Herzhaft zu beißen – zum 10. Geburtstag der Memminger Kabarett-Tage

31. Januar 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die 10. Memminger Kabarett-Tage stehen vor der Tür! Auch nach 20 Jahren immer und (fast) regelmäßig alle 2 Jahre kommen diese mit strammen, wohlgeratenen „Kindern“ hervor. Die Veranstalter sind zu Recht stolz auf ihre mehr als 20jährige Veranstaltungsreihe mit so vielen Künstlern – fast allen, die in der deutschsprachigen Szene Rang und Namen haben.

Denn 20 Jahre Kabarett-Tage ist beileibe keine Selbstverständlichkeit für eine im Ehrenamt organisierte Veranstaltung.

Eine herzliche Gratulation und verdiente Anerkennung sprach Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer den Veranstaltern aus, die mit diesem Programm ein stattliches Jubiläum feiern.

„Was 1998 begann, ist längst zu einem Fixpunkt im städtischen Kulturkalender geworden. 10mal Wortkunst auf höchstem Niveau, egal ob mit jungen Talenten oder mit erprobten Kabarett-Helden.“

Die veranstaltenden Geburtshelfer bzw. die geburtshelfenden Veranstalter

Das sind sie, die Veranstalter, die Ergrauten, oder einfach nur schön Gealterten, die diese 10. Kabarett-Tage wie immer mit viel Enthusiasmus und Vergnügen zusammengestellt haben.

Das Team

Foto: von li. nach re.: Hermann Wolf, der sich an den Kabarett-Tage- Zähnen immer schier die Zähne ausbeißt, Scarlet Pohl-Eberhardt, Adi Müller, Andrea Dittrich-Forster und Peter Javurek.

Nicht auf diesem Foto, aber zu unterschiedlichen Zeiten und unterschiedlich lange in ihrem Team dabei waren: Reinhard Forster, Klaus Wassermann, Susanne Mendler, Lilo Nägele, Reiner Egger, Michael Stürmer, Lothar Fritsche, Lisa Beck, Luise Forster… und hilfreich zur Seite standen ihnen Karin Keller und das PiK-Team.

Stolz sind die Veranstalter auch auf ihre zahlreichen Unterstützer, die sie – manche sogar die ganzen 20 Jahre lang – die Treue gehalten, und so diese Kabarett-Tage mit ermöglicht haben. (Liste Unterstützer: siehe unten unter „Danksagung“.)

Ausstellung zum 20-Jährigen

Anlässlich der 10. und unseres 20-Jährigen wird es eine Ausstellung von Arbeiten der Künstler geben, die über die Jahre den Preis, das „Memminger Maul“ gestaltet haben. Vor der Auftaktveranstaltung von Uta Köbernick am 14. März wird die von Helmut Neuendorf organisierte Ausstellung „zum 10. Maul“ eröffnet. Die Ausstellung zeigt Skulpturen und Bilder und flankiert den Zuhörerraum.

Und damit zurück zur Fruchtbarkeit: Fruchtbar war auch Künstlerin Cornelia Brader, die diesmal das „Memminger Maul“ gestaltet hat und das auch diesmal von der Sparkasse Memmingen- Lindau-Mindelheim gestiftet wurde.

„Wir, die nebenberuflichen fürsorglichen Hebammen, hoffen, dass Ihnen, unserem langjährigen Publikum, auch das bzw. der diesjährige Balg/Kindlein/Spross Spaß machen wird, mit seinem Spieltrieb, seiner Frechheit und seiner gar nicht windelweichen, ungeschnullerten Anmut und diesmal sündteuren Zähnen.

Das Kabarett-Tage-Team wünscht Ihnen wiedermal und zum 10. Geburtstag besonders: genügend Zeit, viel Vergnügen, großes Gelächter, kindliche Freude, und, wenn’s denn sein muss – und es muss manchmal sein – erwachsene Nachdenklichkeit…“

Die Mäuler

Sagen über sich selbst, ein zusammenwürfelter Haufen zu sein, die das Würfeln auch bei den „Memminger Mäulern“ beibehalten haben. Deshalb wurden sie jedesmal von einem anderen Künstler aus der Region gestaltet:

  • 1998 Wolfgang Marschner / Otto Kinzer / Ulrike Rossner
  • 2000 Petra Bammes
  • 2002 Agnes Keil
  • 2004 Klaus Kowohl
  • 2007 Jürgen Batscheider
  • 2009 Pele Heel
  • 2011 Hermann Wolf
  • 2013 Amrei Müller
  • 2015 Corinna Theuring
  • 2017 Cornelia Brader.

