch. Acht Treffer und 12 Vorlagen hatte er sich insgeheim bis Saisonende vorgenommen, als er im Januar in Memmingen anheuerte. Offenherzig gibt er zu, dass die beiden ersten Trainingswochen für ihn „die Hölle“ waren.

Der 27-jährige wechselte im Winter vom TSV Landsberg zum FC Memmingen. Dort glänzte er in der Bayernliga-Halbserie mit 13 Toren und 16 Vorlagen. Beim FC Memmingen ist man froh, dass der Wechsel sogar ein halbes Jahr früher als geplant vollzogen werden konnte und sich der begehrte Mann für das Allgäu und somit gegen einen Proficlub entschieden hat. Auch Drittligist Stuttgarter Kickers hatte Interesse an ihm, sowie der FC St. Gallen in der Schweiz, doch die Angebote waren „nicht Fisch nicht Fleisch“, wie es Salemovic ausdrückte.

Muriz Salemovic und auch Rückkehrer Branko Nikolic eroberten sich in der Abwehr in der Winter-Vorbereitung prompt Stammplätze und könnten mit zu den Garanten werden, dass der Klassenerhalt bald in trockenen Tüchern liegt.

Hellwach gilt es sich nun auch wieder an diesem Freitagabend zuhause gegen den Tabellendritten 1. FC Nürnberg zu präsentieren. Dieses Spiel gegen einen starken Gegner soll für die Memminger ein Testlauf sein für das bayerische Pokal-Halbfinale wenige Tage später gegen die Würzburger Kickers.

Wenn es am Mittwochabend mit einer Überraschung gegen den Drittligisten klappen sollte, würde das Finale zu Hause winken. Salemovic wäre zu dieser Sonderschicht am 28. Mai mit bundesweiter Fernsehpräsenz jedenfalls gerne bereit.

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