Die Memminger CSU nominiert Manfred Schilder

24. Januar 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Manfred Schilder wurde bei der gestrigen Kreishauptversammlung der CSU mit 64 von 64 stimmberechtigten Stimmen zum Oberbürgermeisterkandidat der CSU nominiert in einem Saal des Memminger Hotels & Restaurants Engelkeller, der fast aus den Nähten platzte durch die zahlreichen interessierten Bürger_Innen, die an der Veranstaltung teilnahmen.

Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Memmingen Christoph Baur begrüßte die anwesenden Gäste und Ehrengäste und verwies nochmals auf die tragischen Umstände, die diese unerwartete Neuwahl eines Oberbürgermeisters für die Stadt Memmingen notwendig gemacht hat.

Transparenz und Offenheit

Bürgermeisterin Margaretha Bökh ließ uns teilhaben an der ereignisreichen Zeit seit der Amtseinführung von Markus Kennerknecht, dessen Wirken sein plötzlicher Tod ein jähes Ende setzte. Auch sie und ihre Parteikollegen der CSU im Stadtrat habe der Verlust sehr berührt. Sie selbst habe die Familie in ihrer Trauer begleitet und sich mit echter Anteilnahme und großem Engagement um alle Trauerzeremonien gekümmert.

In ihrer kurzen Stellungnahme zu den dann folgenden Ereignissen betreffend der Neuwahlen stellte die Bürgermeisterin klar, dass sie es selbst war, die als eventuelle gemeinsame Kandidatin aller im Stadtrat vertretenen Parteien ins Gespräch kam, was jedoch auch auf Grund ihres Alters recht bald ausgeklammert wurde.

Daraufhin sei es die SPD gewesen, die ihren Kandidaten Dr. Friedrich Zeller als eventuellen gemeinsamen Kandidaten vorschlug, was wiederum nicht im Sinne der CSU sein konnte, woraufhin man sich darauf einigte, jeweils eigene Kandidaten aufzustellen. Enttäuschend fand Margaretha Bökh daran, dass hier in einer Zeit der Trauerbewältigung versucht wurde, parteipolitisch zu taktieren.

Die Memminger CSU vertrete weiterhin die Ziele, die sie sich bereits bei der vorangegangenen Wahl gesteckt habe: Transparenz und Offenheit in den Amtsgeschäften und einen Oberbürgermeisterkandidaten, der ein Teamplayer ist, kein Einzelkämpfer, denn auch ein Unternehmen sei nur dann erfolgreich, wenn es sich als Team verstehe.

Sie werde mit all ihrer Kraft und ihrem Wissen Manfred Schilder unterstützen, mit ihm gemeinsam in einen gemeinsamen Wahlkampf gehen, um gemeinsam zu siegen.

Nominierung OB-Kandidat Memminer CSU Manfred Schilder, 24.01.2017

Aufbruchsstimmung

Auch Fraktionsvorsitzender Stefan Gutermann drückte seine Trauer und Erschütterung aus über den Verlust von Markus Kennerknecht, der es geschafft habe, in kurzer Zeit die Bürger_Innen wie auch die Stadträte für sich zu gewinnen und für eine positive Aufbruchsstimmung gesorgt habe.

In den Gesprächen um die Nachfolge, in der zunächst Bürgermeisterin Margaretha Bökh als mögliche gemeinsame Kandidatin erwägt wurde, jedoch aus Altersgründen dafür ausschied, fiel, so Stefan Gutermann, immer wieder ein Name: Manfred Schilder.

Der aus der Welt des Sportes, später unter anderem als Regionalgeschäftsführer der IHK bekannte gebürtige Memminger bringe als Mensch vor allem eine gute Lebenserfahrung, viel Erfahrung durch seine ehrenamtlichen Engagements und seine ruhige, ausgeglichene Art mit.

Seit 2014 unterstütze er den Stadtrat als Referent für Finanzen und Grundstücke, erwarb sich dabei hohen Respekt und sei im städtischen Haushalt zu Hause. Was Manfred Schilder zudem auszeichne sei, dass er mit seinem Wissen nicht hinterm Berg hielte, sondern sein Fachwissen und Fachverstand auch offen weitergebe.