Wir dürfen uns auf die Ausstellung dieser Künstler im Antonierhaus freuen, die Helmut Neuendorf zusammengestellt hat und die uns bis zum Ende dieser Kabarett-Tage begleiten wird.

Das Programm

Uta Köbernick
Uta Köbernick

Auftakt: Dienstag, 14.03.2017 um 20.30 Uhr, im Antonierhaus, Memmingen.

Uta Köbernick – „Grund für Liebe…“

Als scheinintegrierte Deutsche in der Schweiz schlägt die gebürtige Europäerin ihre Ostberliner Wurzeln tief in die Blumentöpfe unserer Vorurteile. Mit bezaubernder Leichtigkeit, hinreißender Komik, virtuosem Gesang und einer herrlichen Tiefe geht sie bis an den Rand des Erkennbaren und manchmal Erträglichen.

Politisch hellwach, bringt sie Standpunkte ins Stolpern, hilft ihnen schmunzelnd wieder auf und wenn die glauben, wieder festen Boden gefunden zu haben, ist die Erde plötzlich eine Scheibe…

Die diplomierte Schauspielerin wurde mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Förderpreis der Liederbestenliste, dem Silbernen Stuttgarter Besen und nicht zuletzt mit dem Memminger Maul ausgezeichnet. (Webseite: www.utakoebernick.de).

Vor der Veranstaltung von Uta Köbernick wird um 19.30 Uhr die Ausstellung „zum 10. Maul“ eröffnet, mit Arbeiten der Künstler, die diese zehn Mäuler gestaltet haben.

Max Uthoff
Max Uthoff

Donnerstag, 16.03.2017, 20 Uhr, in der Stadthalle Memmingen:

Max Uthoff – „Gegendarstellung“

In einer Zeit, in der Günther Jauch ungestraft die Berufsbezeichnung Journalist tragen darf, in der sich das Kapital benimmt wie Rotz am Backen und Hartz IV oft nur die Fortsetzung von Stirb langsam III ist, gilt mehr denn je: Wer über den Tellerrand sieht, sieht viel mehr von der schmutzigen Tischdecke.

Max Uthoff, Träger des Breiten Kreuzes und des Ordens pour la verité, erzählt seine Sicht der Dinge: Von der Wucht der Behauptung, mörderischen Geschäften, gesellschaftlichem Inzest, Drehzahlmessern, teuflischen Kreisläufen und davon, dass Menschen, die in Schubladen denken, sich schon mal halb aufgeräumt fühlen. (Webseite: www.maxuthoff.de).

Till Reiners
Till Reiners

Freitag, 17.03.2017, um 20 Uhr, im PiK – Parterretheater im Künerhaus, Memmingen:

Till Reiners – „Auktion Mensch“

Von wegen, „In unserem System ist ein Menschenleben nichts mehr wert!“ Manchmal lassen sich bis zu mehrere Tausend Euro rausschlagen!

Wer sich optimiert, der wird auch nachgefragt. Deshalb hat Till Reiners seinen Bachelor in Opportunismus um drei Semester verkürzt und geht als gutes Beispiel voran. Sein Motto ist das seiner Generation: „Jeder kann es schaffen, besser zu sein als alle“.

Sein neues Programm widmet sich dem, was unsere muckelige Gesellschaft zusammenhält und so liebenswert macht: Konkurrenzdenken, Abwertung und Konsum. Till Reiners bietet den Überzeugungs-TÜV für die Sollbruchstellen der eigenen Denkmuster. (Webseite: www.tillreiners.de).

