FC Memmingen erwartet Unterhaching zum Schlager-Heimspiel mit Aufstiegshelden

28. Juli 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Im zweiten Regionalliga-Heimspiel der neuen Saison geht es für den FC Memmingen gleich gegen den zweiten Topgegner. Am morgigen Freitag (19.30 Uhr) kommt die SpVgg Unterhaching in die Arena an der Bodenseestraße – die Mannschaft, die von den konkurrierenden Teams als ein Meisterschaftskandidat gehandelt wird…

Memmingen (ass/ch). Am Wochenende ist Ferienstart. Ausspannen und Beine hochlegen gilt für den FC Memmingen jedoch nicht. Im Gegenteil: Der Bayerische Fußballverband (BFV) will die Bundesliga-freie Zeit bis Ende August nutzen, um den Amateurkick in den Fokus zu rücken.

So wurden auch in der Regionalliga Bayern einige zuschauerträchtige Derbys und Topbegegnungen gezielt an den Saisonbeginn gelegt. Einer der Schlager steigt am morgigen Freitagabend, wenn der FC Memmingen mit der SpVgg Unterhaching gleich den nächsten Meisterschaftskandidaten empfängt und hier ähnlich engagiert zu Werke gehen will, wie beim Auftaktsieg gegen Burghausen.

Beim Spiel gegen Buchbach
Beim Spiel gegen Buchbach

Das FCM-Personal

Großen Anteil am überraschenden 3:0 vor zwei Wochen hatte der neue Kapitän Dennis Hoffmann. Doch diesmal wird genau der fehlen, denn der 26-jährige sah zuletzt in Buchbach Gelb-Rot und ist daher für eine Begegnung gesperrt. Der Platzverweis war umstritten, die gelbe Karte, die Hoffmann zuvor in der ersten Halbzeit wegen Reklamierens kassiert hatte, dagegen völlig unnötig.

Branko Nikolic soll die entstandene Lücke neben Stefan Heger im zentralen Mittelfeld schließen, sofern es bei ihm geht. Nikolic hatte nämlich in Buchbach eine schmerzhafte Begegnung mit einer Werbebande.

Tim Buchmann will am Donnerstagabend nach einer Fersenprellung wieder ins Training einsteigen, Daniel Eisenmann trainiert nach seiner Erkrankung wieder.

Über Ausfälle lamentiert sich Trainer Stefan Anderl jedoch nicht: „Das wird die ganze Saison immer wieder passieren“. Er weiß: Nachrücker stehen parat.

Der aus Neugablonz dazugekommene Lucas Stumpe verpasste beruflich einen Teil, der zuletzt hinzugestoßene Kilian Kustermann wegen des späten Wechsels die ganze Vorbereitung. Da gibt es Nachholbedarf, insbesondere bei der einstudierten Taktik.

So standen bisher „nur“ zwei der insgesamt zehn externen Neuzugänge im Aufgebot. Stefan Schimmer, der aus Gundelfingen seinen Coach begleitete, strahlt durchaus Torgefahr aus. Marco Schad war bislang in der Jokerrolle zu finden.

Äußerst positiv überrascht hat der Sprung von Eigengewächs Fabian Lutz in die Stammabwehr. Das hat Signalwirkung für andere junge Spieler, die auf dem Sprung sind. Lukas Rietzler hat beispielsweise in der U21 auf sich aufmerksam gemacht.

Die gegnerische Mannschaft

Gegner Unterhaching wird von den Experten noch stärker eingeschätzt als Burghausen. Das kommt nicht von ungefähr, denn beim Ex-Drittligisten tummeln sich neben Talenten auch etliche Spieler, die wissen wie es im Profigeschäft zugeht und die auch wieder dorthin zurückwollen – sei es Sascha Bigalke oder Maximilian Nicu.

Den Hachingern gelangen gerade eben mit dem Aufstiegshelden des FC Augsburg Stephan Hain und Dominik Stahl vom TSV 1860 München auch die Toptransfers des Sommers. Blitztransfer Hain wird in Memmingen erstmals spielberechtigt sein.

Im Tor steht mit Stefan Marinovic der Keeper der neuseeländischen Nationalmannschaft. Er wurde jüngst zum Helden beim Gewinn des Ozeanien-Cups (vergleichbar mit der Europameisterschaft). Damit darf er mit Neuseeland 2017 zum Confed-Cup, an dem ein Jahr vor der WM auch Deutschland teilnehmen wird.

