Schwäbische Wirtschaft sieht mit Interesse auf US-Wahl – Sorge um Exportgeschäft

8. November 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Heute, dem 8. November wird entschieden, wer als Nachfolger von US-Präsident Barack Obama ins Weiße Haus einzieht. Die IHK Schwaben hat in einer telefonischen Blitzbefragung vor der US-Präsidentschaftswahl die Meinung der schwäbischen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA eingeholt, was sie über die US-Wahl denken und mit welchen Auswirkungen sie auf die Wirtschaft rechnen.

USA Handelspartner Nummer Eins

Im Jahr 2015 lösten die USA Frankreich als wichtigsten Handelspartner Deutschlands ab. Bayerische Unternehmen exportierten im letzten Jahr Waren im Wert von knapp 23 Mia Euro in die Vereinigten Staaten, eine Steigerung von 16 Prozent zum Vorjahr. Damit sind USA weltweit wichtigstes Abnehmerland für deutsche wie auch bayerische Produkte.

Gute Geschäfte in der Amtszeit von Präsident Obama

Rund 600 schwäbische Unternehmen, Tendenz steigend, treiben regelmäßig Handel mit den USA. Es ist daher nicht überraschend, dass die Mehrheit der befragten Unternehmen angab, dass sie die Amtszeit von Präsident Barack Obama positiv für ihr USA-Geschäft bewerten.

Bereits bei der letzten Befragung zur US-Wahl im Jahr 2012 gab fast die Hälfte der schwäbischen Unternehmen an, dass sie ihre Präsenz auf dem amerikanischen Markt in der ersten Amtszeit von Präsident Obama ausgebaut haben. Vier Jahre später erklärten jetzt mehr als ein Drittel, dass sie steigende Umsätze in den letzten acht Jahren verbuchen konnten, quer über alle Branchen. Umsatzeinbußen mussten nur sechs Prozent hinnehmen.

Sorge vor Hindernissen im Exportgeschäft

Alle befragten Unternehmensvertreter gaben an, dass sie den Wahlkampf in den USA mit großem Interesse verfolgen. Erwartet wird, dass der Ausgang der Wahl Auswirkungen auf die Geschäftsbeziehungen haben wird.

Trotz des großen Exportvolumens erschweren nach wie vor zahlreiche Hürden den Warenfluss über den Atlantik. Sowohl Donald Trump wie auch Hillary Clinton haben angekündigt, Handelsabkommen zu kündigen und die US-Wirtschaft zu schützen. Demzufolge befürchtet die Hälfte der befragten Unternehmen Nachteile für die Exportnation Deutschland – ein Großteil auch für sich selbst.

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