Ein weiterer Auswärtserfolg für den FC Memmingen

31. Oktober 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Mit einem 4:2 (3:0) Erfolg beim SV Seligenporten feierte der FC Memmingen in der Fußball-Regionalliga Bayern einen gelungenen Vorrunden-Abschluss. Mit dem vierten Auswärtssieg konnte sich der FCM auf Rang acht in der oberen Tabellenhälfte behaupten. Zudem setzte sich Stefan Schimmer mit zwei weiteren Treffern auf den zweiten Platz der Bayrernliga-Torjägerliste mit nun 14 Saisontreffern hinter Stephan Hain (16 Tore) vom Klassenprimus SpVgg Unterhaching.

Seligenporten (ass/ch).  „Die ersten fünf Minuten haben wir total verpennt. Damit haben wir uns selbst auf die Verliererstraße gebracht“, kritisierte SVS-Trainer Serdal Gündogan seine Mannschaft. Was man auch anders sehen kann, denn Memmingen präsentierte sich hellwach und legte vom Anpfiff an los wie die Feuerwehr. Direkt nach dem Anspiel lief der Ball über links, Daniel Eisenmann bediente Muriz Salemovic, der steckte durch. Torhüter Pfeiffer konnte nur abklatschen und Schimmer staubte zum 0:1 ab. Das 0:2 nach nur vier Minuten war fast eine Kopie des ersten Treffers, Torschütze war jedoch dieses Mal Fabian Krogler.

Das Auffälligste an Seligenporten war für lange Zeit nur die neongrünen Trikots, mit denen die Mannschaft antrat. Deshalb durfte FCM-Torhüter Martin Gruber nicht in seinem grünen oder gelben Dress auflaufen, sondern musste sich in ein beengtes „Leiberl“ des Gastgebers zwängen, wofür sich die Memminger bei der Pressekonferenz auch noch unflätige Kommentare anhören mussten.

Von höchst unrühmlichen „Begleitgeräuschen“ rund um das Spiel bekam auch das Schiedsrichtergespann einiges ab. Der Unparteiische Thomas Berg (Landshut) zückte kurz vor der Pause Rot, als Patrick Hobsch gegen Daniel Eisenmann die Sense auspackte.

FC Memmingen - SV Seligenporten, 29.10.2016

Der zahlenmäßig beschränkte, aber doch lautstarke SVS-Anhang schoss sich spätestens ab da auf Schiedsrichter Berg ein, weil er kurz zuvor nicht auf Foulspiel gegen Memmingen entschieden hatte. Die Gäste behielten die Nerven und besorgten noch vor der Pause per Kopfball durch Stefan Heger das 0:3 (45. + 1).

Als Schimmer im Alleingang nach einem schnell ausführten Freistoß das Ergebnis sogar auf 0:4 (53.) schraubte, war die Messe bei den „Klosterern“ eigentlich gelesen. Aber Seligenporten bewies in Unterzahl Moral und gab nicht auf. Der Lohn dafür waren das 1:4 durch Kevin Wolemann (57.) und einen direkt verwandelten Freistoß von Marco Christ (74.) zum 2:4.

Zu mehr reichte es aber nicht mehr, da FCM-Trainer Stefan Anderl mit einem Taktik-Kniff eingriff. Er zog den eingewechselten Tim Buchmann wieder zurück und stellte um, was das Geschehen eindeutig beruhigte. Für Buchmann war die Ein-/Auswechselung freilich bitter. „Aber es war nicht sein Tag“, entschuldigte Anderl den für den jungen Spieler natürlich unpopulären Schachzug, „der Junge steckt das weg“.

Was zählte, waren die drei Punkte, die entspannter nach Hause gespielt wurden. Da ließen sich auch die auf den Weg gegebenen „Nettigkeiten“ das Gastgeber locker wegstecken.

Vor der Winterpause stehen noch vier Spiele für den FC Memmingen an. Rückrunden-Auftakt ist am nächsten Samstag (14 Uhr) erneut auswärts beim SV Wacker Burghausen.

Mannschaftsaufstellungen

SV Seligenporten: Pfeiffer – Herzel, Wolemann, Civelik (28. Swierkot), Braun – Held, Christ, Schelle, Mosch, – Klose (46. Herzner), Hobsch. –  Trainer Gündogan.

FC Memmingen: Gruber -Zweckbronner, Nikolic, Anzenhofer, Lutz – Krogler (49. Buchmann, 78. Schmeiser), Hoffmann, Heger, Eisenmann – Salemovic (82. Hauk), Schimmer.

Tore: 0:1 (1.) Schimmer, 0:2 (4.) Krogler), 0:3 (45. + 1) Heger, 0:4 (53.) Schimmer, 1:4 (57.) Woleman, 2:4 (74.) Christ. – Schiedsrichter: Berg (Landshut). – Gelbe Karten: Klose, Held, Swierkot, Mosch / Krogler, Zweckbronner, Schimmer, Nikolic. – Rote Karte: Hobsch (45./Seligenporten/grobes Foulspiel).

Zuschauer: 228.

Fotocredit: Olaf Schulze

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