Ein erfolgreicher Ausbildungstag im Memminger Süden

23. September 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der Ausbildungstag im Memminger Süden am vergangenen Samstag stieß auf erfreulich großes Interesse bei Schüler/innen, die in Gruppen oder in Begleitung von Freunden oder Eltern die Firmen AROS Hydraulik GmbH, CHRIST Wash Systems, GLAS TRÖSCH und MAGNET SCHULTZ besichtigten, und sich bei den Ausbildungsleitern über angebotene Ausbildungsberufe informieren konnten.

Am gleichen Tag wurden auch die Tore der Alois Müller GmbH am Standort Ungerhausen und der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in Kirchdorf für angehende Auszubildende geöffnet.

Auch für mich war der Einblick in die sehr unterschiedlichen Firmen sehr interessant, wie auch die Gespräche mit den Ausbildungsleitern. Nachdem letztere oft mit Schülern oder Eltern im Gespräch waren, wurde ich teilweise von deren Stellvertreter geführt und aufgeklärt, was besonders spannend war, denn die waren meist selbst bis vor Kurzem noch AZUBIs, doch durch Begabung, Fleiß und Freude an der Sache bereits erstaunlich kompetent.

Sehr beindruckt war ich zudem von den vielen tollen und sehr ideenreichen Werkstücken, die bereits im ersten Jahr bei den gewerblich/technischen Ausbildungsberufen entstanden, vor allem aber von denen, die am Ende der Ausbildung, zum Teil auch in Gruppenarbeit, geplant und durchgeführt wurden.

AROS Hydraulik GmbH

Ausbildungstag im Memminger Süden, 17.09.2016

AROS Hydraulik zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Herstellern von Hydraulikkomponenten in Deutschland.

Mit rund 230 Mitarbeitern am Hauptsitz in Memmingen und bei der Tochterfirma, der AROS Systemhydraulik GmbH in Ottobeuren, fertigt AROS Zylinder und Aggregate für verschiedenste Anwendungen in der Mobil‐ und Industriehydraulik.

Hier war es der Stellvertreter des Ausbildungsleiters, der mich herumführte und mir auf meinen Wunsch hin, zuerst eine frühere Projektarbeit vorstellte: Ein Gokart, mit dem sie 2012 das Rennen der AZUBI-Runningbox auf dem AMC-Gelände gewonnen haben.

Die neue Projektarbeit ist praxisbezogener, klärt er mich auf und zeigt mir den AZUBI-Hydraulikzylinder, der bereits aus den regelrechten Bestandteilen eines Hydraulikzylinders besteht und zum Ende des 1. Lehrjahres gefertigt wurde. Kompetent klärt er mich über die Funktionsweise auf und zeigt mir ein weiteres Werkstück:

Eine Lokomotive, die ebenfalls im 1. Lehrjahr entstanden ist. Die wichtigsten Arbeitsvorgänge eines Zerspanungsmechanikers wie Feilen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Drehen und Fräsen wurden daran gelernt, die AZUBIS des Technischen Produktdesign erstellten die technischen Zeichnungen dazu, und auch für den Industriemechaniker, der einmal in der Lage sein wird, Geräteteile, Maschinenbauteile und ‑gruppen herzustellen ist es eine erste Herausforderung.

Folgende Ausbildungsberufe kann AROS für den Ausbildungsbeginn im September 2017 anbieten:

Im gewerblich/technischen Bereich:

  • Industriemechaniker/in
  • Zerspanungsmechaniker/in
  • Technische/r Produktdesigner/in

Im kaufmännischen Bereich:

  • Industriekaufmann/-frau

Weitere Infos über AROS Hydraulik finden Sie auf www.aros-hydraulik.de.

CHRIST Wash Systems

Ausbildungstag im Memminger Süden, 17.09.2016

Die Ausbildung bei der Firma Christ bietet eine vielseitige und abwechslungsreiche Ausbildungszeit. Übergreifend über alle Tochtergesellschaften ist für diesen Bereich die 2015 gegründete Christ Akademie Aus- und Weiterbildungs-GmbH zuständig.

Dies ermöglicht es dem Auszubildenden, möglichst viele Abteilungen und Bereiche des Unternehmens kennen zu lernen und macht ihn auch nach der Ausbildung vielseitig einsetzbar, erklärt mir die Verantwortliche für Personalentwicklung/Aus- und Weiterbildung der Firma Christ.

Denn die „Firma Christ“ ist eine Firmengruppe, bestehend aus Otto Christ AG, Christ Electronic Systems, Christ Packing Systems (Ottobeuren) Auto Jet und SVG Superwash.

