Viele gute Neuigkeiten bei Rapunzel Naturkost

8. Februar 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Rapunzel Naturkost wird mit dem CSR-Preis der Bundesregierung ausgezeichnet – Durch „Freiwillige Verpflichtung“ für Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen wurde Rapunzel nach der Umweltverordnung EMAS zertifiziert – Rapunzel und Zwergenwiese feiern „Märchen-Hochzeit“ und gehen zukünftig gemeinsamen Weg – Und: Es gibt ein neues Magazin für die Bio-Fans.

Der CSR-Preis der Bundesregierung – „Es ist möglich, soziale Verantwortung und unternehmerischen Erfolg zu verbinden.“

Die Bundesregierung zeichnete Rapunzel Naturkost mit dem CSR-Preis aus (Corporate Social Responsibility), wodurch nachhaltiges Wirtschaften und soziales Engagement besonders gewürdigt werden.

Aus 214 Bewerbern der gesamten Bundesrepublik wurden Unternehmen in drei Größenkategorien ausgezeichnet. Die Auszeichnung für mittlere Unternehmen ab 250 Mitarbeitern erhielten Joseph Wilhelm, Firmengründer und Geschäftsleiter, und Margit Epple, Geschäftsführerin, für Rapunzel Naturkost.

Die prominent besetzte Experten-Jury unter Vorsitz von Staatssekretärin Yasmin Fahimi nominierte fünf bzw. sechs Unternehmen. Schirmherrin des CSR-Preises ist die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles.

Bei einer festlichen Veranstaltung in Berlin wurde der Preis an die Unternehmen für ihre verantwortungsvolle Unternehmensführung und Corporate Social Responsibility (CSR)-Maßnahmen vergeben.

CSR-Urkundenübergabe Rapunzel Naturkost, Legau, 06.02.2017

CSR-Urkundenübergabe Rapunzel Naturkost, Legau, 06.02.2017

Urkundenübergabe im Firmensitz in Legau

Am vergangenen Montag überreichte Vizepräsident für die Region Memmingen/Unterallgäu Hermann Kerler zusammen mit IHK-Regionalgeschäftsführer Markus Anselment, die Urkunde an Rapunzel Firmengründer und Geschäftsleiter Joseph Wilhelm im Firmensitz in Legau.

Hermann Kerler betonte dabei, die IHK Schwaben sei stolz, den CSR-Preis Deutschland 2017 für mittlere Unternehmen Rapunzel Naturkost überreichen zu dürfen. Das Unternehmen sei ein herausragendes Beispiel für gesellschaftliche Verantwortung, vorbildliche Unternehmensführung und soziales Engagement in unserer Region und damit eine Motivation für andere Unternehmen.

Die ganzheitlich nachhaltige Strategie von der Herstellung über Produkt, Markt, Mensch und Lieferkette bilde hierfür die Grundlage und die Rückkopplung zum CSR-Preis.

Fairness entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Begründung der Jury für die Preisverleihung war, dass der Bio-Pionier sich seit Beginn für seine Werte wie faire Arbeitsbedingungen und Fairness entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetze.

Diese zeige sich auch besonders bei den Anbauprojekten, zum Beispiel in der Türkei und dem eigenen Fairhandels-Programm HAND IN HAND. Der Bio-Pionier überzeugte die Jury als „traditionell wertgeleitetes Unternehmen, das über die ganze Breite seiner Geschäftstätigkeit soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt“.

Joseph Wilhelm: „Dankbar auf nationaler Ebene wahrgenommen zu werden“

Joseph Wilhelm betonte die Bedeutung des Preises für Rapunzel: „Die Auszeichnung mit dem CSR-Preis der Bundesregierung bedeutet für die Mitarbeitenden, die Gründer und Geschäftsführer von Rapunzel Naturkost allerhöchste Wertschätzung. Wir bedanken und freuen uns darüber, dass unsere nachhaltige Unternehmensführung, basierend auf den vier Säulen der Nachhaltigkeit – den sozialen Werten, der Ökologie, der Ökonomie sowie der Kultur – auf nationaler Ebene wahrgenommen und von der Jury mit dem CSR Preis 2017 belohnt wird.“

