Der beste Packmitteltechnologie Absolvent Deutschlands ist…

25. November 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

eine Frau, heißt Barbara Verena Weikmann und ist PackmitteltechnologIn bei Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG, Memmingen.

Die diesjährige Absolventin der Ausbildung zur Packmitteltechnologin Barbara Verena Weikmann erreichte in Ihrem Abschlusszeugnis die Traumnote 1,0, war neben nur drei weiteren Absolventen aus Bayern Bundesbeste und wurde nun von der IHK Schwaben, vertreten durch Markus Anselment, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben mit einer Urkunde ausgezeichnet,

in Anwesenheit von Geschäftsführer der Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG Dr. -Ing. Bernhard Ruffing, dem Personalleiter Horst Varschen und dem Technischen Ausbildungsleiter Oliver Bohr.

500.000 Prüflinge in knapp 300 Berufen verzeichnet die IHK bundesweit jährlich, 8.000 sind es jährlich in Schwaben, klärte Markus Anselment bei der Ehrung auf.

11 junge Menschen aus der Region Bayerisch-Schwaben haben ihre Ausbildung in einem der knapp 300 Berufe als beste Prüfungsteilnehmer Bayerns, d.h. Landesbeste, abgeschlossen, vier von ihnen gar als Bundesbeste.

Eine der vier Bundesbesten aus der Region Bayerisch-Schwaben und die einzige im Bereich Packmitteltechnologie ist Barbara Verena Weikmann, 21 Jahre alt und frisch gebackene Packmitteltechnologin bei Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG, Memmingen.

Bundesbeste Absolventin in Verpackungstechnologie, Memmingen, 25.11.2016

„Darauf dürfen Sie zu Recht stolz sein,“ würdigte Markus Anselment die Leistung und bezog sich damit auf Barbara Verena Weikmann selbst, als auch auf das Unternehmen Kolb, in der sie den praktischen Teil der Ausbildung absolvierte.

Um auf solch eine Leistung blicken zu können, setze Ehrgeiz, echtes Interesse, Neugier und Fleiß bei der Person voraus, den Background bilde jedoch der Ausbildungsbetrieb, der das Engagement fördere und die praktischen Grundlagen vermittelt, so der IHK-Schwaben Vertreter weiter.

Zudem ein tolles Erfolgsbeispiel für „Lehre macht Karriere“, in dem durch die Unterstützung der IHK Schwaben aufgezeigt wird, dass es andere als den akademischen Weg gibt für beruflichen Erfolg: Eine Berufsausbildung, sowie Duale Ausbildungen, die den praktischen Bezug im Fokus haben und europaweit ein Vorbild sind.

Bundesbeste Absolventin in Verpackungstechnologie, Memmingen, 25.11.2016

Den schulischen Teil der Ausbildung absolvierte Barbara Verena Weikmann im Blockunterricht an der Staatlichen Berufsschule Lindau, der einzigen Berufsschule für Packmitteltechnologie in Bayern. „Das war natürlich sehr schön“, beschrieb sie, da Lindau ein Ort sei, an dem viele Urlaub machen, während sie dort die Berufsschule besuchte, bis zum Alter von 18 Jahren in einem Schülerwohnheim und später in einer Wohnung untergebracht war, die sonst auch als Ferienwohnung dient.

Der nächste Schritt in der beruflichen Laufbahn ist für Barbara Verena Weikmann bereits klar: Nahtlos wird sie die Industriemeisterausbildung anschließen. „Wenn ich möchte, kann ich später noch eine akademische Ausbildung anhängen und den Bachelor machen“, erläutert sie Ihre beruflichen Weiterbildungschancen.

Wertvoll, darin sind sich die IHK und die Unternehmen einig, sind neben Akademikern – die ebenso benötigt werden – Mitarbeiter, die den Bezug zur praktischen Umsetzung von Projekten von Beginn an verinnerlichen, die Umsetzbarkeit immer im Auge haben und auch selbst Hand anlegen können, wo und wenn erforderlich.

Bundesbeste Absolventin in Verpackungstechnologie, Memmingen, 25.11.2016

Das Berufsbild des Packmitteltechnologen

Das Berufsbild des Packmitteltechnologen ist nicht weitläufig bekannt, ein Grund, so Geschäftsführer Dr. Ruffing, warum sie es nicht nur bei der vergangenen Ausbildungsmesse vorgestellt haben, sondern zusätzlich eine „Nacht des Packmitteltechnologen“ anschlossen – einem interaktiven Info-Abend, der ermöglichte, sich ein Bild von den Aufgaben eines Packmitteltechnologen zu machen.