Den größten Promifaktor bei den Gästen hat aber SpVgg-Präsident und Ex-Nationalspieler Manni Schwabl, der nach einem Konsolidierungsjahr mit den Münchner Vorstädter mit aller Macht zurück in Liga drei will.

Einnahmen aus dem DFB-Pokal, die auch heuer wieder winken, haben die finanzielle Lage stabilisiert und Trainer Claus Schromm sorgt für die sportliche Grundlage. Unterhaching gehörte schon in der vergangenen Runde zu den spielstärksten Mannschaften. Der FCM will mit Forechecking dagegenhalten.

Nach dem Heimauftritt gegen den Spitzenreiter geht es am kommenden Dienstag beim FC Ingolstadt II weiter.

Die Situation

Während die Memminger beim „Angstgegner“ Buchbach im ersten Auswärtsspiel leer ausgingen (0:1), haben die die Hachinger den FCM am zweiten Spieltag an der Tabellenspitze abgelöst, denn die Münchner Vorstädter gewannen bisher gegen beide Aufsteiger. Dem Erfolg in Rosenheim folgte ein überzeugendes 5:1 vor 3.000 Zuschauern gegen den VfR Garching.

Dennoch wurden durch die eindrucksvolle Vorstellung des FC Memmingen zum Auftakt gegen Wacker Burghausen (3:0) die Voraussetzungen für einen weiteren Fußballschlager unter Flutlicht geschaffen. „Wir wollen Unterhaching wie Burghausen entgegentreten“, will Trainer Stefan Anderl wieder versuchen „die eigene Spielidee durchzubringen“, was in Buchbach zuletzt nur in der zweiten Halbzeit gelungen war.

Rund ums Spiel

Nachdem es mit dem Gegner bislang keine Probleme gab, findet keine strikte Fantrennung statt. Die üblichen Besucherkontrollen finden aber dennoch statt.

Karten

Der Vorverkauf im MZ-Servicecenter in der Donaustraße und der Esso-Station direkt am Stadion läuft bis Freitagmittag. An der Abendkasse (Eingang Bodenseestraße) werden ab 18.30 Uhr auch noch ausreichend Tribünen-Sitzplätze erhältlich sein.

Die voraussichtliche Aufstellung des FC Memmingen

Tor: Martin Gruber (1) – Abwehr Daniel Zweckbronner (20), David Anzenhofer (6), Sebastian Schmeiser (5), Fabian Lutz (24) – Mittelfeld: Stefan Schimmer (13), Branko Nikolic (16), Stefan Heger (8), Daniel Eisenmann (28) – Angriff: Fabian Krogler (9), Muriz Salemovic (10).

Auswechselspieler: Raffael Friedrich (7), Adrian Zuka (11), Lukas Rietzler (15), Marco Schad (17), Jamey Hayse (27), Fabio Zeche (22/Tor).
Verletzt: Tim Buchmann, Eddy Weiler. – Gesperrt: Dennis Hoffmann

Schiedsrichter: Johannes Hartmeier (Dettelbach/Unterfranken).

Personal News – Noch ein Neuzugang für den FC Memmingen

Mit Kilian Kustermann (19 J.) von der SpVgg Greuther Fürth hat der Fußball-Regionalligist FC Memmingen noch einen weiteren Spieler verpflichtet.
Der zehnte Neuzugang ist Schwabe, stammt aus Neuburg/Kammel und wechselte 2012 von der TSG Thannhausen nach Fürth. Hier spielte in der Junioren-Bundesliga und kam auch schon in der Regionalliga zum Einsatz.

Kustermann wurde auch dreimal in die deutsche U16-Auswahl berufen. „Er ist auch ein junger Offensivspieler, der in unser Konzept passt“, sagt der sportliche Leiter Bernd Kunze über den neuen Mann mit dem schon im Frühjahr schon einmal Kontakt bestand. Jetzt konnte Kustermann seinen Vertrag bei den Franken auflösen und ins Allgäu wechseln.
Beim Spiel gegen den SpVgg Unterhaching wird er jedoch noch nicht dabei sein.

Fotocredit: FC Memmingen/Olaf Schulze

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