Vortrag „Postwachstumsökonomie“ bei Rapunzel

5. Oktober 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

In seinem Vortrag in einem prall gefüllten Casinosaal des Naturkostherstellers Rapunzel in Legau stellte Apl. Prof. Dr. Niko Paech am vergangenen Donnerstag die Grundzüge der „Postwachstumsökonomie“ vor, die Gründe für die, seines Erachtens, Alternativlosigkeit dieses Modells, sowie die Ansätze für deren Umsetzung.

Die lange gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deutet nach Ansicht der Vertreter der Postwachstumsökonomie nicht nur die derzeitige Eskalation auf den Finanzmärkten hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything“), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte.

Die Vertreter dieses Modelles sind daher der Ansicht, es sei an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Die Fragestellungen sind dabei: Was wären die Merkmale einer Ökonomie jenseits permanenten Wachstums? Welcher Wandel, welche Institutionen, welche Konsum- und Produktionsmuster gingen damit einher? Welche Wege führen in eine Wirtschaftsordnung, die auch ohne permanentes Wachstum für soziale Stabilität sorgen könnte?

Vortrag Apl. Prof. Dr. Niko Paech, Rapunzel, Legau, 29.09.2016

Die Grundzüge einer Postwachstumsökonomie

Das Konzept der Postwachstumsökonomie orientiert sich an einer Suffizienzstrategie und dem partiellen Rückbau industrieller, insbesondere global arbeitsteiliger Wertschöpfungsprozesse zugunsten einer Stärkung lokaler und regionaler Selbstversorgungsmuster. Enthalten sind zudem Ansätze der Geld- und Bodenreform.

Als „Postwachstumsökonomie“ wird eine Wirtschaft bezeichnet, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts über stabile, wenngleich mit einem vergleichsweise reduzierten Konsumniveau einhergehende Versorgungsstrukturen verfügt. Die Postwachstumsökonomie grenzt sich von landläufigen, auf Konformität abzielende Nachhaltigkeitsvisionen wie „qualitatives“, „nachhaltiges“, „grünes“, „dematerialisiertes“ oder „decarbonisiertes“ Wachstum ab.

Den vielen Versuchen, weiteres Wachstum der in Geld gemessenen Wertschöpfung dadurch zu rechtfertigen, dass deren ökologische „Entkopplung“ auf dem Weg technischer Innovationen möglich sei, wird damit eine Absage erteilt.

Gründe, die für die „Alternativlosigkeit“ einer Postwachstumsökonomie angegeben werden

Die Möglichkeit, in Geld und über Märkte transferierte Wertschöpfung systematisch von ökologischen Schäden zu entkoppeln, entbehre jeder theoretischen und empirischen Grundlage.

Nach Erreichen eines bestimmten Niveaus bewirken Zunahmen des Einkommens bzw. Konsums keine weitere Steigerung des individuellen Wohlbefindens (Lebenszufriedenheit oder sog. „Glück“).

Die soziale Logik des Wachstumsimperativs, wonach Hunger, Armut oder Verteilungsungerechtigkeit durch ökonomische Expansion zu beseitigen sei, sei sehr zwiespältig, das Eintreten kontraproduktiver sozialer Effekte des wirtschaftlichen Wachstums nicht weniger wahrscheinlich.

Wirtschaftswachstum stößt an ökonomische Grenzen. Das als „Peak Oil“ apostrophierte Phänomen einer zu erwartenden Ressourcenverknappung weite sich absehbar insofern aus, als dass von einem herannahenden „Peak Everything“, also einer Verknappung von allem auszugehen sei. Insbesondere die explosionsartige Nachfragesteigerung von Aufsteigernationen wie China und Indien führe zu einer entsprechenden Verteuerung jener Ressourcen, auf deren bislang vermeintlich unbegrenzter Verfügbarkeit der materielle Wohlstand basierte.