CSR-Urkundenübergabe Rapunzel Naturkost, Legau, 06.02.2017

CSR-Urkundenübergabe Rapunzel Naturkost, Legau, 06.02.2017

Umwelterklärung und EMAS-Zertifizierung – „Freiwillige Verpflichtung“

Parallel zu ihrer Bewerbung um den CSR-Preis wurde Rapunzel Naturkost auch nach der Umweltverordnung EMAS zertifiziert. Das Öko-Audit der EU ist eine „freiwillige Verpflichtung“ für Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen. Der Zertifizierung liegt eine umfangreiche Umwelterklärung mit Bericht zu Grunde, die von unabhängigen Gutachtern geprüft werden.

„Die dafür notwendigen erfassten Daten gehen oft weit zurück“, erklärt Joseph Wilhelm im Gespräch. Abfallmengen werden dabei ebenso dokumentiert wie der Energieverbrauch, die Energiequelle oder die Verarbeitungsprozesse. Bereits vor 10 Jahren haben sie ein Umweltmanagementsystem bei Rapunzel aufgebaut und seitdem hat sich die Umweltarbeitsgruppe mit der Erfassung dieser Daten und entsprechenden Zielsetzungen befasst.

Umweltschutz und nachhaltiges Arbeiten waren den Firmengründern Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen von Beginn an wichtig. 1998 wurde Rapunzel erstmals nach der damaligen EU-Öko-Audit-Verordnung zertifiziert.

„Sie beachten nicht nur die Standards, sondern legen auch noch ein ganzes Stück oben drauf“, stellte bei der Übergabe der EMAS-Urkunde der IHK Schwaben an die Rapunzel Geschäftsleitung auch Hermann Kerler, Vizepräsident der IHK Schwaben, fest.

„Die Firma Rapunzel ist für uns ein Leuchtturm, der nach draußen strahlt. Nicht nur durch ganz Schwaben, sondern durch ganz Deutschland“, so Hermann Kerler weiter.

Was ist EMAS?

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), das heutige Öko-Audit der EU, ist eine Eigeninitiative. Das Umweltmanagementsystem unterstützt Organisationen und Firmen, die ihre Umweltleistung über die gesetzlichen Anforderungen hinaus kontinuierlich verbessern wollen.

Zur Zertifizierung nach EMAS gehört eine von einem unabhängigen Gutachter validierte Umwelterklärung. Darin stellen Unternehmen alle umweltrelevanten Tätigkeiten dar, veröffentlichen Umweltleistungen, Umweltziele sowie Daten zu z. B. Emissionen und Energieverbräuchen. Der Gutachter überzeugt sich vor Ort, sieht sich die Produktion an und interviewt Mitarbeitende.

Die Zertifizierung nach EMAS bestätigt, dass Rapunzel alle Umweltvorschriften einhält und die hohen Anforderungen der EMAS-Verordnung erfüllt.

Außerdem ist Rapunzel damit gleichzeitig nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert.

Märchen-Hochzeit: Zwergenwiese und Rapunzel gehen zukünftig einen gemeinsamen Weg

Mit Wirkung zum 28.02.2017 erwirbt Rapunzel Naturkost aus Legau im Allgäu die Zwergenwiese Naturkost GmbH aus Silberstedt in Schleswig-Holstein. Dabei wird Zwergenwiese auch zukünftig als eigenständiges Unternehmen am heutigen Standort weitergeführt.

Auch die Markeninhalte und deren Kommunikation, sowie die heutige Kundenstruktur mit Großhandelsbelieferung für den Naturkostfachhandel werden dabei unverändert bleiben.

Auf der Beschaffungsseite sollen Synergien genutzt werden, der bestehende regionale Bezug bleibt erhalten und soll weiter ausgebaut werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, Susanne Schöning wird bis Ende April 2017 den Übergang begleiten.