Durch seine Tätigkeit bei der IHK Schwaben habe er einen guten Einblick in die Wirtschaft und obgleich er mit Memmingen sehr verwurzelt sei, ginge sein Horizont weit über Memmingen hinaus. In den Landkreisen, bei den Landräten und Abgeordneten des Landtages sei Manfred Schilder kein Unbekannter.

Dennoch zeichne sich Manfred Schilder durch seine persönliche Bescheidenheit und Ausgeglichenheit aus und überzeuge in Diskussionen ausschließlich mit handfesten Argumenten.

Er sei ein Mensch, der seine Mitmenschen schätze, was er auch in seiner ehrenamtlichen und soliden Führung des TVM beweise, als ein Mensch, der anderen Menschen mit Respekt und auch Demut begegne.

Dies und seine Fähigkeit, die Menschen mitzunehmen und die Menschen ernst zu nehmen verbinde ihn mit Markus Kennerknecht und befähige ihn, die Aufbruchsstimmung, die Markus Kennerknecht angestoßen hat, fortzusetzen.

Aus diesen Gründen habe die Memminger CSU Manfred Schilder gebeten, sich als Kandidat aufstellen zu lassen. „Wir schenken Ihnen unser Vertrauen“, schloss Stefan Gutermann seine Stellungnahme.

Nominierung OB-Kandidat Memminer CSU Manfred Schilder, 24.01.2017

Manfred Schilder über sich selbst

Es sei ihm eine Ehre aber auch eine Verpflichtung gewesen, sich der Anfrage auf eine Kandidatur als Oberbürgermeister Memmingens zu stellen. Markus Kennerknecht, der es verstand, Menschen zusammenzuführen, sei auch ihm in kurzer Zeit nahegekommen. Gerne würde er sich der Verantwortung stellen, das Begonnene weiterzuführen und sei dazu bereit als auch willens.

„Was befähigt mich dazu?“

„Ich bin ein Mensch aus der Mitte der Gesellschaft“, beginnt Manfred Schilder. Er fühle sich mit Memmingen verwurzelt, liebe diese Stadt und empfinde sie als seine Heimat. Er kenne die Sorgen und Nöte der Bürger_Innen Memmingens und basiere in seinem Wertefundament auf christlichen Werten.

Er sehe sich selbst als einen Menschen, der vor allem in seinen ehrenamtlichen Engagements andere dazu motiviert, sich einzubringen und sieht sich selbst als einen Moderator, der auch sich selbst dabei einbringt. Als Team-Player lege er Wert auf Gemeinschaftssinn und ordne seine eigene Meinung der Gemeinschaft unter.

Er sei ein Gestalter, der etwas bewegen will, der beharrlich und leistungsorientiert ist, und dem Konsensbildung am Herzen liege. Gleichzeitig sei er Realist und stehe mit beiden Beinen auf dem Boden.

Nominierung OB-Kandidat Memminer CSU Manfred Schilder, 24.01.2017

„Wo liegen meine Schwerpunkte?“

Manfred Schilder sieht sich als ein Mann der Wirtschaft, als einen verlässlichen Partner, der jedoch nicht Oberbürgermeister für die Wirtschaft sein möchte, sondern für alle. Die Menschen und ihre Bedürfnisse seien ihm wichtig, ebenso, sich sicher zu fühlen.

Gerne würde er die Stadtentwicklungsprojekte weiterführen wie das der Sozialen Stadt Ost und die Rahmenbedingungen für den Sport optimieren. Von besonderem Belang sei ihm die Bildung, denn die, so Manfred Schilder, präge die Zukunft unserer Stadt.

Im Bereich des Städtetourismus sieht auch er Handlungsspielraum und möchte sich einbringen in eine leistungsfähige Stadtverwaltung mit ihren hoch-engagierten und kompetenten Mitarbeitern.

Der IKEA-Ansiedlung steht er positiv gegenüber, jedoch mit weiterem Diskussionsbedarf bezüglich der Fachmärkte und möchte eine Arbeitsgruppe aufgreifen, die Markus Kennerknecht dafür geplant hatte.