Vortrag Apl. Prof. Dr. Niko Paech, Rapunzel, Legau, 29.09.2016

Umsetzung

Der Weg zur Postwachstumsökonomie fußt auf fünf Entwicklungsschritten, die sich auf einen Wandel von Lebensstilen, Versorgungsmustern, Produktionsweisen und auf institutionelle Innovationen im Bereich des Umgangs mit Geld und Boden beziehen:

Entrümpelung und Entschleunigung. Es entspricht ökonomischer Logik in Reinform, sich jenes Ballasts zu entledigen, der Zeit, Geld, Raum und ökologische Ressourcen beansprucht, aber nur minimalen Nutzen stiftet. Eine solchermaßen begründete Suffizienzstrategie konfrontiert die Suche nach weiteren Steigerungen von Güterwohlstand und Komfort mit einer Gegenfrage: Von welchen Energiesklaven, Konsum- und Komfortkrücken ließen sich übervolle Lebensstile und schließlich die Gesellschaft als Ganzes befreien?

Balance zwischen Selbst- und Fremdversorgung. Wer von monetär basierter Fremdversorgung abhängig ist, verliert seine Daseinsgrundlage, wenn die Geld-speiende Wachstumsmaschine ins Stocken gerät. Sozial stabil sind nur Versorgungsstrukturen mit geringerer Distanz zwischen Verbrauch und Produktion. Dazu zählt die Reaktivierung von Kompetenzen, manuell und kraft eigener Fertigkeiten, und Bedürfnisse jenseits kommerzieller Märkte zu befriedigen. Durch eine Umverteilung der Erwerbsarbeit ließen sich Selbst- und Fremdversorgung so kombinieren, dass die Geld- und Wachstumsabhängigkeit sinkt. Eigenarbeit, (urbane) Subsistenz (Selbstversorgung), Community-Gärten, Tauschringe, Netzwerke der Nachbarschaftshilfe, Verschenkmärkte, Einrichtungen zur Gemeinschaftsnutzung von Geräten/Werkzeugen etc. würde zu einer graduellen De-Globalisierung verhelfen.

Regionalökonomie. Viele Bedarfe ließen sich durch regionale Märkte, verkürzte Wertschöpfungsketten bis hin zu Konzepten wie Community Supported Agriculture (CSA) befriedigen. Regionalwährungen könnten Kaufkraft an die Region binden und damit von globalisierten Transaktionen abkoppeln. So würden die Effizienzvorteile einer geldbasierten Arbeitsteilung weiterhin genutzt, jedoch innerhalb eines ökologieverträglicheren und krisenresistenteren Rahmens.

Stoffliche Nullsummenspiele. Konsumansprüche, die sich nicht entrümpeln oder durch lokale/regionale Versorgungsstrukturen substituieren lassen, bilden die weiter zu minimierende Restgröße an industrieller und ggf. globalisierter Produktion. Die damit korrespondierenden Produkte und Infrastrukturen ließen sich über noch weitgehend unausgeschöpfte Möglichkeiten der Nutzungsdauerverlängerung oder Nutzungsintensivierung dergestalt optimieren, dass anstelle zusätzlicher materieller Produktion die Instandhaltung und Aufwertung bereits vorhandener Artefakte träte.

Institutionelle Innovationen. Zur Milderung systemimmanenter Wachstumszwänge ist eine Boden- und Geldreform nötig. So könnten Regionalwährungen mit einer zinslosen Umlaufsicherung versehen werden. Weiterhin wäre die noch immer fehlende Abschätzung, Zurechnung und Deckelung von Umweltbeanspruchungen dadurch zu beheben, dass der dehnbare Nachhaltigkeitsbegriff durch individuelle CO2-Bilanzen konkretisiert wird. Jede Person hätte ein Anrecht auf dasselbe jährliche Emissionskontingent (ca. 2-3 Tonnen), das allerdings handelbar wäre. Die Summe aller Kontingente dürfte höchstens der globalen Gesamtbelastung entsprechen, die mit der Einhaltung des Zwei-Grad-Klimaschutzziels vereinbar wäre.

Forschung

Den erweiterten Kontext einer wissenschaftlichen Analyse aller Fragestellungen und Begründungszuammenhänge rund um eine Ökonomie ohne Wachstum bildet die „Postwachstumsökonomik“, deren Objektbereich neben einer Fundierung der Postwachstumsökonomie auch die Erforschung relevanter Wachstumstreiber umfasst.