Hintergründe

In der Naturkostbranche stehen viele Nachfolgeregelungen an. Diese Herausforderung stellte sich auch für Zwergenwiese-Inhaberin Susanne Schöning, 37 Jahre nach ihrer Unternehmensgründung. Sie entschied sich bewusst gegen einen Verkauf an branchenfremde Kapitalgeber. Ihr Anliegen ist es, ihr Lebenswerk mitsamt seiner inhaltlichen Werte innerhalb der Naturkostbranche zu übergeben.

Beide Naturkost-Pioniere, Susanne Schöning und Joseph Wilhelm, kennen sich bereits seit den 70er-Jahren. Die inhaltlichen Übereinstimmungen sowie das politische Engagement für gentechnikfreie Lebensmittel sind eine gute Basis für einen gemeinsamen Weg. Nun feiern ihre beiden Unternehmen eine märchenhafte Hochzeit und blicken gemeinsam in die Zukunft.

Statements zur „Märchen-Hochzeit“

„Zwergenwiese steht als starke Marke mit ausgeprägter Herstellerkompetenz und seinen engagierten Mitarbeitenden wirtschaftlich erfolgreich auf eigenen Beinen“, betont Susanne Schöning. „Ich freue mich, dass ich nun den Wunschpartner für Zwergenwiese innerhalb der Naturkostbranche gefunden habe. Dies bedeutet eine langfristige Absicherung für mein Unternehmen. Ich bin glücklich, meinen Mitarbeitenden damit eine gute Zukunft bieten zu können.“

Was beide Unternehmen in ihrer Firmen-Philosophie ganz wesentlich verbindet, bringt Susanne Schöning auf den Punkt: „Für Rapunzel wie für Zwergenwiese ist BIO ein gelebter gesellschaftlicher Gegenentwurf zu einseitigen, rein quantitativen Wachstumszielen“.

„Ich bedanke mich ausdrücklich bei Susanne Schöning für das entgegengebrachte Vertrauen“, äußerte sich Joseph Wilhelm dazu. „Rapunzel und Zwergenwiese leisten mit ihren innovativen Produkten seit den Anfängen der Naturkost-Branche einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung des Bio-Fachhandels. Die inhaltlichen Werte beider Unternehmen wie Bio-Qualität, soziales Engagement und Umweltmanagement bieten dem qualifizierten Naturkost-Fachhandel die Basis für eine Profilierung gegenüber dem Wettbewerb. Wir stehen zu unserem Versprechen, dem Naturkost-Fachhandel weiterhin treu zu bleiben.“

natur.post – Das neue Magazin für Bio-Fans

Für die Bio-Fans gibt es übrigens ein neues Magazin. Es heißt natur.post, erscheint dreimal jährlich und wird von Rapunzel Naturkost herausgegeben. Erhältlich ist es in Ihrem Bio-Laden oder Reformhaus, im Rapunzel-Shop und als Online-Version unter: www.rapunzel.de/naturpost. Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2017.

Fotos:
Bei der Urkundenübergabe der CSR-Auszeichnung im Firmensitz in Legau am Montag, 06.02.2017:

Foto 1 (v.li.): IHK-Regionalgeschäftsführer Markus Anselment, Rapunzel Firmengründer und Geschäftsführer Joseph Wilhelm und Vizepräsident für die Region Memmingen/Unterallgäu Hermann Kerler.
Foto 2 (v.li.): Hermann Kerler (IHK), Rapunzel Geschäftsführer Andreas Wenning und Joseph Wilhelm, Markus Anselment (IHK) und Barbara Klause, IHK Memmingen.
Foto 3: (v.li.) Hermann Kerler (IHK), Produktionsleiter Rapunzel Alexander Karst, Andreas Wenning und Joseph Wilhelm, Markus Anselment und Barbara Klause (IHK) und Umweltbeauftragter Rapunzel Thomas Groß.
Foto 4: (v.li.) Hermann Kerler, die Rapunzel Geschäftsführer Andreas Wenning und Joseph Wilhelm, Markus Anselment.

Fotoquelle: aus eigener Quelle.

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