Timo Wopp
Timo Wopp

Samstag, 18.03.2017, um 20 Uhr, im Antonierhaus:

Timo Wopp  – „Moral“

Wir haben alle unfassbar viel Angst. Früher war es die Angst vor saurem Regen. Heute ist es die Angst vor Überfremdung. Oder schlimmer noch die Angst, kein W-Lan zu haben. Unsere allergrößte Angst ist aber, von denen da oben belogen zu werden. Dass wir uns das getrost sparen können, zeigt Timo Wopp in seinem zweiten, ständig aktualisierten Abendprogramm „Moral“ – eine Laune der Kultur. Denn schonungslos ungefiltert illustriert er, dass niemand uns mehr belügt als wir selbst. Und für diese These könnte es kein besseres Beispiel geben als ihn selbst.

Er nennt das Kind beim Namen, so hässlich es auch sein mag. Dabei ist Timo Wopp in seiner Verlogenheit so bestechend ehrlich, dass einem beim Zuhören schon mal der eigene moralische Kompass durcheinandergeraten kann. Aber zum Glück weiß Google ja eh immer, wo wir sind. (Webseite: www.timowopp.de).

Andreas M Hofmeir
Andreas M Hofmeir

Dienstag, 21.03.2017, um 20 Uhr in der Dampfsäg, Sontheim:

Andreas W. Hofmeir – „Kein Aufwand! Teil 2 “

Das Kabarett lässt ihn nicht los: Nach sechs Jahren mit der Musikkabarettgruppe Star Fours (Hallertauer Kleinkunstpreis, Schweiger Kleinkunstpreis, Thurn und Taxis Kabarettpreis, Goldene Weißwurscht) und dem Theaterkabarett Die Qualkommission (Bronzener Koggenzieher, Kleines ScharfrichterBeil) wählt Andreas Martin Hofmeir, Professor am Mozarteum in Salzburg und früherer Tubist bei La Brass Banda, altersbedingt die Lesevariante: In seinem trockenen Stil liest er aus seinen Erfahrungen als Tubist und Weltreisender, in epischer Breite und lyrischer Würze. Dazu gibt’s Musik aus der Tuba, begleitet von Gitarre und weiteren Instrumenten.

Nachdem sich die musikalisch-kabarettistische Lesung „Kein Aufwand!” aus dem Stand als Erfolgsprogramm entpuppt hat, hat Andreas Martin Hofmeir 2015 mit „Kein Aufwand! Teil 2 – Die letzten Jahre” nachgelegt. (Webseite: www.andreas-martin.hofmeir.com).

René Sydow
René Sydow

Mittwoch, 22.03.2917, um 20 Uhr im PiK:

René Sydow im PiK – „Warnung vor dem Munde“

Nach seinem ersten, mit 11 Kabarettpreisen ausgezeichneten Programm GEDANKEN! LOS!, wurde René Sydow von der Presse als der „am lautesten geflüsterte Geheimtipp“ des politischen Kabaretts bezeichnet. Mit seinem zweiten Solo-Programm löst er dieses Versprechen nun ein und lässt die angespitzte Zunge von der Kette: In brandneuen Texten geht er dem Irrsinn in Politik und TV auf den Grund, nimmt sich Minister, Medienmacher und andere Mitglieder des organisierten (V)Erbrechens vor.

Dabei geht er über das Tagespolitische hinaus und hinterfragt unser Weltbild mit seiner unverwechselbaren Mischung aus schwarzem Humor, Spott und Poesie. Vom Lobbyisten zum Waffenhändler, vom Schönheitschirurgen bis zum eigenen Ich…nichts und niemand bleibt ungeschoren im poetischen Kabarett von Deutschlands bissigstem Mund. (Webseite: www.rene-sydow.de).

Lisa Eckhart
Lisa Eckhart

Freitag, 24.03.2017, um 20 Uhr im PiK:

Lisa Eckhart – „Als ob Sie Besseres zu tun hätten“

Was Sie sich nie zu fragen trauten und wohl niemals wissen wollten. Dieses Programm liefert die Antworten auf die wichtigen ungestellten Fragen des Lebens: Wer ist eigentlich Hatsche Stratsche Luftballon? Wie gewinnt man einen Zeugen Jehovas zum Freund? Und wieso ist ein Punschkrapfen Symbol der ultimativen Wahrheit? Glaube, Liebe, Politik und andere Taschenspielerstreiche werden liebevoll seziert, bis sich die Tragödie zur Komik steigert.