Entstehungsgeschichte

Die Grundidee der Postwachstumsökonomie, die sich an einer Suffizienzstrategie und dem partiellen Rückbau industrieller, insbesondere global arbeitsteiliger Wertschöpfungsprozesse zugunsten einer Stärkung lokaler und regionaler Selbstversorgungsmuster orientiert, wurde an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg entwickelt.

2007 wurde sie im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Archivs für Geld- und Bodenreform erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Daran anknüpfend wurde dort eine seither regelmäßig stattfindende „Ringvorlesung zur Postwachstumsökonomie“ ins Leben gerufen, die inzwischen zu einem europaweiten Forum und Netzwerk interessierter Personen aus Wissenschaft und Gesellschaft gediehen ist. Dieser Prozess wird von den beiden Oldenburger Ökonomen Niko Paech und Werner Onken moderiert. Darüber hinaus konnte das Konzept auf zahlreichen Konferenzen und Tagungen zur Diskussion gestellt werden.

Über Apl. Prof. Dr. Niko Paech

Seine Forschungsschwerpunkte

Umweltökonomik, Institutionenökonomik, Nachhaltigkeitsforschung, Industrieökonomik, Wohlfahrtsökonomik, Mikroökonomik, Konsumforschung, Produktion, Klimaschutz, Innovationsforschung, Diffusionsforschung, Nachhaltigskeitskommunikation, Postwachstumsökonomik.

Sonstiges

  • Projekt- und Vereinsarbeit in diversen Institutionen mit Nachhaltigkeitsbezug: BUND, NABU, GFFW, Ökobank, Projektgruppe „Abfallvermeidung und Ressourcenschutz bei Kosumgütern“, KoBE (Kompetenzzentrum Bauen und Energie) etc.
  • Berater – und Gutachtertätigkeiten im Bereich des Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens
  • Moderatorentätigkeit beim Lokalfernsehsender von „oldenburg eins“

Preise

ZEIT WISSEN-Preis: Mut zur Nachhaltigkeit, Kategorie: Wissen (2014)
Kapp-Forschungspreises für Ökologische Ökonomie (2006)
Journalistenpreis „Oldenburger Feder“ (2002)

Vortrag Apl. Prof. Dr. Niko Paech, Rapunzel, Legau, 29.09.2016

Fragen und Gedanken zum Vortrag

Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen gestellt werden. Nachdem mein Finger als erster hochging, war meine Frage:

„Wie wollen Sie zu diesem Modell gelangen?“

Der Grund meiner Frage war und ist ganz einfacher Natur: Ich kann mir keine Bundesrepublik Deutschland und kein Bundesland in Deutschland vorstellen, das akzeptieren würde, dass ich meine Steuern in Tomaten oder Kohlrabi bezahle, oder durch das wöchentliche Putzen des Finanzamtes. Und: Wer will schon seine Rente in Mangold ausbezahlt bekommen, wie soll ein Supermarkt ein bedrucktes Papier mit einer Regionalwährung als Zahlungsmittel akzeptieren – welches wiederum an andere regionale Währungen angepasst sein müsste – und wie rechne ich Pflaumen in Zaunstreichen um?

Eine damit zusammenhängende Frage stellte eine weitere Zuhörerin, die fragte:

„Wie kann ich, wenn ich mich jetzt umstelle, sicher sein, dass ich einmal eine Rente bekomme, und wie wird die dann aussehen?“

Das Problem ist der Übergang von der Ist-Situation zur Wunsch- bzw. Soll-Situation des Modelles der „Postwachstumsökonomie“, denn ein „Übergang“ ist – zumindest für mich heute – praktisch nicht vorstellbar. Das Problem ist allein schon die Umrechnung. Den Euro einzuführen – und das war „nur“ eine harte Währung – war ein enormer Kraftakt mit Auswirkungen auf die einzelnen Länder, die noch heute ihre Auswirkungen haben, inklusive Deutschland.

Wie also will man bei der Bezahlung von Leistungen, beim Kauf von Gütern, oder beim Empfang seiner Rente von einer harten Währung in -zig Obstsorten, ebenso viele Gemüsearten, jegliche Art von Dienstleistung und zudem in regionale Währungen umrechnen vom heutigen Geldwert zu -zig möglichen Gegenwerten? Um gar nicht zu erwähnen, dass internationaler Handel auch innerhalb Europas nicht einmal mehr eine Option wäre.

