Staatsminister Dr. Söder bei seinem Besuch bei der Metzgerei Greiff

1. Juni 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, folgte der Einladung des Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek und kam am vergangenen Montag nach Memmingen.
Zuerst stand eine Firmenbesichtigung des traditionsreichen Familienunternehmens Metzgerei Greiff auf dem Programm, später ein Vortrag im Allgäu Airport, über den wir im Anschluss separat berichten möchten.

Drei Generationen der Greiff-Familie begrüßten gemeinsam mit dem Kreishandwerksmeister Memmingen-Mindelheim Robert Plersch den hohen Gast aus München und die weiteren anwesenden Ehrengäste, darunter Bürgermeisterin Margaretha Bökh, MdL Klaus Holetschek, Vorsitzender CSU-Kreisverband Christoph Baur und der OB-Kandidat Dr. Robert Aures.

Dr. Söder beim Besuch in der Metzgerei Greiff, 30.05.2016

Dr. Söder betonte bei seiner Begrüßung, man müsse Familienunternehmen unterstützen und fördern, da sie maßgeblich zur Stabilität und dem Wachstum der regionalen Wirtschaft beitragen. Menschen werden vor Ort qualifiziert ausgebildet, Arbeitsplätze geschaffen und erhalten und der Jugend Perspektiven gegeben. Somit seien Familienunternehmen ein wichtiger Eckpfeiler für eine gesunde Region.

Erbschaftsrecht, wie auch Vermögenssteuer müssen daher zu Gunsten von Familienunternehmen gestaltet werden, so Dr. Markus Söder, und nicht zu deren Lasten, denn das hätte langfristig schwere Konsequenzen für den Fortbestand dieser tragenden Unternehmen.

Er selbst käme aus dem Handwerk und bei Handwerk ginge es um Wissen und um Tradition, zudem sei das Handwerk ein Integrationsmeister.

3 Generationen: Georg Greiff Senior, Georg Greiff Junior und jüngstes Mitglied Patrick Greiff
3 Generationen: Georg Greiff Senior, Georg Greiff Junior und jüngstes Mitglied Patrick Greiff

Bei einem informativen Rundgang durch eine blitzsaubere Produktionsstätte der Wurstwaren der Metzgerei Greiff in der Zangmeisterstraße lernen die anwesenden Gäste vom aktuellen Geschäftsführer Georg Greiff Junior, der zusammen mit seiner Frau Angelika Greiff den Betrieb in der 5. Generation führt, viel Interessantes über die Geschichte und die Werte dieses Familienunternehmens.

Seit 1872 besteht die Metzgerei Greiff, die anfänglich in der Hermansgasse ansässig war, und 1902 in die Zangmeisterstraße zog. Georg Greiff Junior übernahm das Unternehmen von seinem Vater Georg Greiff Senior, der neben diesem zeitaufwendigen Beruf auch zahlreiche Ehrenämter bekleidet.
Mit einem Sohn, dem frisch gebackenen Metzgermeister Patrick Greiff steht nun bereits die 6. Generation in den Startlöchern.

Dr. Söder beim Besuch in der Metzgerei Greiff, 30.05.2016

Während Sohn Patrick den Gästen demonstriert, wie ein guter und schmackhafter Leberkäse gemacht wird, erklärt Vater Georg Greiff Junior, dass bei ihnen Qualität an erster Stelle steht. Sie nehmen nur die besten Zutaten und beziehen das Fleisch von Familienbetrieben aus der Region, die auf artgerechte Haltung und natürliche Fütterung achten.

Da sie Wert auf den natürlichen Lauf der Natur legen, gibt es einige Produkte nur zu bestimmten Jahreszeiten. Konservierungsmittel sind deshalb für sie kein Thema, höchstens einmal in natürlicher Form.

Zahlreiche Auszeichnungen bestätigen den hohen Qualitätsanspruch, wie der „Preis der Besten“ der DLG, die Auszeichnungen vom „Feinschmecker“ 1996, 2003, 2005, 2007 und 2010. 1998 und 2001 wurden sie vom „Feinschmecker“ in die Riege der Top 25 Metzgereien Deutschlands aufgenommen und tragen das f-Zeichen des Bayerischen Fleischverbandes.

Zudem ist die Metzgerei Greiff Mitglied in der Fünf-Sterne-Fleischereigemeinschaft, wofür sie zahlreiche Kriterien erfüllen und auch zukünftig unter Beweis stellen müssen und, sie besitzen natürlich die EU-Zulassung.

Dr. Söder beim Besuch in der Metzgerei Greiff, 30.05.2016

Zu den Problematiken erklärt Georg Greiff im Anschluss, der Nachwuchs im Metzgereibetrieb sei ein Problem und dem Handwerk werde das Leben schwerer gemacht als notwendig. Zudem müsse die Stadt darauf achten, dass durch infrastrukturelle Maßnahmen oder die Ansiedlung großer Einkaufsmärkte in den Außenbereichen nicht die Besucher aus der Stadt hinausgezogen würden. Die Innenstadt müsse weiterhin attraktiv gehalten werden, und das nicht nur um Schuhe oder Kleidung zu kaufen.

Nach vielerlei Veränderungen hat die Metzgerei Greiff heute 3 Verkaufsstellen, zwei davon in Memmingen, eine in Babenhausen, eine große Fleischproduktionsstätte in Memmingen, ist Arbeitgeber für 40 Mitarbeiter, und wird am 01. Juli eine neue Zweigstelle in Memmingen eröffnen.

Sie stehen hinter ihren Produkten und machen es gerne, so Georg Greiff abschließend, und ebenso gerne bringen sie sich ins öffentliche Leben ein. Sei es in ehrenamtlichen Positionen oder wenn sie auch einmal selbst hinter dem Tresen stehen bei großen Festen wie dem Jahrmarkt, dem Stadtfest oder dem Wallensteinfest.

„Das ist der Beweis, dass auch in Memmingen hervorragender bayrischer Leberkäs gemacht werden kann“, bemerkte Dr. Söder schmunzelnd beim anschließenden kleinen Imbiss und zeigte auf seinen Teller, auf dem eine Scheibe frisch gebackener Leberkäs dampfte und köstlich duftete. „Ganz ausgezeichnet“.

Dr. Söder beim Besuch in der Metzgerei Greiff, 30.05.2016

Und weiter ging es zum Allgäu Airport, doch darüber in einem separaten Bericht.

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