„Winter Tales“ – Christmas-Carols aus Irland, England und Wales

19. Dezember 2016 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Keltische Christmas Carols und Mittwinterlieder aus Irland, Schottland, England und Wales spielte und besang Nadia Birkenstock mit Keltischer Harfe am vergangenen Samstag in der Kapelle St. Urban in Egelsee.
Gegenüber der Harfenbauwerkstatt von Jonathan Corbinian Dentler, einem von wenigen Harfenbauern in ganz Deutschland

und dazu noch sehr jung mit seinen knapp über 30 Jahren, steht die malerische Kapelle St. Urban Kapelle.

Als ich an diesem Abend eintrat, war der Innenraum der Kapelle in magisches, blau-violettes Licht getaucht, die Sitzplätze bereits alle belegt und Jonathan organisierte weitere Stühle.

Wintertales-Harfenkonzert mit Nadia Birkenstock, organisiert von Harfenbauer Jonathan Corbinian Dentler, Egelsee, 17.12.2016

Bereits mehrfach hatte Jonathan Dentler darin Konzerte organisiert und abgehalten, diesmal war es die bezaubernde Nadia Birkenstock, die die kleine aber schmucke Kapelle mit dem Klang ihrer Harfen und ihrer Stimme füllte und die Zuschauer in eine andere Welt entführte.

Nadia Birkenstock nahm uns mit auf eine Reise in verschneite Landschaften Irlands oder Schottlands, sang von kleinen Vögelchen (Pleased to see the King) und kelitischen Bräuchen, flog mit uns zum „Stern von Bethlehem“ (O little town of Bethlehem) und sang von innerem Leuchten.

Wintertales-Harfenkonzert mit Nadia Birkenstock, organisiert von Harfenbauer Jonathan Corbinian Dentler, Egelsee, 17.12.2016

Es dauert nicht lange, und man wandert neben ihr durch zauberhafte Gegenden, begegnet rothaarigen irischen Jungs, wird Zeuge, wie das Eis seiner Angebeteten schmilzt und sieht Mädchen in langen, weiten Röcken rennen, um eine Fackel zu holen, denn dort in der Scheune wird gerade ein Kind geboren.

Dabei erzählte sie uns zwischendurch mit sanfter Stimme, wovon sie singt oder übersetzte uns Textpassagen, die auch gesprochen voller Poesie sind. Nadia Birkenstock zieht ihre Zuhörer in ihren Bann, auch dann, wenn sie von den Eigenheiten einer diatonisch gestimmten Keltischen Harfe erzählt und davon, wie sie mit den Halbtonklappen den Ton jeder Saite um einen halben Ton erhöhen kann, anders als bei der Konzertharfe mit Pedalen.

Wintertales-Harfenkonzert mit Nadia Birkenstock, organisiert von Harfenbauer Jonathan Corbinian Dentler, Egelsee, 17.12.2016

Ich vergaß die Zeit und etwas in mir entspannte sich während ich mich den musikalischen Klangwelten von Nadia Birkenstock und ihren Kelitischen Harfen hingab in eine Welt voller Frieden und einfacher Schönheit.

Ihre Musik

„Winter Tales“ gibt es übrigens auf CD, wie weitere sieben CDs, die die Harfenkoryphäe Nadia Birkenstock bereits eingespielt hat und auf ihrer Webseite bestellt werden können. Zu ihrem Repertoire gehören sowohl eigene Songs und Kompositionen als auch traditionelle keltische Folk Songs und Tunes.

Wintertales-Harfenkonzert mit Nadia Birkenstock, organisiert von Harfenbauer Jonathan Corbinian Dentler, Egelsee, 17.12.2016

Ihre Geschichte

Auch wenn Nadia Birkenstock im Alter von 5 Jahren ihren ersten, musikalischen Unterricht erhielt, erlernte sie das Spiel auf der Keltischen Harfe erst im Alter von 16 Jahren und absolvierte Meisterkurse für Keltische Harfe u.a. bei Kim Robertson (USA) und Bill Taylor (Schottland).

Bereits während des Studiums startete sie ihr Soloprogramm für keltische Harfe und Gesang, mit dem sie auf Bühnen, Burgen und Festivals sowie in Folk-Clubs, Konzertsälen und Kirchen international unterwegs ist.

Zu ihren Festival-Auftritten der letzten Jahre zäht das „Southeastern Harp Festival“ (North Carolina/USA), das „Sentmenat International Harp Festival“ (Barcelona/Spanien), die „Rencontres Internationales de la Harpe Celtique“ in Dinan (Bretagne), das „Harp FriendsMeeting Leerdam“ (Holland), das „Bardonnecchia International Harp Festival“ (Turin/Italien), das „Viggiano Harfenfestival“ (Italien), die „Schlossfestspiele Potsdam Sanssouci“, die „Darmstädter Residenzfestspiele“, das Festival „Venner Folk Frühling“, u.a.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie auch eine gefragte Workshop-Dozentin (Schwerpunkte Song Arrangement, kreative Übetechniken, Komposition).

Nadia spielt unter anderem die 35-saitige Keltische Harfe aus Rosenholz („Manjula“) und die CAMAC Elektroharp (36 Saiten). Die kleine tragbare Keltische Harfe, die sie beim Konzert in der Kapelle St. Urban auch bespielte heißt IONA und ist von Bernhard Schmidt, von dem Jonathan Dentler viel über Harfen und deren Bau lernen durfte.

Ihre wichtigsten musikalischen Vorbilder: Sileas, Loreena McKennitt, Suzanne Vega, Within Temptation, Alanis Morissette, Sarah Mclachlan, Kim Robertson.

Weitere Infos über Nadia Birkenstock gibt es auf www.nadiabirkenstock.com.

Hier eine Kostprobe eines der Lieder, die sie an dem Abend gespielt hat:

Ein paar mehr Fotos vom Konzert auf unserer Facebookseite.

Mehr Infos über Jonathan und seinen Harfenbau auf www.harfenbau-dentler.de.

Und mit diesem Video stellt sich Jonathan Dentler vor:

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