Lisa Eckhart, eine junge Steirerin, kroch aus der verbrannten Erde der deutschen Poetry Slam Szene, um sich in der Kabarettszene Österreichs mehr Raum zu verschaffen. Mit Performance und Texten so gnadenlos wie der Katholizismus und so wortgewandt wie eine Nationalratssitzung. (Webseite: www.lisaeckhart.com).

Mathias Tretter
Mathias Tretter

Samstag, 25.03.2017, um 20 Uhr im Antonierhaus.

Mathias Tretter – „Selfie“

Sie wissen nicht, was „Selfie“ heißt? Dann haben Sie den neuesten Hype komplett verschlafen! „Selfie“ ist der Name der Französischen Bulldogge von Mathias Tretter, die der frischgebackene Hundeversteher und Medizinkabarettist in seiner sensationellen neuen Kochshow live auf der Bühne hypnotisieren und in einen langhaarigen Deutsch-Türken verwandeln will.

Eingeweihte sagen, es sei sein politischstes Programm bisher. Mit Selfie, so auch der Titel des Abends, geißle Tretter den Zwang zur Selbstinszenierung in der postdemokratischen Gesellschaft. Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur, aber auch das Private sind zunehmend Schauplatz der schamlosen Überhöhung des eigenen Ichs.

Selbst Systemadministratorinnen und Kindergärtner präsentieren heute Lebensläufe und Hobbys, wie man sie vormals aus der Gala kannte. Dazu werden Selbstporträts ins Netz gestellt, die Kate Moss und George Clooney aussehen lassen wie fränkische Jugendherbergseltern.

Mathias Tretter erhielt den renommierten Deutschen Kleinkunstpreis. (Webseite: www.mathiastretter.de).

Franziska Wanninger
Franziska Wanninger

Donnerstag, 30.03.2017, um 20 Uhr im PiK.

Franziska Wanninger – „AHOIbe – Guad is guad gnua“

Nach ihrem bayerischen Erfolgsprogramm Just & Margit steht die Senkrechtstarterin Franziska Wanninger in AHOIbe nun vor der nächsten Herausforderung ihres jungen Künstlerdaseins.

Mit großer kabarettistischer Treffsicherheit, überzeugendem Schauspiel, viel Liebe und Gespür für ihre Figuren entlarvt Franziska Wanninger die Seilschaften, geheimen Wünsche und tiefen Abgründe einer von Perfektion und Außenwirkung besessenen Gesellschaft, für die vegane Pausensnacks, der Rasenmäherbulldog mit Getränkehalter und der lang ersehnte Thermomix nur drei kleine Pixel auf dem Weg zum perfekten Gesamtbild sind.

Pointenreich, gnadenlos, aber immer voller Charme reißt Franziska Wanninger jeden mit hinein in ihre wilde, facettenreiche Mischung aus verschiedensten Figuren und Dialekten, immer gekrönt von der Frage warum man heutzutage eigentlich alles auf einmal sein und auch können muss oder wann guad endlich guad gnua is? (Webseite: franziska-wanninger.de).

HG Butzko
HG Butzko

Freitag, 31.03.2017, um 20 Uhr, im Antonierhaus:

HG Butzko im Antonierhaus – „Menschliche Intelligenz“

Als Captain Kirk und Mr. Spock mal einen entfernten Himmelskörper besuchten, kamen sie anschließend zu dem Fazit: „Es gibt keine menschliche Intelligenz auf diesem Planeten.“ Das funkten sie zur Erde. Einem Planeten, auf dem vor Tausenden von Jahren ein paar Leute Stimmen hörten, über die anschließend Bücher geschrieben wurden, worin zu lesen war, dass man so leben muss, wie in diesen Büchern geschrieben steht, oder man kommt in die Hölle.

Das Erstaunliche ist nicht, dass diese Bücher Weltbestseller wurden. Das Erstaunliche ist, dass bis heute Milliarden von Menschen ihr Leben nach diesen Büchern ausgerichtet haben. Die einen wollen dabei einen säkularen, die anderen einen Gottesstaat, die einen mit friedlichen Mitteln, die anderen mit AstroTV.