Und auch wenn man davon absieht, sehe ich endlose Schlangen an Kassen vor meinem geistigen Auge, an denen verhandelt wird, ob dieses Produkt nun mit Allgäutalern, Schwäbischen Groschen oder Krumbacher Gemüsebons bezahlt werden kann und wenn ja mit wie vielen.

So schwer vorstellbar dieses Modell in großen Zusammenhängen gedacht ist, so denkbar und bereits mehrfach praktiziert ist das Modell jedoch in kleineren Einheiten: angefangen bei Transition-Towns, über kleine Kommunen, in denen Obst gegen Dienste ausgetauscht werden, oder Kollektive, die gemeinschaftlich Gemüse anbauen oder Repair-Cafes betreiben, Effektive Reparatur- und Wartungsdienste, um die Lebensdauer von Geräten zu steigern, Food-Sharing, oder gemeinsam in eine dezentrale Stromproduktion- und Versorgung investieren und kleinere kommunale Einheiten damit versorgen, Seniorenheime, in denen Dienste ausgetauscht werden, oder Initiativen zur postfossilen Mobilität, um nur einige der hier genannten Beispiele zu nennen. Ganz zweifellos tolle Modelle.

Doch die einzig denkbare Möglichkeit, ein solches Modell in einem größeren Maßstab zu verwirklichen als Folgemodell der Wachstumsökonomie, wäre in der logischen Konsequenz nur nach einem absoluten Desaster, das die existierende Wirtschaftsform, die Währung und die gesamte soziale Aufstellung der existierenden gesellschaftlichen Ordnung in Europa und den „westlichen Ländern“ aus den Fugen gehoben hat.

Wenn mein Gedankengang bis hierhin logisch ist, heißt das wiederum in der Konsequenz, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als bis dahin die „landläufigen, auf Konformität abzielenden Nachhaltigkeitsvisionen“ zu leben wie Energiesparen, Elektro-Autos fahren, weniger Fleisch essen, grüne Energie zu erzeugen, und mehr Fahrrad zu fahren etc. und allenfalls unsere aufgeblähte Ausrichtung auf Wachstum als DAS Wirtschaftsmodell zu entblähen, weniger zu Fliegen und uns zu überlegen, ob wir heute schon ein neues Handy oder den neuen Computer brauchen, oder ob das eigentlich noch unsere Ansprüche erfüllt.

Den technischen Fortschritt können wir nicht zurückführen und müssen ihn daher idealerweise für „grüne Modelle“ nutzen. Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten, denn wir sind schon mittendrin, also bleibt uns auch da nur übrig, es so sinnvoll, human und zum Wohle der Allgemeinheit zu nutzen, wie wir können.

Daher finde ich meine zweite Frage, die ich im Anschluss stellte, sehr geehrter Herr Professor Dr. Peach, gar nicht so abwegig:

„Ist, um ein solches Modell umzusetzen, nicht ein Bewusstseinswandel notwendig?“

Denn, wenn es so wäre, wie Sie sagen, dass nämlich „das Bewusstsein ja bereits vorhanden ist“, dann würden wir diese Diskussion gar nicht führen müssen und hätten auch kein Problem mit einer auf übermäßigen Konsum oder Wachstum ausgerichteten Wirtschaft.

Vielleicht wäre es ehrlicher, dieses Modell entweder „Post-Desaster-Ökonomie“ zu nennen, oder „Transformative Wirtschaftsform“ oder andernfalls ein „Alternatives Modell für Kollektive“ oder „Soziallabor für kommunale Strukturen“ oder „Reallabor für neue Lebensperspektiven“. Denn die Ideen und Ansätze sind zweifellos sehr fruchtbar, toll, erstrebenswert, und vielleicht sogar die einzige Möglichkeit, den CO2-Ausstoß pro Kopf von durchschnittlich 9 Tonnen in Deutschland auf 2,7 Tonnen pro Jahr zu senken, was wir müssten, um an die Marke zu gelangen, die beim letzten Umweltgipfel als Maßstab und Maximum für 2050 festgelegt wurde, um die 2 Grad-Marke der Erderwärmung nicht zu überschreiten. (Quelle: Weltbank, www.factfish.com/de, Statistik vom Jahr 2011).

