Ein extrem gutes Konzert von In Extremo im Memminger Kaminwerk

29. Juni 2016 von Christine Hassler - 2 Comments

Manchmal ist es gut, völlig unvorbereitet zu einem Konzert zu gehen. Von der Programmankündigung, die wir selbst veröffentlicht haben, blieb mir lediglich der Name im Gedächtnis und die Tatsache, dass das Konzert kaum angekündigt bereits ausverkauft war.
Aufgrund des Namens stellte ich mir also extremen Metal vor – doch wurde ich überrascht von melodischen Klängen, die unter die Haut oder ins Ohr gehen oder beides, unter anderem erzeugt von

Instrumenten wie zwei Dudelsäcken und einer Handharfe, neben Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang. Natürlich das alles vor einem Hintergrund von Metal-Sound, dennoch, nicht in erster Linie hart, sondern geprägt von melodischen Klangwelten.

In Extremo, Kaminwerk Memmingen, 27.06.2016

In Extremo, Kaminwerk Memmingen, 27.06.2016

Mittelalter-Metal nennt sich die Musik, die In Extremo auf die Bühne und bereits in 12 Alben gebracht haben, klärt mich ein sympathischer „Kollege“ vom Magazin ROCK IT! nach dem anfänglichen Fotoshooting auf.

Und das 12. Album Quid Pro Quo ist, was sie uns an diesem Abend vorstellen in einer prall gefüllten Kaminwerkhalle, von der sie an diesem Abend sicher mehrere gefüllt hätten.

Genau 20 Jahre bespielen die sieben Berliner nun die Bühnen sämtlicher Rock- und Metal-Festivals, sowie der mittelalterlichen Pilgerstätten kreuz und quer durch Europa. Die Bandmitglieder sind Das Letzte Einhorn (Michael Robert Rhein) – Gesang und Cyster, Van Lange (Sebastian Lange) – Gitarre, Gesang und Cyster, Die Lutter (Kay Lutter) – am Bass, Dr. Pymonte (André Strugala) – an Harfe und Pommer, Flex der Biegsame (Marco Zorzytzky) – am Dudelsack und Drehleier, Yellow Pfeiffer (Boris Pfeiffer) – am Dudelsack, er spielt aber auch Blasinstrumente und Nyckelharpa, und Specki T.D. (Florian Speckardt) – an den Drums.

WDR Rockpalast begleitete die Band das gesamte Jubiläumsjahr 2015 und drehte eine abendfüllende Doku, die Ende 2015 im TV ausgestrahlt wurde. Im September 2015 spielte In Extremo auf der Loreley und begeisterte an zwei aufeinanderfolgenden Abenden jeweils 12.500 Zuschauer im ausverkauften Rund.
Nur wenig später arbeiteten sie an dem Nachfolger für das 2013 erschienene Erfolgsalbum „KUNSTRAUB“ (#2 der deutschen Charts) und stellten die Weichen für 2016.

In Extremo, Kaminwerk Memmingen, 27.06.2016

In Extremo, Kaminwerk Memmingen, 27.06.2016

Platin-/Gold-Auszeichnungen, Platz Eins Positionen in den Charts, ausverkaufte Hallen und fulminante Festival Auftritte haben die Sieben nicht müde gemacht. Ganz im Gegenteil! Es juckte wieder in den Fingern – so entstand das neueste Album Quid Pro Quo.

Im Laufe des Abends stellte ich fest, dass ich, ohne es zu wissen, In Extremo doch bereits kannte: spätestens als sie 4 Titel von vorhergehenden Alben spielten, nämlich Feuertaufe, Frei zu sein (nach wie vor meine absoluten Favoriten von In Extremo!), Küss mich und Loreley.

Der Rest der Halle schien jedoch mit sehr vielen Songs vertraut zu sein, denn es wurde in einer sehr friedvollen und äußerst angenehmen Atmosphäre mitgesungen was das Zeug hält, schwenkende Arme wogten mit den Wellen, die Musik und Licht erzeugten und am Ende wünschte ich, sie hätten mehr als 3 Zugaben gegeben. So auch der Rest der Halle, der scheinbar noch nicht bereit war diese zu verlassen.

Im Anschluss gab es eine lange Schlange bei der Autogrammstunde und als ich wieder auf dem Parkplatz war, stellte ich fest, dass In Extremo-Fans nicht nur aus dem Allgäu, sondern von weither angereist waren, um ihr Konzert mitzuerleben.

Viel mehr Fotos vom Event auf unserer Facebookseite.

2 Antworten zu “Ein extrem gutes Konzert von In Extremo im Memminger Kaminwerk”

  1. Wieder ein schöner Beitrag mit wunderbaren Bildern von Ihnen, liebe Frau Hassler. Da bedauere ich wirklich sehr, nicht dabei gewesen zu sein. Was mich besonders interessieren würde: Hat „In Extremo“ nicht das sehr poiltische Lied „Lieb Vaterland, magst ruhig sein“ im Gepäck bzw. im Programm gehabt? Sonst ja dafür bekannt, relativ unpolitisch zu agieren, hat gerade diese neue Version der uralten „Wacht am Rhein“ aus Kaisers Zeiten für viel Furore gesorgt.

    Gruß aus Altusried

    • Hallo Herr Hacker, herzlichen Dank! – Zu Ihrer Frage: so weit ging meine Recherche nicht, jedoch kam das Konzert, bzw. ihre Musik nicht politisch rüber – Mittelalter-Metal eben, was auch immer das beinhaltet. – In meiner Berichterstattung versuche ich, in meiner Wertung neutral zu sein, Stimmungen jedoch sehr wohl einzufangen. Ob mir das immer gelingt sei dahin gestellt, schließlich sind auch Medien- oder Pressevertreter nur Menschen. 😉

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