Vortrag über Erneuerbare Energien beim ÖDP-Kreisverband

27. Juni 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der Hauptvortrag des Nachmittags beim Sommerfest der Ökologisch-Demokratischen Partei, Kreisverband Memmingen-Unterallgäu, das bei Bad Wörishofen stattfand, war passend zum Veranstaltungsort, dem Energiehof Filser.

ÖDP-Kreisrat Julian Aicher aus Rotis bei Legau referierte über das Thema „100 bis 30“ anschaulich und unterhaltsam. Er kritisierte, dass die Bundesregierung beim Klimaschutz und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien blockiere.

Erst bis zum Jahr 2050 sollen 80 % des Stroms, den Deutschland verbraucht, aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Aicher konnte nachweisen, dass bereits bis zum Jahr 2030 ganze 100 % des benötigen Strom (daher der Titel „100 bis 30“) aus heimischen erneuerbaren Energiequellen zu schaffen sei.

Er rechnete vor, wie Versorgungssicherheit, Arbeitsplätze, ein günstiger Strompreis und ein verbesserter Klimaschutz zu erzielen sind und formulierte daraus große Chancen vor allem für den ländlichen Raum.

Aicher setzt ausschließlich auf lokale und regionale Konzepte, auf Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, der Landwirte und des Handwerks. Strom müsse dort erzeugt werden, wo er verbraucht werde.

Julian Aicher Referent über Erneuerbare Energien ÖDP Memmingen-Unterallgäu, Juni 2016

Anhand vieler Beispiele konnte Aicher belegen, dass Energiesouveränität funktioniere und zudem Wertschöpfung in der Region halte. Derlei Konzepte seien weit widerstandsfähiger, als „große Lösungen“.

Auch für die viel besprochene Speicherproblematik wusste der Referent Lösungen anzubieten. Besonders beim Thema Energie, ob Strom, Wärme oder Mobilität, gelte in ganz besonderer Weise „global denken, lokal handeln bzw. umsetzen“.

Mehr Mitsprache der Versicherten in der AOK Bayern

Neben den Erneuerbaren Energien stand ein zweites bedeutsames Thema zur Vorstellung an. Xaver Hagenbusch aus dem Unterallgäu stellte die Initiative „Echte Interessenvertretung und mehr Mitsprache der Versicherten in der AOK Bayern“ vor.

Im Rahmen der Sozialwahlen, die im Mai 2017 stattfinden, wird auch die Wahl des Verwaltungsrates der AOK Bayern durchgeführt. Es soll der Versuch unternommen werden, sogenannte „Freie Listen“ zu gründen und damit zur Wahl anzutreten.

Diese Vorschlagslisten müssen mit 2000 Unterstützungsunterschriften bis zum 17. November 2016 eingereicht werden. Da die Zeit drängt, sucht die Initiative engagierte Kandidaten und Mitstreiter.

Weitere Informationen hierzu können auf www.selbsthilfeteam.de eingesehen und Kontakt zu den Initiatoren geknüpft werden.

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