Sicher ist es auch wichtig, sich die Fakten wieder einmal vor Augen zu führen und sich offen einzugestehen, dass wir mit dem existierenden Modell und dem existierenden Kurs die 2 Grad-Marke der Erderwärmung für 2050 so nicht schaffen werden. Auch nicht, wenn wir heute das Wirtschaftswachstum einfrieren würden, was zudem nicht passieren wird.

Wie auch die Tatsache, dass wir zwar nicht die weltweit größten Umweltsünder sind, aber im Vergleich zum Rest der Welt weit oberhalb der Mitte der Umweltsünderskala rangieren: Deutlich über uns (mit 9 T / Kopf / Jahr an Co2-Ausstoß) liegt USA mit 17, 2 T, an der Spitze liegen die arabischen Länder wie Katar mit 44 T, und Kuwait mit 28 T / Kopf /Jahr. Weit unter uns rangiert beispielsweise Indien mit 1,7 T / Kopf / Jahr und ganz unten finden wir die afrikanischen Länder wie Burundi mit 0,02 T / Kopf / Jahr. (Quelle: Weltbank, www.factfish.com/de, Statistik vom Jahr 2011).

Wir müssen uns klarmachen, dass unsere Kinder und Enkel die Folgen dafür tragen werden, auch wenn wir heute in Deutschland, in Europa, ja der gesamten westlichen Welt, beginnen, mit vielen kleinen, schönen Modellen CO2 einzusparen, denn wie auch die Zahlen oben verdeutlichen, müssen das andere Länder ebenfalls tun, denn für unsere Welt sind wir alle verantwortlich. Doch wie es scheint, haben wir uns vorgenommen, zuerst noch auszuprobieren, wohin uns das Digitale Zeitalter führt. Sicher ist, dass es nicht mehr aufzuhalten ist. Ob es uns zu einem besseren Lebensdesign verhilft oder zum Desaster führt, wissen wir nicht. Noch nicht.

Weitere Infos zum Thema Postwachstumsökonomie finden Sie auf www.postwachstumsoekonomie.de.

Literaturhinweise

Binswanger, H. Chr. (2009): Vorwärts zur Mäßigung – Perspektiven einer nachhaltigen Wirtschaft, Hamburg
Daly, H. (1999): Wirtschaft jenseits von Wachstum, Salzburg/München
Daly, H. (2009): Steady-State-Ökonomie – Ein Wirtschaftssystem des langfristigen Gleichgewichts (PDF), in: Zeitschrift für Sozialökonomie 162./163. Folge, S. 39-42
Georgescu-Roegen, N. (1971): The Entropy Law and the Economic Process, Cambridge
Gronemeyer, M. (1988): Die Macht der Bedürfnisse, Reinbek
Illich, I. (1980): Selbstbegrenzung, Reinbek
Kohr, L. (2002): Das Ende der Großen – zurück zum menschlichen Maß, Salzburg
Onken, W. (2004): Geld- und bodenpolitische Grundlagen einer Agrarwende, Kiel
Paech, N. (2005): Nachhaltigkeit zwischen Dematerialisierung und Ökologisierung: Hat sich die Wachstumsfrage erledigt?, in: Natur und Kultur 6/1, S. 52-72
Paech, N. (2008): Regionalwährungen als Bausteine einer Postwachstumsökonomie (PDF), in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 45/158-159, S. 10-19
Paech, N. (2009): Die Postwachstumsökonomie – ein Vademecum (PDF), in: Zeitschrift für Sozialökonomie (ZfSÖ) 46/160-161, S. 28-31
Paech, N. (2009): Wachstum light? Qualitatives Wachstum ist eine Utopie (PDF), in: Wissenschaft & Umwelt Interdisziplinär 13, S. 84-93
Sachs, W. (1993): Die vier E’s : Merkposten für einen maß-vollen Wirtschaftsstil, in: Politische Ökologie, 1993, 33, S. 69-72

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