Ehrenamtliche Mittler zwischen Patient und Klinikpersonal

19. August 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Ehrenamtliche Patientenfürsprecherinnen bieten am Klinikum Memmingen unbürokratische Hilfe an. Die beiden unabhängig arbeitenden Patientenfürsprecherinnen Margot Trojanzick- Schwerdtfeger und Edeltraud Sulik verstehen sich als Mittler zwischen Patient und Klinikpersonal. Seit einem halben Jahr nun bieten sie am Klinikum Memmingen ehrenamtlich ihre unbürokratische, vermittelnde Hilfe an.

Die beiden Ehrenamtlichen stellten nun ihre bisherige Arbeit der Klinikleitung vor und zogen gemeinsam ein erstes Fazit.

„Wir gehen gezielt von Bett zu Bett und fragen nach, ob alles in Ordnung ist“, berichten die Fürsprecherinnen bei ihrem Austausch mit der Klinikleitung. „Die Patienten freuen sich über diese Aufmerksamkeit und sind auch meist sehr zufrieden.“

Dennoch gebe es hier und da Verbesserungsvorschläge: „Das Essen beispielsweise wird von den Patienten im Allgemeinen sehr gelobt, wer jedoch als Letzter sein Essen bekommt, riskiert, dass es kalt ist“, berichten die Fürsprecherinnen aus ihren Patientengesprächen.

Ehrenamtliche Mittler am Klinikum Memmingen, 19.08.2016

Die Klinikleitung hat auf diese Problematik bereits reagiert: „Wir bauen sogenannte Andock- Stationen, an die die Essenswägen angedockt werden können. Diese Stationen können sowohl heizen als auch kühlen“, informiert Klinikverwaltungsleiter Wolfram Firnhaber.

Die Patientenbetten seien laut der beiden Mittler von Einzelnen als „unbequem“ bezeichnet worden. Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora nimmt zu der Aussage Stellung: „Bereits Ende des Jahres werden für über eine Million Euro neue Betten geliefert.“

Neben ihrer gezielten Abfrage am Patientenbett bieten die Fürsprecherinnen ein Beschwerdetelefon sowie eine wöchentliche Sprechstunde an: „Allerdings gab es im letzten halben Jahr lediglich vier Beschwerden“, erzählen Edeltraud Sulik und Margot Trojanzick-Schwerdtfeger.

„Ein Patient beklagte sich bei uns, weil er acht Stunden auf seine Entlassung warten musste.“ In einem solchen Fall sei die Kommunikation zwischen Patient und Personal entscheidend, sind sich Klinikleitung und Fürsprecherinnen einig.

„Wenn ich einem Wartenden den Grund für die Verzögerung seiner Untersuchung oder Entlassung erkläre, beispielsweise, weil ein dringender Notfall dazwischengekommen ist, dann haben die meisten dafür Verständnis“, wissen die gelernten Arzthelferinnen Sulik und Trojanzick-Schwerdtfeger.

Ihre Anliegen vorbringen könnten auch die Klinikmitarbeiter, wie die beiden Fürsprecherinnen einstimmig betonen: „Wir bieten auch den Ärzten und Pflegekräften unsere Hilfe an.“ Beispielsweise, wenn sie Probleme mit einem besonders schwierigen Patienten haben sollten.

„In diesem Fall können wir als neutrale Personen vermitteln“, erzählen Sulik und Trojanzick-Schwerdtfeger, die sich auf eine Zeitungsanzeige hin als Patientenfürsprecherinnen am Klinikum Memmingen beworben haben. „Wir wollten etwas Sinnvolles tun und mit Menschen in Kontakt bleiben.“

Ihr Kontakt zu den Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Memmingen Margot Trojanzick-Schwerdtfeger und Edeltraud Sulik:

Persönlicher Kontakt:

Sprechzeiten, dienstags von 15 – 16:30 Uhr, im Erdgeschoss neben dem Ultraschall der Medizinischen Klinik I

Telefonisch:

  • Telefonnummer extern: 08331/70-2895
  • Telefonnummer intern: 2895
  • Der Anrufbeantworter ist 24 Stunden freigeschaltet und wird täglich abgehört

Postalisch:

Briefkasten im Erdgeschoss, neben dem Ultraschall der Medizinischen Klinik I.

Foto:

(V. li.) Margot Trojanzick-Schwerdtfeger und Edeltraud Sulik im Gespräch mit Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora.

Fotoquelle: Eva Maria Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kostenlosen Newsletter abonnieren!

Verpassen Sie keine neuen Termine, Stellenangebote und Kleinanzeigen mehr. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter-Service noch heute!

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Bitte beachten Sie die Datenschutzbestimmungen. Sie können den Newsletter in der Newsletter E-Mail abbestellen.