Logistikprozesse neu definiert: Das zentrale Logistikzentrum der KOLB Group

21. Oktober 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Nur zirka 14 Monate waren notwendig um rund 26.000 Palettenplätze im Hochregallager sowie das direkt angeschlossene Logistikzentrum am Stammsitz der KOLB Group in Memmingen zu errichten. „Unser zeitlicher Rahmen konnte bereits vor dem ersten Spatenstich als sportlich bezeichnet werden. Dass wir diesen aber dennoch unterbieten würden, ist dem reibungslosen Zusammenspiel zwischen externen Partnern und internen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuschreiben“,

freut sich KOLB Geschäftsführer Dr.-Ing. Bernhard Ruffing.

Schon von Weitem sichtbar ändert das neue, zentrale Logistikzentrum der gesamten KOLB Unternehmensgruppe nicht nur die Wahrnehmung des Stammsitzes am Memminger Autobahnkreuz, es birgt vielmehr vielfache Möglichkeiten für maßgeschneiderte Logistikprozesse und damit einen nochmals optimierten Kundenservice. Diese Prozesse sind die Antwort auf aktuelle und künftige Anforderungen des Marktes und werden anlässlich der FachPack in Nürnberg der Öffentlichkeit präsentiert.

Logistikzentrum KOLB group, Memmingen, 21.10.2016

Begonnen wurde mit den Baumaßnahmen im April letzten Jahres. Die Aushub- und Fundamentarbeiten konnten dank des schönen Sommers zügig umgesetzt werden. Es folgte bereits kurze Zeit später die Platzierung der Stahlbetonständer und -binder für den Kommissionierbereich. Auf die Bodenplatte des Lagers wurden zuerst die Regalsegmente selbst angebracht. Quasi in Verfolgung dessen wurde die Fassade und das Dach errichtet und das 33 Meter hohe Gebäude sukzessive geschlossen.

Nachdem die Fassade von Hochregalgebäude und Kommissionierzentrum fertiggestellt wurde, folgte die Anbringung der Leucht- und Werbeschriften mit illuminierter, 33 Meter hoher Welle und spätestens seit diesem Zeitpunkt ist auch für den vorbeifahrenden Verkehr zu erkennen, zu wem das 145 Meter lange und 58 Meter breite Gebäude mit dem angeschlossenen Logistikzentrum gehört.

Nach umfangreicher Hard- und Softwareinstallation erfolgten die ersten Einlagerungstests mit manueller Bestückung aus allen Werken der KOLB Group. Erste Beladungen für ausgewählte Kunden direkt über den neuen Kommissionierbereich schlossen sich daran an.

Seit Anfang Juni dieses Jahres ist auch das Werk Memmingen über eine neue, innovative Palettierstraße mit Vermessungs- und Prüfstation sowie vollautomatische Fördertechnik mit dem Hochregallager verbunden. Somit kann der gesamte Produktionsbetrieb des Werkes rund um die Uhr im Logistikzentrum eingelagert werden. Die weiteren KOLB Verarbeitungswerke liefern Fertigware manuell an und nutzen ebenfalls die außergewöhnlich hohe Leistung der Förder- und Einlagerungstechnik von jeweils deutlich über 200 Paletten pro Stunde für die Ein- und Auslagerung.

„Wir sind sehr froh, dass wir die vollautomatische Anbindung des Memminger Werkes nahezu reibungslos vollziehen konnten. Die Planung, die Errichtung und die Testphase des Logistikzentrums verliefen weitestgehend autark. Allerdings muss man sich die vollautomatische Anbindung des Werkes Memmingen bei voll laufender Produktion als eine sehr anspruchsvolle Aufgabe vorstellen.“, sagt Dr.-Ing Bernhard Ruffing. Auch hier war das reibungslose Zusammenwirken von internen Spezialisten und externen Partnern die Basis für einen perfekt verzahnten Ablauf.

Logistikzentrum KOLB group, Memmingen, 21.10.2016

40.000 x Liefertermintreue

Mit einer Gesamtkapazität von rund 40.000 Palettenplätzen aller interner Lager- und Kommissionierbereiche besteht in der gesamten KOLB Unternehmensgruppe nun eine Basis für hohe Liefertermintreue und anforderungsgerechte Logistikkonzepte. „Neben den bereits existierenden Hochregallagern an unseren Standorten Buxheim und Dettingen / Erms sind wir durch die neu hinzu gekommenen Lagerkapazitäten mehr denn je in der Lage, unsere Serviceleistungen nochmals zu optimieren.“, sagt Angela Kolb, Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsleitung. Sie sieht die KOLB Group damit gut aufgestellt für die steigenden Erwartungen und Bedürfnisse bestehender und zukünftiger Kunden.

Prozesse festlegen: Das KOLB Lagercontrolling

Für eine wirtschaftliche Nutzung und maßgeschneiderte Logistikangebote für vielfältige Ansprüche bedarf es einiger Überlegungen, Regeln und einer zentralen Verwaltung.

„Unser Team entscheidet welche Artikel mit welchen Einlagerungsszenarien bewirtschaftet werden. Dies geschieht aufgrund vorliegender Kundenanforderungen sowie unter den Gesichtspunkten der Optimierung von Lagerkosten und Produktionsabläufen.“, sagt Klaus Sethaler, Leiter des Produktionsplanungs-Systems bei KOLB. Er verfolgt damit das Ziel einer optimalen Kostendeckung. Durch einen hohen Lagernutzungsgrad sowie einen optimierten Lagerumschlag Kundenbedürfnisse hinsichtlich Flexibilität und schneller Lieferfähigkeit wirtschaftlich erfüllt werden.

Foto:
Das zentrale Logistikzentrum mit angeschlossenem Hochregallager der KOLB Group.

Fotoquelle: KOLB Group MKT / T. Wund

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