Die Deutschen Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim – Ein Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer

11. Mai 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Vergangenes Wochenende waren die 27. Deutschen Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim von gutem Wetter und strahlend blauem Himmel gesegnet.
Die Highlights waren Navigationsflüge, Auffinden von Geländepunkten, Ziellandungen und vieles mehr. Anspruchsvolles Fliegen der Ultraleichten auf höchstem Niveau sorgte für Spannung bei den Teilnehmern wie auch bei den Zuschauern.

Dunkel und sonor brummende Motoren bestimmten das Klangbild auf dem Tannheimer Flugplatz, und wenn die Maschinen beschleunigten musste man einfach hinsehen, um den ambitionierten Piloten beim Start zuzusehen.

Am ersten Flugtag, dem Donnerstag war es bei herrlichem Flugwetter aber anfänglichem Wind mit bis zu 15 Knoten nicht für alle Teilnehmer einfach, genau auf Kurs zu bleiben. Nach dem Start der 20 Teilnehmer in 3 Minuten Abstand, ging es nach ca. 2 Minuten Flugzeit auf den vorgegebenen Kurs, entlang einer dünnen Linie auf der Luftfahrtkarte. Auf dem Flug musste der Kurs von der Karte abgelesen und mit einer Genauigkeit von 200m nach links und rechts abgeflogen werden. Zusätzlich mussten unterwegs Fotos identifiziert und deren genaue Position auf der Karte eingezeichnet werden.

Deutsche Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim, Mai 2016

Deutsche Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim, Mai 2016

Nur Talent und Training halfen den Piloten bei den schwierigen Aufgaben, denn auf die heute lieb gewonnene Hilfe durch GPS-Systeme mussten die Teams verzichten. Geflogen wurde hier mit den traditionellen Navigationsmitteln Karte, Kompass und Stoppuhr sowie dem geschulten Blick aus dem Cockpit.

Besonders spannend gestaltete sich die Disziplin des Navigationsfluges mit anschließender Ziellandung am Freitag. Die Piloten mussten dabei eine Route in Form eines Trochoiden abfliegen, wobei die Geschwindigkeit über Grund gemessen wurde. Die Geschwindigkeit für jeden Teil des Fluges musste vorher vom Piloten angegeben werden. Um die volle Punktzahl zu erreichen durfte vom Kurs nicht mehr als 200m nach links oder rechts abgewichen werden.

Nach Überflug des 100 Meter langen Ziellandesfeldes wurde in selbst gewählter Höhe eine verkürzte Platzrunde ohne Motor bis zur Landung fortgesetzt und der Aufsetzpunkt des Hauptfahrwerks sollte möglichst nah am Anfang des Landesfeldes liegen. – Ein Landen vor dem 100-Meter-Feld wurde mit 0 Punkten bestraft.

Deutsche Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim, Mai 2016

Deutsche Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim, Mai 2016

Ebenso spektakulär war der Samstag mit dem Wettbewerb des Kurzstarts über ein Flatterband, eine Herausforderung, auf die Piloten im Fliegeralltag nicht treffen. Der Kurzstart über ein Hindernis simuliert zum Beispiel den Wiederstart nach einer Sicherheitslandung.

Die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften im Leichtflug waren zum Teil „Wiederholungstäter“, aber auch zahlreiche Neustarter, die Sieger wurden dann am Sonntag festgestellt und anschließend geehrt:
Sieger nach Klassen waren auf Platz 1 der Aerod. Control System Twoseater: Reinhold Rieger/Ruth Hahn-Rieger, der Klasse Weight-Shift Control System Twoseater: Viktor Wyklicky/Sven Harsch, der Klasse Single Seater (Aerod. Control Sys.) Ulrich Nübling, und der Klasse Autogyroflown with 1 or 2 Persons: Johannes Lemburg/Hans-Wilhelm Friedrich.

Im Gesamtergebnis aller Klassen gewann das Gespann Viktor Wyklicky/Sven Harsch, auf Platz 2 gelangten Dietmar Haas/Kirstin Jaeger, und Platz 3 sicherten sich Reinhold Rieger/Ruth Hahn-Rieger
Den Gewinnern der Deutschen UL-Flug-Meisterschaften winkt die Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

Deutsche Meisterschaften im Ultraleichtflug in Tannheim, Mai 2016

Viele tolle Fotos vom Flugtag Freitag auf unserer Facebookseite.

Weitere Infos zur Deutschen UL-Meisterschaft 2016 finden Sie unter www.daec.de/sportarten/ultraleichtflug.
Mehr Infos zur Flugschule Tannheim finden Sie auf www.edmt.de.

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