Es sei vor allem ein konstruktives Berufsbild, das auf die Entwicklung von Prototypen ausgerichtet ist und beinhalte das Arbeiten mit CAD, wie auch das Verständnis von Produktionsmaschinen. Der Prototyp muss vor allem die Kundenkriterien erfüllen und produzierbar sein, ansonsten darf er auch gern innovativ sein, erklärte Dr. Ruffing.

Nach einigen Berufsjahren könne man intern zum Kundenberater aufsteigen, oder, wie ihre „Musterschülerin“, eine Industriemeisterausbildung anschließen.

Abwechslungsreicher Berufsalltag

Den Berufsalltag beschrieb Barbara Verena Weikmann als einen sehr abwechslungsreichen: Am Anfang steht die Anfrage eines Kunden. Nachdem diese bereits die Vorgaben enthält, gilt es diese zu kombinieren, sich manchmal auch Konkurrenzprodukte anzusehen und erste Ideen für ein Muster zu sammeln, die jeweilige Nutzung und Anforderungen immer im Fokus. Dann wird ein Muster herausgeschickt und es folgt ein Falltest.

Doch damit ist sie noch lange nicht am Ende: nun gilt es, das Druckbild auf die Verpackung anzuordnen, die Klischees für den Druck vorzubereiten und am Schneideplotter ein Muster zu erstellen. Das geht dann zum Kunden, der entweder Veränderungen einbringt, oder sein Ok gibt.

Mit dem CAD-Programm arbeitet sie natürlich auch, wichtig sei das vor allem für die Erstellung des Prototypen für die große Produktion nach dem Absegnen des Musters. Elementar sei für ihre Arbeit der praktische Bezug, betonte die frisch gebackene Packmitteltechnologin mit einem bezaubernden Lächeln.

Bundesbeste Absolventin in Verpackungstechnologie, Memmingen, 25.11.2016

Ausbildung bei Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG

55 AZUBIS bildet das Unternehmen Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG im Moment aus, pro Jahr nehmen sie ca. 20 neue dazu. Dabei bildet das Unternehmen nicht über Bedarf aus, was bedeutet, dass sie ausbilden, um alle im Anschluss an die Ausbildung übernehmen zu können.

Die angebotenen Ausbildungsberufe sind:

Medientechnologe Druck (m/w)
Maschinen- und Anlagenführer (m/w)
Packmitteltechnologe (m/w)
Industriemechaniker (m/w)
Elektroniker Betriebstechnik (m/w)
Papiertechnologe (m/w)
Industriekaufmann/-frau
Fachkraft für Lagerlogistik
Speditionskaufmann/- frau

Für aktuell etwa 4.000 Kunden erstellt das Unternehmen individuelle Verpackungen – vom Warendisplay über Kreativ-Verpackungen oder ökologischen Verpackungswundern und beschichteten Verpackungen für elektronische Bauteile bis zur Transportverpackung.

Im Anschluss an die Übergabe der Urkunde seitens Markus Anselment, stellvertretend für die IHK Schwaben, zur Würdigung der Leistung von Barbara Verena Weikmann geht es für sie am 5. Dezember nach Berlin, wo sie von niemand geringerem als Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als eine der vier bundesbesten Absolventen aus Bayern in diesem Jahr 2016 nochmals geehrt wird.

Zur AZUBI-Brochüre der Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG geht es hier.

Zum Ausbildungsangebot der Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG geht es hier.

Mehr über die IHK Schwaben auf www.schwaben.ihk.de.

Fotos:
Foto 1: (v.li.): Barbara Verena Weikmann, Markus Anselment – stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Geschäftsführer der Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG Dr. -Ing. Bernhard Ruffing, Personalleiter Horst Varschen.
Foto 2: Barbara Verena Weikmann, eine unter vier der bundesbesten Absolventen (aller Ausbildungsberufe) aus der Region Bayerisch-Schwaben.
Foto 3 (und Titelbild): Markus Anselment, Barbara Verena Weikmann, Bernhard Ruffing.
Foto 4: (v. li.): Leiter Qualitätsmanagement und Technischer Ausbildungsleiter der Hans Kolb Wellpappe GmbH & Co. KG Oliver Bohr, Markus Anselment, Barbara Verena Weikmann, Bernhard Ruffing, Personalleiter Horst Varschen.

Fotoquelle: Aus eigener Quelle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kostenlosen Newsletter abonnieren!

Verpassen Sie keine neuen Termine, Stellenangebote und Kleinanzeigen mehr. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter-Service noch heute!

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Bitte beachten Sie die Datenschutzbestimmungen. Sie können den Newsletter in der Newsletter E-Mail abbestellen.