Cortese und Schrötter absolvieren erste Testtage auf Suter

23. November 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Am Montag machten sich die Dynavolt Intact GP-Piloten Sandro Cortese und Marcel Schrötter in Valencia mit ihren neuen Suter-Rennmaschinen bekannt und gaben bereits ein positives Feedback ab.

Der Test auf dem Ricardo Tormo Circuit in Valencia bedeutet gleichzeitig der Beginn einer neuen Ära für das Dynavolt Intact GP-Team. Nach vier Jahren wechselte die Mannschaft aus Memmingen zum Motorradhersteller Suter Racing Technology.

Am ersten von zwei Testtagen, der trotz dunkler Wolken trocken blieb, begann das Team mit den Vorbereitungen für die Saison 2017 und nahm die zwei Prototypen genau unter die Lupe.

IntactGP Memmingen, erste Tage auf SUTER, 21.,22.11.2016

Marcel Schrötter gelang ein vielversprechender Einstand ins Dynavolt Intact GP-Team. Über 88 Runden verschaffte er sich einen intensiven Eindruck von der Suter und lernte zudem das für ihn neue Öhlins-Fahrwerk kennen. Auch Sandro Cortese war positiv gestimmt nach 63 Runden auf seinem nächstjährigen Arbeitsgerät.

Beide also zufrieden trotz eines kleinen Ausflugs ins Kiesbett von beiden Fahrern am Ende des ersten Testtages.

IntactGP Memmingen, erste Tage auf SUTER, 21.,22.11.2016

Dienstag, 22.11.2016: Viele Runden im Regen  – Zufriedenstellender zweiter und letzter Testtag vor der Winterpause

Mit einem positiven Gefühl und jeder Menge Daten, die Sandro Cortese und Marcel Schrötter am Montag im Trockenen und am Dienstag im Nassen sammelten, beendete die Dynavolt Intact GP-Crew heute in Valencia den letzten Test vor der Winterpause.

Die regnerischen Bedingungen am zweiten Testtag auf dem Ricardo Tormo Circuit taten der Arbeit der Moto2-Mannschaft Intact GP keinen Abbruch. Bei kühlen 12 Grad Celsius und nasser Piste drehten Sandro Cortese und Marcel Schrötter motiviert weitere Runden auf ihren Suter-Bikes.

IntactGP Memmingen, erste Tage auf SUTER, 21.,22.11.2016

Beide Piloten überzeugten schon am Montag im Trockenen trotz der großen Umstellung auf ein neues Motorrad mit sehr guten Rundenzeiten. Im inoffiziellen Ranking folgten Sandro mit einer 1:35,7 und Marcel mit 1:35,8 direkt hinter dem Führenden Takaaki Nakagami. Der 23-Jährige Teamneuzugang war am Dienstag mit einer 1:47,692 sogar der Schnellste auf nasser Strecke.

Insgesamt gelang dem Dynavolt Intact GP-Team ein durchweg positiver Start in die neue Saison. Marcel gab ein erfolgreiches Debüt im Team. Für ihn war es besonders wichtig, sich an die Suter und das für ihn zuvor unbekannte Öhlins-Fahrwerk zu gewöhnen. Dies sowie die Zusammenarbeit mit neuer Crew und Cheftechniker Patrick Mellauner klappte tadellos. Ähnlich erging es Sandro, der sich, nach zwei Tagen ersten Kennenlernens mit seinem neuen Crew-Chief Alfred Willeke, zuversichtlich in die Winterpause verabschiedete.

IntactGP Memmingen, erste Tage auf SUTER, 21.,22.11.2016

Kommentare aus dem Team

SANDRO CORTESE (#11)

Testtag 1: 1:35,7 – 63 Runden
Testtag 2: 1:53,390 – 25 Runden

Wir haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, da es sich bei der Suter um ein komplett anderes Motorrad handelt, ob im Trockenen oder im Nassen. Im Regen ist es fast noch etwas schwieriger abzustimmen, einfach auch, weil sich die Sitzposition total unterscheidet. Im Trockenen gewöhnt man sich doch schneller daran. Deshalb waren wir heute nicht so schnell. Ich bin auch sehr bedacht gefahren, um keine Verletzungen vor dem Winter zu riskieren. Ich will die Pause gesund verbringen. Aber es steckt noch viel drin, auch von meiner Seite.

