Eine Bereicherung und ein Standortvorteil für das Memminger Klinikum

24. November 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Das Klinikum Memmingen und die Praxis ORTHOPAEDICUMM dürfen ab sofort gemeinsam Fachärzte für Unfallchirurgie und Orthopädie ausbilden.

Rund 70 Prozent der Patienten, die einen Hausarzt aufsuchen, leiden an einer Störung des Bewegungsapparates. Diese Zahl unterstreicht, wie wichtig gut ausgebildete Orthopäden und Unfallchirurgen sind. Um Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie ausbilden zu können, hatten das Klinikum Memmingen und die hiesige Praxis ORTHOPAEDICUMM

eine gemeinsame Weiterbildungsbefugnis bei der Landesärztekammer beantragt und zum ersten Oktober dieses Jahres erhalten.

Klinikum Memmingen, Weiterbildungsbefugnis Orthopädie, 24.11.2016

Drei Jahre hat es gedauert, bis das Klinikum Memmingen und die Praxis ORTHOPAEDICUMM die Anerkennung als vollwertige Weiterbildungsstätte bekommen haben.

„Um ausbilden zu können, muss man ein breites Behandlungsspektrum vorweisen“, erklärt Schinkel. „Damit auch alle Weiterbildungsthemen im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie abgedeckt sind.“ Um das zu erreichen, hat das Klinikum Memmingen einen geeigneten Ausbildungspartner gesucht und in der orthopädischen Praxis von Dr. Geis gefunden.

„Das passt perfekt“, freut sich Schinkel. „Wir am Klinikum behandeln ein breites Spektrum, allerdings beispielsweise kaum kinderorthopädische, manualmedizinische oder osteologische Fälle. Hierauf wiederum ist die Praxis von Dr. Geis spezialisiert.“

Ab sofort können Assistenzärzte der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie am Klinikum Memmingen ihre Ausbildung zum Facharzt vollständig vor Ort machen und müssen dazu nicht mehr in andere Krankenhäuser wie beispielsweise Augsburg oder München ausweichen.

„Ein klarer Standortvorteil angesichts des knapper werdenden Nachwuchses“, betont der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie am Klinikum Memmingen, Professor Dr. Christian Schinkel.

Und nicht nur das: „Es ist eine allgemeine Bereicherung“, wie der niedergelassene Orthopäde und Chef der Memminger Praxis ORTHOPAEDICUMM, Dr. Joachim Geis, unterstreicht: „Denn wer lehrt, lernt auch selbst immer dazu.“

Klinikum Memmingen, Weiterbildungsbefugnis Orthopädie, 24.11.2016

Dreieinhalb Jahre der vierjährigen Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie lernen die Ärzte im Klinikum Memmingen in der Abteilung von Chefarzt Schinkel, ein halbes Jahr absolvieren sie in der orthopädischen Praxis von Dr. Joachim Geis in der Memminger Zangmeisterpassage. Am Ende wartet eine zentrale Facharztprüfung vor der Bayerischen Landesärztekammer.

„Ein langer Weg für die Facharztanwärter“, betont Schinkel. „Und auch bis zum Erhalt der gemeinsamen Weiterbildungsbefugnis war es ein weiter Weg. Denn wir mussten einige bürokratische Hürden überwinden.“

Fotos:

Foto 1: Assistenzarzt Dr. Thomas Isik (re.) hat im Oktober seine Facharztweiterbildung in der orthopädischen Praxis begonnen. Dreieinhalb Jahre der vierjährigen Ausbildung lernte er im Klinikum Memmingen bei Chefarzt Professor Dr. Christian Schinkel (li.), nun ein halbes Jahr in der orthopädischen Praxis von Dr. Joachim Geis (Mitte).

Foto 2: Der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie, Professor Dr. Christian Schinkel (li.), und der niedergelassene Orthopäde  Dr. Joachim Geis (re.) dürfen jetzt gemeinsam Fachärzte ausbilden. Auf dem Bild beurteilen sie das Röntgenbild eines Patienten.

Fotoquelle: Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen.

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