Aber ob Dschihadisten im Nahen Osten, oder Evangelikale im Wilden Westen, selbst CDU/CSU berufen sich in ihrem Namen auf einen Religionsstifter, und auch wenn sie sich in der Wahl ihrer Methoden unterscheiden, so haben sie alle etwas gemeinsam: Sie vermischen in übergriffiger und unzumutbarer Weise Religion und Politik.

Höchste Zeit für einen gläubigen Atheisten wie HG. Butzko, Dauergast in allen Kabarettsendungen des deutschen Fernsehens und Träger des deutschen Kleinkunstpreises. (Webseite: www.hgbutzko.de).

Gunkl
Gunkl

Samstag, 01.04.2017, um 20 Uhr, im Antonierhaus:

Gunkl im Antonierhaus – „So Sachen – Ein Stapel Anmerkungen“

Der Philosoph unter den Kabarettisten und „Experte für eh alles“ kommt mit seinem 11. Soloprogramm. „So Sachen – Ein Stapel Anmerkungen“ beginnt in der Kindheit des Künstlers, der sich schon über die Frage des Kasperls, „ob denn alle da seien“, sehr gewundert hat.

Gunkl hält sich nicht mit Schenkelklopfern auf, sondern wendet sich gleich den großen, entscheidenden Fragen zu. Horizonterweiterung auf äußerst unterhaltsame Weise, hochgeschätzt von Publikum und Kritik im ganzen deutschsprachigen Raum.

Wenn man als Kind schon vom Kasperl echt verwirrt wird, dann wird’s nicht leicht im späteren Leben. So oder so, das wird echt kompliziert. Natürlich kann man jemanden fragen, aber man erfährt meistens nicht das, wonach man gefragt hat, sondern man weiß dann nur, was der andere gern für Antworten gibt. (Webseite: www.gunkl.at).

Lars Reichow
Lars Reichow

Dienstag, 04.04.2017, um 20 Uhr, in der Aula des Vöhlin-Gymnasium:

Lars Reichow  – „Freiheit!“

Immer nur machen, was man will. Das ist vielleicht langweilig. Deswegen können es auch manche kaum erwarten, den eigenen Garten einzuzäunen und das Wachstum zu unterdrücken. Während andere Völker die Freiheit mit den Zähnen verteidigen, geben wir sie mit einem knackigen Passwort am Computer ab.

Hat man je einen Fisch zur Freiheit im Netz befragt? Für viele bedeutet Freiheit einfach nur durchzuschlafen, ohne aufs Klo zu gehen. Reicht Ihnen das? Reichows Freiheit funktioniert anders. Er hat ein Programm geschrieben für freie Menschen mit freiem Geist. Auf der Suche nach den letzten großen Vergnügungen, Freiheit in Freizeit – grenzenloses Vergnügen im kabarettistischen Paradies. Wo die Pointen noch höher hängen als die Menschentrauben. (Webseite: www.larsreichow.de).

Diese Vorstellung wird gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Vöhlin-Gymnasium veranstaltet.

Andreas Rebers
Andreas Rebers

Mittwoch, 05.04.2017, um 20 Uhr, im Antonierhaus:

Andreas Rebers im Antonierhaus – „Amen“

Nach „Predigt erledigt” und „Rebers muss man mögen”, bildet „Amen” nun den vorläufigen Abschluss der Trilogie des Glaubens. „Amen” ist das Extrakt aus langjähriger Gemeindearbeit, aktuellen Studien und friedlicher Ökumene von München über Wien bis Bagdad, wo Reverend Rebers schon vor Kalaschnikows Akkordeon gespielt hat, was er auch in diesem Programm tun wird, aber mit ohne Kalaschnikows.

Rebers ist ein streitbarer Geist, der sich mit erhellender Schwarzmalerei und heiligem Zorn gegen religiöse Dogmen, Doofheit und politische Manipulation zur Wehr setzt und die Dinge benennt, die eigentlich niemand hören will. Da kommt es abseits moralischer Selbstzufriedenheit und Besserwisserei auch schon mal zu Missverständnissen. Aber dieser Mann sagt sich: „Bevor ich überhört werde – werde ich lieber falsch verstanden.