Die Otto Christ AG ist Hersteller von Autowaschanlagen, bei Christ Electronic Systems werden beispielsweise die Touch Panel PCs, Software, sowie Spezialelektronik für Autowaschanlagen hergestellt. Software? Wie ich bei meinem Besuch erfahre, entwickelt Christ in ihrer IT-Abteilung auch Software für ihren Eigenbedarf, wie das ERP-System oder Lagersysteme, die so auf ihre Bedürfnisse maßgeschneidert werden.

Die Christ Packing Systems (Ottobeuren) stellt Verpackungsmaschinen vom Kartonierer bis zum Palettierer her und bedient weltweit Kunden aus der pharmazeutischen, kosmetischen, Food- und Non-Food-Industrie.

Die Christ Tochterfirma Auto-Jet hingegen betreibt im gesamten Bundesgebiet Waschstraßen, Portalwaschanlagen und SB-Waschplätze und die SVG Superwash Waschanlagen GmbH ist spezialisiert auf Nutzfahrzeug-, Straßenbahn- und Zugwaschanlagen.

In all diese Bereiche können Auszubildende während ihrer Ausbildung hineinschnuppern und das Ausbildungsangebot ist daher vielfältig:

  • Industriekaufleute (m/w)
  • Fachinformatiker (m/w) Systemintegration / Anwendungsentwicklung
  • Zerspanungsmechaniker (m/w)
  • Technischer Produktdesigner (m/w)
  • Maschinen- und Anlagenführer (m/w)
  • Industrieelektriker (m/w)
  • Fachkraft für Lagerlogistik (m/w)
  • Mechatroniker (m/w)

Dennoch geht es bei Christ familiär zu, erklärt mir die Personalentwicklungsbeauftragte und erklärt mir ein wenig die ausgestellten Werkstücke, die meine Aufmerksamkeit erregen: 2011 war eine gemeinsame Projektarbeit der AZUBIs ein „Airhockey“, ein Tischhockey, auf der die Hockeyschläger und der Puck auf einer „Pressluftmatte“ schweben und bewegt werden. 2008/2009 stellten zwei Mechatroniker des Abschlussjahrganges hingegen eine „Mini-Waschstraße“ her, das Modellauto dazu passenderweise ein „Mini“.

Dann sehe ich mir noch das „Cockpit“ an, in dem Funktionsmechanismen des Elektronikbereiches simuliert werden und an das Cockpit eines Simulationsflugzeuges erinnert.

Weitere Infos über die Firma Christ erhalten Sie auf www.christ-karriere.de.

GLAS TRÖSCH

Ausbildungstag im Memminger Süden, 17.09.2016

hat seinen Hauptsitz in der Schweiz, erklärt mir der Geschäftsführer der Niederlassung Memmingen bei meinem Besuch. Glas Trösch ist das größte glasherstellende und glasverarbeitende Familienunternehmen in der bereits vierten Generation in Europa.

In Memmingen arbeiten 200 Mitarbeiter, darunter 15 AZUBIs, jedes Jahr fangen 5-6 AZUBIs neu bei Glas Trösch an. Die spannenden Berufe, die man bei Glas Trösch im handwerklichen Bereich lernen kann sind Flachglasmechaniker/in und Verfahrensmechaniker/in Glastechnik.

Im ersten Lehrjahr lernt man in den gewerblich/technischen Berufen bei Glas Trösch vor allem Glasbearbeitung: Schneiden, schleifen, bohren, fräsen, kleben und härten. Und dass das gar nicht so einfach ist, erfahre ich bei einer sehr engagierten Mitarbeiterin, die aus eigener Initiative eine ausführliche Anlagendokumentation für eine Glasbearbeitungsmaschine angefertigt hat. Mit Hilfe der von ihr erstellten Unterlagen sollen wichtige Prozesse wie Anlagenbedienung, Werkzeugwechsel und Rüstvorgänge oder Wartung und Instandhaltung erleichtert werden.

Natürlich machen wir noch gemeinsam zwei Bruchtests, wobei der klassische Hammertest bemerkenswert war, doch sehr beeindruckt war ich vor allem, als ich zwei „g´standene“ Männer auf einer etwa 3 Meter langen Glasscheibe herumhüpfen sehe, ohne dass die Glasscheibe auch nur einen Riss abbekam.

Ausbildungen

  • Industriekauffrau/-mann
  • Kauffrau/-Mann im Groß- und Außenhandel
  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Berufskraftfahrer/in
  • Flachglasmechaniker/in
  • Verfahrensmechaniker/in Glastechnik

Weitere Infos über Glas Trösch finden Sie auf www.glastroesch.de/karriere.

