Klare Worte

14. Juni 2016 von Christine Hassler - 1 Kommentar

Aufgrund weiterbestehenden Irritationen und Spekulationen zum Thema „Sanierung des Zehntstadels in Steinheim“ halten es die Initiatoren des derzeit laufenden Bürgerbegehrens gegen den Umbau des Zehntstadels noch einmal für notwendig, klar und deutlich ihre Position darzustellen.
„Der Umbau des maroden Zehntstadels ist für die Steinheimer Bevölkerung sogar zu schlecht als Notlösung“, so Thomas Winter im Namen der Initiatoren des Bürgerbegehrens.

Daher ist ihre klare Position: „Kein Umbau des Zehntstadels in Memmingen-Steinheim“. „Uns geht es nicht darum, eine bauliche Investition für den aufstrebenden Stadtteil Steinheim in Frage zu stellen, macht Thomas Winter dabei klar.

Zukunftsfähige Lösung contra Fehlinvestition

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens fordern vielmehr eine zukunftsfähige Lösung für den Stadtteil Steinheim und halten jeden Cent in einen Umbau des Zehnstadels, der weder genügend Platz biete, noch die Möglichkeit für ausreichend Parkplätze, als Fehlinvestition und Verschwendung von Steuergeldern. „Doch Kosten scheinen für Förderverein und Bürgerausschuss leider keinerlei Rolle mehr zu spielen, egal wie hoch sie auch letztlich sein mögen“, so der Tenor.

Bürgerbegehren Zehntstadel Steinheim, 16.05.16

Letztlich müsste trotz aller versprochenen Zuwendungen und Zuschüssen ein Betrag von 2 Mio. Euro direkt durch die Memminger Bürgerschaft aufgebracht werden.
Überschreitungen der Sanierungskosten gingen dabei voll zu Lasten der Stadt Memmingen. „Aktuelle Beispiele hierfür gibt es genügend, ob nun Flughafen Berlin, Stuttgart 21 oder unsere städtische Realschule. Wir wollen hier kein neues Steuergrab aufmachen“, warnen die Initiatoren.

Vernünftiger Umgang mit Steuergeldern

Sie plädieren für einen vernünftigen Umgang mit Steuergeldern. Letztlich sei egal, aus welcher öffentlichen Kasse die Gesamtkosten von über 4 Mio. Euro aufgebracht werden müssten, feststünde, dass all diese Gelder von Bürgern über Steuern erbracht werden müssten. Bezeichnend sei, dass sich bereits der Bund der Steuerzahler bei dieser Debatte eingeschaltet habe.

Bürgerbegehren Zehntstadel Steinheim, 16.05.16

Beispiel Holzgünz

Nach Meinung der Initiatoren sollten die Planer sich Holzgünz als Beispiel nehmen: So baute die Gemeinde Holzgünz ihren Hoschmi-Stadel in Form einer modernen, zukunftsfähigen Multifunktionshalle mit mehr als 300 Sitzplätzen für weniger als 2 Mio. Euro.

„Unserer Auffassung nach könnte im Ortsteil Steinheim mit einem deutlich geringeren Kostenaufwand ein bedarfsorientiertes und zweckdienliches Gebäude als Neubau erstellt werden. Leider warten wir bis heute vergebens auf entsprechende Vorschläge und Alternativen des Bürgerausschusses bzw. des Fördervereins in Steinheim.
So kann und muss dieses in der Stadt Memmingen höchst umstrittene und äußerst kontrovers diskutierte Projekt letztlich nur abschließend durch den Souverän – unsere Memminger Bevölkerung – entschieden werden“, betont Thomas Winter abschließend.

Eine Antwort zu “Klare Worte”

  1. Ich schließe mich dem Gesagten an. Da ist jeder Euro hinausgeschmissenes Geld, das man in dieses jahrzehntelang heruntergekommene Gebäude steckt. Es ist besser, diesen maroden Stadel abzureißen und an anderer Stelle einen ausreichenden Neubau mit ausreichend Parkplätzen zu bauen. So ist das Geld dann richig angelegt. Der Schandfleck „Zehentstadel“ gehört weg!!!

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