Ein warmes Konzert an einem heißen Tag in kühlen Mauern

29. August 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Das Konzert von Trio Kleznova mit Günter Schwanghart (Klarinette), Enes Ludwig (Gitarre), Alwin Zwibel (Kontrabass) am vergangenen Sonntag sollte bei gutem Wetter im Klosterinnenhof der Kartause in Buxheim stattfinden, doch wurde es wegen der noch immer heißen Temperaturen kurzfristig in einen kühlen Saal in der Kartause verlegt.

Mit einer Mischung aus Weltmusik, Klezmer und Jazz begannen die drei eingespielten Musiker ihr Konzert, das geprägt war von

menschlicher Wärme, Weltoffenheit, teilweise nachdenklich stimmenden Stücken, doch meist Freude ausstrahlender Musik, mit den zwei musikalischen Gebeten Zemer Atik (= Alte Musik), und Happy Nigum (= glückliches Gebet).

Trio Kleznova, Buxheim, 28.08.2016

Über A night in the garden of eden präsentierten sie uns Stücke von Komponisten wie Dave Tarras, einem der berühmtesten Klezmer Musiker des 20. Jahrhunderts, und Django Reinhardt (Nuage und Miner Blues), der als Gitarrist, Komponist und Bandleader als Vorreiter des europäischen Jazz gilt.

Das Gitarrenspiel Django Reinhardts zu interpretieren ist übrigens alles andere als einfach, denn der Ausnahmemusiker hatte eine Behinderung an seiner Greifhand. Dadurch erschuf er eine Technik, die aus der Not eine Tugend machte und geradezu unverkennbare Klangfolgen in sein virtuoses Gitarrenspiel zauberte: Seine charakteristischen Downstroke-Sweepings, bei der Töne auf benachbarten Saiten mit einer schnellen Bewegung angeschlagen werden.

Trio Kleznova, Buxheim, 28.08.2016

Enes Ludwig vom Trio Kleznova gelingt die Interpretation dieser Technik ganz hervorragend, der im Laufe des Konzertes auf verschiedenartige Gitarren zurückgreift und auch höchst anspruchsvolle Passagen meisterhaft präsentiert.

Günther Schwanghart hingegen läuft mit seinem Klarinettenspiel zu Höchstformen auf unter anderem bei seinen Interpretationen des deutschen Klarinettisten und Komponisten Helmut Eisel (Waldemars Nigum, Trolls Freilach, u. weitere), oder einer Eigenkomposition (Lied der Quelle), die auf einer Reise bei einem Zusammentreffen mit einem arabischen Musiker entstand und Jazzsequenzen, als auch Blues-Sequenzen beinhaltet.

Alwin Zwibel auf seinem Kontrabass wirkt neben den beiden Virtuosen wie die der Fels in der Brandung, durch sein sehr solides, gravitätisches und erdendes Spiel, das die Basis in Grundtonfolgen und Rhythmen vorgibt, auf die die beiden Virtuosen immer wieder zurückkehren können.

Trio Kleznova, Buxheim, 28.08.2016

Zusammen sind sie das Trio Kleznova und vermögen es immer wieder, ihre Zuhörer zu bezaubern und sie in andere Welten zu entführen. Dafür ernteten die drei Musiker auch bei diesem Konzert großen und enthusiastischen Beifall der zahlreichen Zuhörer an diesem Sonntagnachmittag in den kühlen Mauern der Kartause Buxheim.

Weitere Infos zum Kulturprogramm in der Kartause Buxheim finden Sie auf www.kartause-buxheim.de.

Mehr Infos über Günter Schwanghart und Termine mit dem Trio Kleznova finden Sie auf www.schwanghart.de.

Ein paar mehr Bilder vom Konzert auf unserer Facebookseite.

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