Ein dritter Kandidat für die OB-Wahl 2016 in Memmingen

9. Juni 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Memmingens Freie Wähler schicken den gebürtigen Memminger Gottfried Voigt ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters. Beim Pressegespräch am gestrigen Mittwoch im Architekturbüro Börner und Graf stellte er sich vor.

Die Freien Wähler (FW) Memmingen haben damit ihren langgehegten Entschluss, einen eigenen Kandidaten ins Rennen um die Nachfolge von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger zu schicken, umgesetzt. Mit Gottfried Voigt bewirbt sich ein „echter Memminger“ um das hohe Amt im Rathaus.

Memmingen (as/ch). Erst vor acht Tagen habe Gottfried Voigt sich für die Kandidatur entschieden, die man ihm im Herbst letzten Jahres bereits vorgeschlagen habe. „Er hat sich das sehr genau überlegt“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Stadtrat Helmut Börner.

„Wir sind seit 1948 im Stadtrat und waren uns immer einig: Wir wollen einen Kandidaten bringen und unbedingt ihn“, so Helmut Börner, der vom nötigen Format und der Kompetenz seines Fraktionskollegen für das Amt des Oberbürgermeisters überzeugt ist. „Unser Kandidat kennt Memmingen in allen Facetten, das ist von unschätzbarem Wert“, betonte Börner. Damit stelle Voigt eine echte Alternative zu den beiden anderen Kandidaten dar.

OB-Kandidat der Freien Wähler Memmingen, 09.06.2016

Gottfried Voigt über sich selbst

Eine politische Karriere habe er nie angestrebt, bekennt der 1963 in Memmingen geborene Gottfried Voigt, heute Mitglied des Memminger Stadtrates. Doch die große Bestätigung und Unterstützung, die er weit über die Fraktionsgrenzen hinaus erfuhr, habe ihn ermutigt, die Herausforderung anzunehmen und in die großen Fußspuren des amtierenden Oberbürgermeisters zu treten.

„Politik, die in Memmingen gemacht wird, trifft uns Bürger in unserem unmittelbaren Lebensumfeld“, erklärt Voigt seine Motivation. „Memmingen braucht einen Oberbürgermeister ‚von hier – für hier‘“, meint er und bekräftigt: „Ich kann das, weil ich das will! Ich will das, weil ich das kann!“.

Gottfried Voigts Pläne

Einen sachlichen, fairen Wahlkampf möchte er führen, bei dem die Kompetenz im Mittelpunkt steht, erklärt der FW-Kandidat. Auf die Frage, was er in Memmingen bewirken wolle, antwortete er: „Es muss sich etwas ändern und es wird sich etwas ändern.“ Was genau das ist, dazu will sich Voigt noch nicht äußern – der Grund: Er möchte voreiligen Spekulationen vorbeugen.

Als Projekte, die er voranbringen will, nennt er die Entwicklung des Bahnhofsareals, die Verkehrsführung am Weinmarkt und die Klinikum-Kooperationen. Zudem sollen die Stadtteile mehr Gewicht bekommen: „Ich werde auf die Bürgerausschüsse zugehen“, verspricht Voigt.

Eines jedoch soll unbedingt so bleiben, wie es ist: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Keine höheren Gewerbesteuern!“, fordert er. Die Gewerbetreibenden dürften nicht als „Melkkuh für das Stadtsäckel“ fungieren.

OB-Kandidat der Freien Wähler Memmingen, 09.06.2016

Eckdaten im Werdegang Gottfried Voigts

Nach der mittleren Reife folgte zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Später holte Voigt die Fachhochschulreife nach und absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Logistik an der Fachhochschule Kempten.

Nach seinem Einstieg als Diplom-Betriebswirt (FH) in der Automobilzulieferer-Industrie war Voigt stets offen für neue berufliche Herausforderungen und sammelte u.a. Erfahrungen in Management und der Materialwirtschaft.

In der Einkaufsleitung einer großen Firma fand er eine Aufgabe mit Finanzverantwortung, „die mich bis heute geprägt hat“, so Voigt. 2000 übernahm er die Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft (KH) Memmingen-Mindelheim und zwei Jahre später auch die der KH Kempten.

2008 wurde Voigt Geschäftsführer des Verbandes für die Land- und Baumaschinentechnik Bayern, wodurch ihm „eine Verzahnung in viele politische, regionale und wirtschaftliche Netzwerke“ möglich geworden sei, erklärte Gottfried Voigt den Medienvertretern.

Unter anderem als Leiter in der Jugendarbeit der evangelischen Gemeindejugend Memmingen engagierte sich der FW-Kandidat viele Jahre lang ehrenamtlich.

Seit zwei Jahren gehört er der Fraktion der Freien Wähler im Stadtrat an, „weil ich mich für andere Menschen in der Heimat einbringen will“. Voigt ist seit 27 Jahren verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Auf die Frage, was ihn ansonsten interessiert und wie er seine Freizeit verbringt antwortete Gottfried Voigt: „Meine Leidenschaft ist die Natur und die Jagd“ – als echter „Schmotzer“ auch die der Fische im Stadtbach. “Am Fischerkönig arbeite ich noch“, fügte er schmunzelnd hinzu.

Foto 1: OB-Kandidat der FW Gottfried Voigt
Foto 2: Gottfried Voigt (2. v.re.), neben FW-Stadtrat Christof Heuß, dem Fraktionsvorsitzenden Helmut Börner und dem 1. Vorstand Jürgen Haffelder.

Fotoquelle: Antje Sonnleitner

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