Vorbereitung auf den Weltgebetstag 2017 der Frauen von den Philippinen

10. Januar 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Das Evangelische Bildungswerk Memmingen veranstaltet am Samstag, 21. Januar, ein Halbtags-Vorbereitungstreffen zum Weltgebetstag.
Diese ökumenische Veranstaltung findet von 9.00 bis 13.00 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Memmingen statt.

Der Weltgebetstag steht dieses Jahr unter dem Motto: „Was ist denn fair?“.  An diesem Vormittag erhalten sie inhaltliche und methodische Anregungen und Informationen.

Anmeldungen sind noch bis Donnerstag, 12. Januar, unter Tel. 08331 495728 (Anrufbeantworter), oder per E-Mail an ebw.memmingen@t-online.de möglich.

Hintergründe über die Lage der Menschenrechte auf den Phillippinen

Auf den Philippinen, einem Archipel, das in Urlaubsmagazinen mit paradiesischen Stränden wirbt, sieht die gelebte Wirklichkeit – vor allem in Sachen Menschenrechte – alles andere als paradiesisch aus:

Auf den Philippinen ist die Zahl der außergerichtlichen Hinrichtungen seit dem Amtsantritt von Präsident Duterte sprunghaft angestiegen, es gibt massive Konflikte zwischen den unterschiedlichen Interessenlagen der indigenen und muslimischen Gemeinschaften auf der einen, sowie der (inter-) nationalen Konzerne, der Bergbauindustrie, des Staates, mächtiger Familienclans und der politischen und wirtschaftlichen Eliten auf der anderen Seite.

Fälle gravierender Menschenrechtsverletzungen wie Verfolgung, „Verschwindenlassen“ von Menschen, Folter und willkürliche Gewalt gehören auf den Philippinen zum traurigen Alltag.

Doch aufgrund von Korruption, Vetternwirtschaft und vielfältiger Verflechtungen zwischen Politik und Justiz wird nur ein verschwindend geringer Anteil der Fälle von Menschenrechtsverletzungen strafrechtlich verfolgt, nur selten werden die Schuldigen angeklagt und verurteilt.

Weltgebetstag, Vorbericht, Memmingen, 10.01.2017

Besonders davon betroffen

Besonders davon betroffen sind die indigenen Gemeinschaften und ihre Führer, die sich einer geballten Allianz von (Para-) Militärs, örtlichen und überregionalen Machthabern und großen Konzernen gegenübersehen, die sich die Lebensräume der Indigenen zu wirtschaftlichen Zwecken aneignen wollen.

Die ländliche Bevölkerung in den Konfliktgebieten Mindanaos und andernorts, die Vertreibungen und Kämpfen zwischen Rebellen, islamischen Splittergruppen und dem Militär ausgesetzt sind.

Journalist_Innen und Menschenrechtsaktivist_Innen, die Missstände aufgreifen und öffentlich machen. Sie werden sowohl von der Regierung, als auch von lokalen Machthabern, mächtigen Familienclans und Auftragskillern bedroht.

Gewerkschafts- und Arbeiterführer_Innen, die sich gegen die ausbeuterischen Praktiken nationaler Unternehmen und internationaler Konzernen auflehnen.

Engagierte Ordensschwestern, Priester und Einzelpersonen, die sich für die Belange der Armen und Entrechteten einsetzen. Sie und ihre Familien sind von Verfolgung, willkürlicher Verhaftung, gewaltsamem „Verschwindenlassen“, Folter und Ermordung bedroht.

Weltgebetstag, Vorbericht, Memmingen, 10.01.2017

Partnerinnen des Weltgebetstags engagieren sich

Viele Partnerorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees stellen sich diesem Unrecht aktiv entgegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen damit in vielen Fällen auch ein hohes persönliches Risiko ein.

Stellvertretend sei hier die „Asian Federation against Involuntary Disappearances“ (AFAD) genannt. AFAD ist ein asienweit aktives Netzwerk, das sich seit 1998 gegen gewaltsames „Verschwindenlassen“ und staatliche Willkür in den Ländern seiner Mitgliedsorganisationen einsetzt.

Heute hat das Netzwerk 13 Mitgliedsorganisationen aus elf Ländern in ganz Asien. Diese sind Ost-Timor, Indien, Sri Lanka, Indonesien, Nepal, Pakistan, Philippinen, Bangladesch, Thailand, Südkorea und Laos. Seine Generalsekretärin arbeitet hauptamtlich mit Sitz in Quezon im Großraum der philippinischen Hauptstadt Manila.

Weltgebetstag, Vorbericht, Memmingen, 10.01.2017

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