Es sind überall noch kleine Baustellen, die wir abarbeiten müssen. Wir haben gestern sehr stark angefangen und sind bei der Musik dabei, was eine gewisse Ruhe gibt. Aber das heißt nicht, dass wir uns ausruhen. Ich bin froh, dass ich mich so schnell an das Motorrad gewöhnen konnte. Es war auch gut, dass wir dieses Jahr noch mit der Suter getestet haben. So können die Jungs über den Winter die Daten auswerten. Ich bin happy.

MARCEL SCHRÖTTER (#23)

Testtag 1: 1:35,8 – 88 Runden
Testtag 2: 1:47,692 – 27 Runden

Der erste Test mit meinem neuen Team und dem Suter Bike verlief sehr positiv. Die unterschiedlichen Bedingungen mit trockenen Bedingungen am Montag und Regen am zweiten Tag, waren aus meiner Sicht sogar willkommen.
Natürlich wäre es mir lieber gewesen, wenn wir auch am Dienstag eine trockene Piste gehabt hätten, aber es hat nicht geschadet, ein Gefühl mit diesem Motorrad im Nassen zu bekommen. Es ist eben alles anders, inklusive der Sitzposition. Man sitzt viel höher und das Motorrad ist um einiges schmäler. Auch das Gefühl für die Reifen ist anders. Die größeren Abstände machen einen deutlichen Unterschied aus. Es wird sicher noch etliche Runden brauchen, bis ich mich vollkommen auf die Suter eingeschossen habe.

Das regnerische Wetter am Dienstag machte mir eigentlich nichts aus. Es war sogar wichtig, weil ich in diesem Jahr im Regen jedes Mal große Probleme hatte. Es ist mir nie gelungen, Vertrauen zu finden. Doch heute lief es von der ersten Runde an wirklich gut und der letzte Run am frühen Nachmittag war nochmal viel besser. Abgesehen von der schnellen Rundenzeit unter diesen Bedingungen, gibt dieser Test im Nassen ein gutes Gefühl und steigert das Selbstvertrauen.

Normalerweise war ich auch nie ein schlechter Regenfahrer, aber in dieser Saison wollte es einfach nicht gelingen. Es hat sich gezeigt, dass ich es im Nassen immer noch kann und von dem her müssen wir uns diesbezüglich weniger Sorgen für nächstes Jahr machen. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Der erste Eindruck nach meinem Test mit der Suter und in meinem neuen Umfeld ist sehr positiv.

JÜRGEN LINGG, Teammanager

Im Regen war es am Anfang etwas schwieriger, da wir das Motorrad ja nicht kennen. Wir hatten zwar immer schon ein gutes Regensetup, wie man bei Jonas in diesem Jahr gesehen hat, aber es ist eben ein anderes Bike. Daher haben sich beide Fahrer heute peu a peu herangetastet. Sie haben einiges dazugelernt und auch verstanden. Marcel war vor allem nach dem letzten Run super happy und auch richtig schnell. Wir hatten im September schon gesehen, dass bei dem Motorrad echtes Potenzial vorhanden ist, aber es ist natürlich immer eine gewisse Unsicherheit da, wenn ein anderer Fahrer draufsitzt. Es hat sich allerdings bestätigt, dass das Motorrad gut ist.

Ich bin auch absolut zufrieden mit der Leistung beider Fahrer. Eigentlich war nur Takaaki Nakagami schneller bei diesem Test. Auf dem 3er-Reifen war er zwei Zehntel flotter unterwegs als Sandro. Das ist wirklich nicht schlecht. Trotzdem denke ich, dass noch sehr viel Arbeit auf uns zukommt. Aber das wissen wir alle und darauf freuen wir uns auch. Der gesamte erste Eindruck ist ziemlich positiv!

Fotocredit: © IntactGP

Mehr tolle Fotos von den beiden Testtagen auf unserer Facebookseite!

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