MAGNET SCHULTZ

Ausbildungstag im Memminger Süden, 17.09.2016

Als ich dann zu meiner letzten Station, der Firma Magnet Schultz ankomme, brummt dort der Bär. Trotz der hohen Anzahl an Besuchern führt mich die tiefenentspannte, dennoch hochfokussierte Leiterin für Aus- und Weiterbildung durch das große Werk und verabschiedet sich dann rechtzeitig für die Ankunft dreier Schulklassen. Denn Magnet Schultz ist sehr aktiv in Schulkooperationen und bietet Schnupperpraktika für Schülerinnen und Schüler der 7. – 10. Klassen an, arbeitet mit der IHK zusammen und kultiviert Schulpartnerschaften.

In der Lehrwerkstatt 1 wird den angehenden Zerspanungsmechaniker/innen die manuell gesteuerten Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren und Schleifen als Grundkenntnisse gelehrt, denn dieses Berufsbild beinhaltet noch sehr viel mehr.

Magnet Schultz pflegt die Synthese von handwerklichem Können mit modernster Fertigung, Automatisierung und Computer-organisation einschließlich CAD.

Das Betriebsklima ist durch aktive Unternehmenskultur schon lange überdurchschnittlich, das beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass über 30 % der Mitarbeiter seit mehr als 25 Jahren zu ihrem Erfolg beitragen, klärt mich die Leiterin für Aus- und Weiterbildung auf, als ich sie darauf anspreche. Denn ich merke es bei den Begegnungen im Treppenhaus oder den Lehrwerkstätten, bei denen immer ein paar scherzende Worte ausgetauscht werden und ich die Atmosphäre als eine sehr offene und freundliche empfinde.

Zusammen mit den Berufsschulen hat Magnet Schultz seit 1950 mehr als 1600 jungen Menschen eine Berufsausbildung gegeben und bildet ebenso gerne auch Frauen in den gewerblich-technischen Berufsbildern aus. Heute haben sie ca. 160 Auszubildende in folgenden Berufsbildern:

Gewerbliche Ausbildungsberufe

  • Elektroniker/innen – Automatisierungstechnik
  • Industriemechaniker/innen
  • Mechatroniker/innen
  • Mechatroniker/innen mit anschließendem Studium zum Bachelor Mechatronik
  • Werkzeugmechaniker/innen
  • Zerspanungsmechaniker/innen

Technische Ausbildungsberufe

  • Technische Produktdesigner/innen

Kaufmännische Ausbildungsberufe

  • Fachinformatiker/innen für Systemintegration
  • Fachkräfte für Lagerlogistik
  • Industriekaufleute

In der Lehrwerkstatt 2 werden CNC-gesteuerte Maschinen gefertigt. Als sich die freundliche Leiterin für Aus- und Weiterbildung hier verabschiedet, zeigt mir der Ausbilder für Mechatronik mehrere Projektarbeiten: Ein Glockenspiel, das durch Tasten manuell bedient werden kann, oder mit dem Touch-Panel gesteuert werden kann und dadurch Melodien spielen kann!

Doch das sollte nicht das einzige beeindruckende Zeugnis von Projektarbeiten während der Ausbildung zum Mechatroniker sein: Gleich nebenan stand ein Gerät, in dem man eine Visitenkarte einschiebt, was einen Mechanismus auslöst, der am Ende eine mit dem Namen Magnet Schultz bedruckte Bon-Bon-Dose ausspuckt.

Doch dann zeigte mir der Ausbildungsleiter Mechatronik ein noch faszinierenderes Ergebnis einer Gemeinschafts-Abschlussarbeit von 8 Mechatronikern: eine komplette Fertigungsstraße in Miniatur, mit Befüllanlage, Transportstraßen, und Verpackung der vorher kennengelernten Bon-Bon-Dosen mit jeweils separaten Steuersystemen.

Weitere Infos über Magnet Schultz erhalten Sie auf www.magnet-schultz.com unter „Jobs, Ausbildung & Karriere“, hier der Direktlink dazu.

Nach Ungerhausen zur Alois Müller GmbH und nach Kirchdorf zur Liebherr-Hydraulikbagger GmbH haben wir es leider am gleichen Tag nicht geschafft, daher verweisen wir hier nochmals auf die Ausbildungs-Flyer und die jeweiligen Webseiten mit Direktlinks zur Ausbildungsseite des jeweiligen Unternehmens:

Alois Müller GmbH Memmingen

Ausbildungstag in Memmingen, 17.09.2016

www.alois-mueller.com.

Liebherr-Hydraulikbagger GmbH mit Sitz in Kirchdorf

Ausbildungstag in Memmingen, 17.09.2016

www.liebherr.com/de.

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