Und das in einer Zeit, in der wir vor Lügenpresse, Hass und Angst gar nicht mehr ein und aus wissen. Einige befürchten sogar schon ein viertes Reich. Aber davor steht Reverend Rebers und sein ultimativer Gottesdienst. Dazu gibt es tanzbare Kapitalismus-Kritik mit Frau Flüchtling, Frau Hammer und Gästen aus längst vergangenen Zeiten. (Webseite: www.andreasrebers.de).

Michael Hatzius
Michael Hatzius

Freitag, 07.04.2017, um 20 Uhr im Stadttheater (LTS).

Hatzius – „Echstasy“

Zweite Comedysoloshow von Michael Hatzius. Der mehrfach preisgekrönte Puppenspieler und Comedian präsentiert seine neue Soloshow. Angeführt wird sein tierisches Ensemble natürlich auch dieses Mal vom Star des Abends, der allwissenden mürrisch-charmanten Echse, die mittlerweile auch Gastgeber einer eigenen TV Show ist.

Sie wird wie immer großmäulig neue Anekdoten aus ihrem bunten Leben zum Besten geben, thematisch durch die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft surfen, und dabei auch nicht den entlegensten Winkel unmöglicher Gedankengänge auslassen.

Die Echse hat natürlich stets ein offenes Ohr für das Publikum, denn Improvisation ist die große Leidenschaft von Michael Hatzius und so wird jeder Abend einzigartig. (Webseite: www.michaelhatzius.de).

Danksagung

Das Veranstalter-Team dankt allen, die sie durch ihre finanzielle, personelle und ideelle Unterstützung bei der Verwirklichung dieser 10. Memminger Kabarett-Tage geholfen haben:

AMOS Reisen, Memmingen; BELLANDRIS Kutter, Memmingen; Hotel Weisses Ross, Memmingen; Buchhandlung Javurek, Memmingen; ESENWEIN Automobile, Memmingen; Agentur und Galerie Neuendorf, Memmingen; Kulturamt der Stadt Memmingen; Laufer Dental, Memmingen; Landestheater Schwaben, Memmingen; Marx Studios, Susanne Marx, Memmingen; Memminger Kurier; mendes augenoptik, Memmingen/Bad Grönenbach/Erkheim; Die Myka-Werbung / GfA, Memmingen; Oliven Compagnie, Benningen; Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim; Stadt Memmingen; Team Szilagyi, Memmingen; Der Weinfleck, Memmingen; den Schülerinnen und Schülern des Vöhlin-Gymnasiums, Memmingen; WOLF – Büro für Werbung und Design, Memmingen.

Auch die 10. Memminger Kabarett-Tage sind wieder eine non-profit-Veranstaltung.

Weitere Infos zu den Kabarett-Tagen:

Wo gibt es das Programm?

Das komplette Programmheft mit Eintrittspreisen und weiteren Details finden Sie an den Vorverkaufsstellen, oder online auf www.mm-kabarett-tage.de.

Auskunft und Kartenvorverkauf (Kartenvorverkauf läuft bereits auf vollen Touren!):
Buchhandlung Javurek, Memmingen, am Marktplatz – Tel. 0 83 31 / 8 71 95.

Zusätzlicher Vorverkauf nur für die Veranstaltung Andreas M. Hofmeir in der Dampfsäg am 21.3. – Tel. 0 83 36 / 226.

Zusätzlicher Vorverkauf nur für die Abschlussveranstaltung Hatzius im Stadttheater am 7.4. – Tel. 0 83 31 / 94 59 16.

Eintritt/Ermäßigung:
Preise wie bei den einzelnen Veranstaltungen im Programmheft angegeben. Ermäßigter Eintritt mit Ausweis für SchülerInnen, Studierende und Wandergesellen auf der Walz…

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Während der Kabarett-Tage vom 15.3. bis 7.4.2017 täglich außer Montag, von 16.00 bis 18.00 Uhr.

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