Wenig Glück beim Gran Premio in Aragón

26. September 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Plätze zehn und dreizehn im Aragon-Krimi: Jonas Folger beendete den Grand Prix von Aragon nach einem schwierigeren Rennen als gedacht auf dem 10. Platz. An 13. Stelle überquerte Sandro Cortese die Ziellinie und machte in der WM einen Platz gut. Die Erwartungen vom vorletzten Europarennen 2016 waren bei beiden Dynavolt Intact GP-Piloten höher gesteckt.

Jonas Folger, der im MotorLand Aragon von Freitag an zu den Top-4-Protagonisten gehörte und das Warm-Up am Sonntagmorgen ebenfalls als Vierter beendete,

hatte berechtigte Hoffnungen auf ein erfolgreiches Finale des Wochenendes.

Am Samstag sicherte sich der 23-Jährige die vierte Startposition, was gleichzeitig seit Jerez (P2) sein bestes Qualifying-Ergebnis im Trockenen war. Im 21-Runden-Rennen bei etwas kühleren Temperaturen als am Samstag tat er sich schwer, die Pace seiner Gegner mitzugehen.

IntactGP-Gran Premio de Aragón, 25.09.2016

Mit abbauenden Reifen sah er sich zunehmend durch Grip-Probleme konfrontiert. Er rutschte bis auf Platz neun zurück. Für eine Weile hielt er daraufhin den amtierenden Weltmeister Johann Zarco hinter sich in Schach, bis auch dieser nach einem kurzen spannenden Duell vorbeizog. Die verbleibende Rennhälfte gab der Intact GP-Pilot alles, um wenigstens den zehnten Platz ins Ziel zu bringen.

In der Weltmeisterschaftswertung büßte Jonas dadurch zwei Positionen ein. Als WM-Siebter tritt er nun die Reise nach Japan an. Vier Rennen vor Schluss vergrößerte sich der Abstand zur Top-3 auf 29 Zähler, zu Hafizh Syahrin dahinter entstand ein Puffer von ganzen 30 Punkten.

IntactGP-Gran Premio de Aragón, 25.09.2016

Sandro Cortese, der im Warm-Up einen vielversprechenden siebten Platz erzielte, machte auch zum Start ins 14. Saisonrennen eine hervorragende Figur. Er holte drei Positionen auf und kam als Elfter aus der ersten Runde. Gleich darauf allerdings wurde seine Aufholjagd ausgebremst.

Im Zweikampf kam es zur Berührung mit einem seiner Rivalen, woraufhin der 26-Jährige zurückfiel und den Anschluss zur Gruppe verlor, in der auch sein Teamkollege fuhr. An zwölfter Position schloss er in wenigen Runden eine Zweieinhalb-Sekunden-Lücke zu Mattia Pasini vor ihm, fand dann aber keinen Weg an dem Italiener vorbei.

IntactGP-Gran Premio de Aragón, 25.09.2016

IntactGP-Gran Premio de Aragón, 25.09.2016

Xavier Simeon hatte mittlerweile zu dem Duo aufgeholt und nutzte die Gelegenheit, kurz vor Ziel noch beide aus dem Windschatten zu überholen.

Der dreizehnte Platz brachte immerhin drei Punkte und Sandro die Verbesserung auf den 18. WM-Rang. Zehn Punkte zur Top-15 gilt es in den verbleibenden vier Rennen aufzuholen.

Am Montag verweilt das Dynavolt Intact GP Team noch einen Tag im MotorLand Aragon für einen Testtag, bevor die Reise vom 14.-16.10. nach Japan auf den Twin Ring Motegi geht.

Danach gastiert der MotoGP-Zirkus in Australien und Malaysia.

Grand Prix von Aragon

Ergebnisse – Rennen:

  1. Sam LOWES / GBR / Moto2 KALEX
  2. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
  3. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX
  4. Jonas FOLGER / GER / KALEX
  5. Sandro CORTESE / GER / KALEX

WUP

  1. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX – 1’54.163
  2. Johann ZARCO / FRA / KALEX – 1’54.303 / +0.140
  3. Sam LOWES / GBR / KALEX – 1’54.314 / +0.151
  4. Jonas FOLGER / GER / KALEX – 1’54.428 / 0+.265
  5. Sandro CORTESE / GER / KALEX – 1’54.597 / +0.434

WM-STAND:

  1. ZARCO Johann / FRA / 202
  2. RINS Alex / SPA / 201
  3. LOWES Sam / GBR / 162
  4. FOLGER Jonas / GER / 133
  5. CORTESE Sandro / GER / 34

Kommentare aus dem Team    

Jonas Folger (P10)

„Der Start war ok. Nach vier Runden baute der Reifen ab und dann haben die Probleme wieder angefangen. Das ist einfach frustrierend für uns alle. Ich habe das Gefühl, wir drehen uns im Kreis. Sobald der Reifen abbaut, verliere ich die Balance, kann keine Linie mehr halten und habe extreme Probleme mit dem Grip. Ab dem Zeitpunkt, an dem ich den Grip verliere, kann ich nicht mehr so ans Gas gehen und den Schwung auf die Gerade mitnehmen. In den Trainings funktioniert es. Wir fahren immer drei bis sechs Runs. Im Rennen auf langer Distanz verschiebt sich dann aber die Balance, was zwar normal ist, allerdings bei mir immer auf einen Schlag passiert. Ich weiß nicht wie die anderen so früh ans Gas gehen können und ich erst 20 Meter später. Wir müssen unbedingt eine Lösung finden. Es sind nicht mehr viele Rennen in dieser Saison.“

Sandro Cortese (P13)

„Das Rennen hätte viel besser ausgehen können. Ich war Elfter nach dem Start, habe in der ersten Runde Plätze gutgemacht und war in der Gruppe mit Jonas und Lüthi. In der zweiten Runde hatte ich vor der langen Geraden eine Berührung mit einem anderen Fahrer und bin bis auf 14 zurückgefallen. Ich musste wieder nach vorne überholen, doch bis dahin war die Gruppe bereits weg. Wir haben heute Morgen einen super Job gemacht und konnten das Warm-Up in den Top-10 beenden. Ich habe alles gegeben, um zu Pasini aufzuholen. Simeon hat mich jedoch auf der Geraden aus dem Windschatten noch geschnappt. Im Rennen wäre mehr drin gewesen. Das war einfach enttäuschend für mich.“

Jürgen Lingg, Team Manager

„Nach dem Warm-UP war alles in Ordnung bei Beiden und sowohl Jonas als auch Sandro waren flott. Im Rennen funktionierte es dann auf einmal nicht mehr. Das ist schwer nachzuvollziehen. Jonas war das gesamte Wochenende stark unterwegs. Wir haben uns deshalb natürlich mehr erwartet. Aber das ist Rennsport und es läuft nicht jedes Wochenende gleich. Wir müssen jetzt in Ruhe die Daten analysieren und dann werden wir sicher das eine oder andere morgen beim Test ausprobieren.“

Fotos: © IntactGP

Mehr Fotos vom Gran Premio in Aragón auf unserer Facebookseite.

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