Kinderhände weg vom Alkohol

17. Februar 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Das Memminger Jugendamt gibt Eltern und Veranstaltern Tipps in Sachen Alkohol für die närrische Zeit: Wir sind mitten drin in der fünften Jahreszeit. Faschingsbälle und Umzüge finden an jedem Wochenende statt, und mit dem Alkohol nimmt es so mancher Faschingsfreund nicht ganz so genau.

Für Kinder und Jugendliche gelten allerdings auch in der närrischen Zeit die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes, wie Jörg Haldenmayr, Leiter des Memminger Stadtjugendamts, betont.

„Es geht um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor schädlichen Einflüssen auf ihre seelische und gesundheitliche Entwicklung“, führt der Jugendamtsleiter aus, „sowie vor Geschäftemacherei auf deren Kosten“. Veranstalter, Vereine und Eltern tragen die Verantwortung dafür, dass die Jugendschutzbestimmungen auch im Fasching eingehalten werden, betont Haldenmayr.

„Alkohol gehört keinesfalls in die Hände von Kindern“, erklärt Jugendpflegerin Christina Übele. Der Jugendschutz erlaube die Abgabe von Alkohol an Jugendliche erst ab einem Alter von 16 Jahren. Besonders strikte Vorgaben gebe es für Branntwein, wie Schnaps oder Liköre, und branntweinhaltige Getränke, wie beispielsweise Alkopops oder die so genannten Klopfer: „Diese dürfen erst an junge Erwachsene ab 18 Jahren abgegeben werden“, so Übele. „Dies gilt auch für Tabakprodukte.“

Meldung Stadt Memmingen-Fasching & Jugendschutz, 16.02.2017

Um einem unkontrollierten Konsum entgegen zu wirken, sei bei Faschingsumzügen die Abgabe „harter“, also branntweinhaltiger Alkoholika untersagt. „Veranstalter, Besucher und Teilnehmer eines Faschingszugs oder entsprechender Veranstaltungen sollten sich hier ihrer Verantwortung bewusst sein“, betont Übele.

„Denn Kinder und Jugendliche beobachten die Erwachsenen und können dadurch zu einem ungezügelten Nachahmungsverhalten animiert werden.“ Deswegen appelliert die Jugendpflegerin: „Betrachten Sie das Faschingstreiben auch aus dem Blickwinkel der Kinder. Wenn ein Vollrausch scheinbar normal ist, braucht man sich nicht zu wundern, wenn so mancher Kleine irgendwann in diese Fußstapfen tritt.“

Tatsache ist, dass man keinen Alkohol braucht um Spaß zu haben – auch nicht am Fasching. Im Gegenteil: Ohne (oder nur mit ganz wenig) kann man alles viel bewusster wahrnehmen und hat viel länger Spaß! Das zu wissen ist ist sicher wirkungsvoller als alle Verbote.

Alle wichtigen Informationen zum Jugendschutzgesetz sind in der Broschüre „Jugendschutz im Fasching“ zusammengefasst. Die Broschüre und weitere Informationen zum Jugendschutz sowie eine Beratung erhalten Interessierte bei der Jugendpflege der Stadt Memmingen.

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