Sandro Cortese holt Platz elf und Jonas Folger endet im Abseits beim Motorrad Grand Prix von Österreich

16. August 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Im ersten Rennen nach der Sommerpause am vergangenen Sonntag auf dem Red Bull Ring in Österreich sicherte sich Sandro Cortese den elften Platz und fünf WM-Punkte. Dynavolt Intact GP-Teamkollege Jonas Folger machte nach drei Runden einen Ausflug in den Kies und fuhr das Rennen dennoch eisern zu Ende – auf einer undankbaren 26. Position.

Beide Fahrer des Intact GP Moto2-Rennstalls hatten beim Start in den Großen Preis von Österreich aus den Reihen vier und fünf keine idealen Ausgangspositionen. Vor ausverkauftem Haus verlor Sandro Cortese in den ersten Runden ein paar Plätze und befand sich nach drei Runden nur auf der 19. Position. Mit viel Einsatz kämpfte sich der 26-Jährige über 25 Runden nach vorn.

Sandro Cortese (11)
Sandro Cortese (11)

Sandro Corstese beim Grand Prix in Österreich, 14.08.2016

Als er seinen Rhythmus gefunden hatte, gelang es ihm mit konstanten Rundenzeiten die Führung seiner Gruppe und damit den elften Platz zu übernehmen. Diesen brachte er über die Distanz von 25 Runden souverän ins Ziel.

Auch Jonas Folger, der gewöhnlich mit einem Raketen-Start einiges gutmachen kann, hing im dichten Fahrerfeld fest. Nachdem er das Rennen von Platz zehn in Angriff nahm, fiel er auf die 13. Position zurück.

Beim Versuch, in der vierten Runde an Simone Corsi vorbeizuziehen, musste er ein Risiko eingehen. Der Italiener bremste spät in Kurve vier und um auszuweichen, blieb Jonas nichts Anderes übrig, als sich aufzurichten und geradeaus ins Kiesbett zu fahren. Um das Tempo zu verringern legte er seine Kalex um, richtete sie dann unverzüglich wieder auf und machte sich zurück auf die Strecke, wo er das Rennen an 26. Stelle zu Ende fuhr – mit Rundenzeiten, die einem Kampf weit vorne gewachsen wesen wären.

Jonas Folger (94)
Jonas Folger (94)

Sandro Corstese beim Grand Prix in Österreich, 14.08.2016

Gern hätte sich der seit gestern 23-Jährige ein verspätetes Geburtstagsgeschenk bereitet, der Ärger über sich selbst war ihm daher umso mehr ins Gesicht geschrieben.

Bereits kommende Woche haben beide Dynavolt Intact GP-Fahrer die Gelegenheit, im Großen Preis von Tschechien erneut anzugreifen. Am Montag verweilt die Moto2-Truppe für einen weiteren Test-Tag auf dem traumhaft gelegenen Red Bull Ring, bevor der WM-Kampf in Brünn vom 19. bis 21. August weitergeführt wird.

Ergebnisse – Rennen Grand Prix von Österreich

  1. Johann ZARCO / FRA / KALEX
  2. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX
  3. Alex RINS / SPA / KALEX
  4. Sandro CORTESE / GER / KALEX
  5. Jonas FOLGER / GER / KALEX

WUP

  1. Johann ZARCO / FRA / KALEX – 1’29.540
  2. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX – 1’29.592 / + 0.052
  3. Alex RINS / SPA / KALEX – 1’29.730 / + 0.190
  4. Jonas FOLGER / GER / KALEX – 1’30.091 / +0.551
  5. Sandro CORTESE / GER / KALEX – 1’30.370 / +0.830

Jonas Folger

„Ich war in der ersten Kurve außen und habe ein paar Plätze verloren. Die erste Runde war ziemlich schlecht. Simone Corsi ist an mir vorbei und ich habe versucht, mich in der Kurve wieder vorbeizubremsen. Er war spät auf der Bremse und ich war gezwungen, aufzumachen, weil ich ihm sonst reingefahren wäre. Ich konnte das Bike nicht stoppen und bin aufgelaufen. Dadurch musste ich aufstehen und ins Kies ausweichen. Weil ich noch etwas schnell dran war, konnte ich nur noch das Motorrad umlegen.

Daraufhin bin ich zwar weitergefahren und habe das Rennen beendet, aber es war ein Tag zum Vergessen. Das Motorrad lief tadellos, die Schuld lag bei mir. Das Resultat von gestern war schon mies, der zehnte Platz reichte einfach nicht aus. Wenn wir in der ersten oder zweiten Startreihe stehen, müssen wir nicht mitten im Chaos fahren, dann passiert so etwas auch nicht mehr.“

Sandro Cortese

„Ich habe in der ersten Runde alles riskiert, um vorne mitzuhalten. Leider ist das in die Hose gegangen. Ich wollte ganz außen fahren und dann hineinstechen, allerdings konnte ich nicht einlenken, weil vielleicht zehn andere Fahrer rechts neben mir waren. Deshalb bin ich auf Platz 18 aus der ersten Runde gekommen. Aufgrund der vielen Geraden hier, ist es sehr schwierig, wieder etwas gutzumachen. Aber ich habe mich nach vorne gekämpft, hab keine Fehler gemacht und bin stets meine Zeiten gefahren.

Wir müssen jetzt schauen, dass wir stabil werden. Wir haben heute einen Step in diese Richtung gemacht. Ich habe viel Kampfgeist gezeigt und ich wusste, dass ich tiefe 1:30er-Zeiten fahren kann. Das habe ich im Rennen bestätigt. Wir müssen genauso weiterarbeiten. Schade um den Abstand, den ich am Anfang verloren habe. In der Gruppe von Takaaki Nakagami, Alex Marquez und Lorenzo Baldassarri hätte ich gut mithalten können. Aber wir haben es ins Ziel gebracht und sind nicht gestürzt über das gesamte Wochenende. Morgen ist noch ein Testtag und dann schauen wir nach Brünn nächste Woche.“

Jürgen Lingg (Team Manager)

„Schade, dass Sandro beim Start im ersten Eck nicht durchgekommen ist. Nach ein paar Runden ist er dann gute Rundenzeiten gefahren und hat das rausgeholt was möglich war. Jonas war in der ersten Runde auch etwas eingeklemmt. Er hat natürlich versucht, so schnell wie möglich nach vorn zu kommen, hatte dann aber Corsi vor sich, der für sein spätes Einbremsen bekannt ist. Somit musste er viel riskieren, um so schnell wie möglich an ihm vorbeizukommen. Das ging leider schief. Ihm ist das Heck ausgebrochen und er musste die Bremse aufmachen. Anhand von den Zeiten, die er daraufhin gefahren ist, hat man gesehen, dass er weit vorn hätte mitfahren können. Aber wir müssen das abhaken. Morgen trainieren und testen wir noch einen Tag hier in Spielberg und nächste Woche in Brünn greifen wir wieder an.“

Fotoquelle: © IntactGP

Mehr über IntactGP, das Team, das Juniorteam, die Rennen und den Fanshop auf www.intactgp.de.

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