Die Entwicklung des Bahnhofareals sei ihm ebenso wichtig wie die Entscheidungen über das Klinikum, wobei die Versorgung der Menschen im Mittelpunkt stehen müsse.

Wer bin ich?

In seiner Jugend sei die Affinität zum Sport für ihn prägend gewesen und der Umgang mit Verantwortung seines Vaters ein Vorbild. Durch die konfessionelle Mischung in seiner Familie (Vater katholisch, Mutter und Kinder neuapostolisch) habe er sich von Jugend an häufig mit Wertefragen beschäftigt.

Selbst Verantwortung trug er das erste Mal bei der Bundeswehr als Verantwortlicher für 100 Soldaten, später in seiner Funktion als Finanzbuchhalter und Controller bei B & E, vor allem aber in seiner Funktion als Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben.

Er war bei der Gründung der Freiwilligenagentur Schaffenslust dabei, bei der er heute 1. Vorsitzender ist, führt den Vorsitz des TV Memmingen, wie auch den des Institutes für angewandte Forschung Memmingen e.V. (IAFM) und war aktiv an der Konversion des Fliegerhorstes beteiligt in seiner Funktion als Zuständiger für Wirtschaftsförderung bei der IHK.

Sein langjähriges Engagement beim TV Memmingen habe ihn vor allem eines gelehrt: Erfolg habe man nur im Team, nie allein. Mit Engagement, Kompetenz, Leidenschaft und zum Wohle aller würde er sich gerne als Oberbürgermeister dieser Stadt für diese, unsere Stadt einsetzen.

Nominierung OB-Kandidat Memminer CSU Manfred Schilder, 24.01.2017

Vita Manfred Schilder

ZUR PERSON

Geboren am 04. Januar 1958 in Memmingen, wohnhaft in Hart, Memmingen.
Familienstand: Verheiratet mit Karin seit 1983, 2 erwachsene Kinder, 2 Enkel.

BERUFSAUSBILDUNG

  • Nov. 2012 – heute Regionalgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer Schwaben
  • Jan. 1995 – heute Unternehmensberater und Trainer – dato-service Manfred Schilder
  • Aug. 2008 – Dez. 2011 Kfm. Geschäftsführer, CFO – Allgäu Airport GmbH & Co. KG
  • Jul. 1997 – Aug. 2008 Regionalgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer Schwaben
  • Jan. 1995 – Jul. 1997 Selbständige Tätigkeit als Unternehmensberater und Trainer
  • Jul. 1989 – Dez. 1994 Abteilungsleiter Finanzbuchhaltung und Controlling bei der Bürger- & Engelbräu AG
  • Jul. 1977 – Jun. 1989 Bundeswehr – Kompaniechef einer PzGrenKp

SCHULE / STUDIUM

  • Okt. 1978 – Dez. 1981 Universität der Bundeswehr, München. Abschluss: Dipl.-Betriebswirt (FH)
  • Sept. 1975 – Jul. 1977 Staatl. Fachoberschule, Memmingen. Abschluss: Fachhochschulreife
  • Sept. 1968 – Jul. 1975 Bernhard-Strigel-Gymnasium, Memmingen. Abschluss: Mittlere Reife
  • Sept. 1964 – Jul. 1968 Volksschule Memmingen. Abschluss: Zugang zum Gymnasium

PERSÖNLICHES

Engagement

  • 1. Vorsitzender des Turnverein Memmingen 1859 e.V.
  • 1. Vorsitzender des Institut für angewandte Forschung Memmingen e.V. (IAFM)
  • 1. Vorsitzender der Freiwilligenagentur Schaffenslust e.V.
  • Stadtrat in Memmingen (Referent für Finanzen und Grundstücke)

Freizeitinteressen

  • Familie
  • Sport
  • Reisen und Lesen

Sonstiges

  • Mitglied im Fischertagsverein Memmingen, Deutschen Alpenverein Sektion Memmingen und Rotary Club Memmingen – Allgäuer Tor
  • Mitglied im Beirat für Energie und Klimaschutz des Landkreises Oberallgäu
  • Mitglied im Klimabeirat des Landkreises Ostallgäu
  • Fachlicher Sprecher des AK 4 der Bildungsregion Memmingen-Unterallgäu

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