Dritter Wintertest in Valencia für das Dynavolt Intact GP-Team

21. Februar 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Nachdem das Intact GP-Team noch im November 2016 und nach der Winterpause zuletzt vor einer Woche in Valencia getestet hatte, absolvierte die Truppe am vergangenen Wochenende mit elf anderen Moto2-Teams einen weiteren Zweitage-Test auf der 4-Kilometer langen Strecke.

Gute Wetterbedingungen ermöglichten es den Dynavolt Intact GP-Fahrern Marcel Schrötter und Sandro Cortese ihre neuen Suter-Bikes besser kennenzulernen.

Während Tag eins mit Sonnenschein und milden Temperaturen aufwartete, begannen die Teams am zweiten Tag erst kurz vor Mittag mit ihrer Testarbeit, da der Asphalt nach nächtlichem Regen an einigen Stellen noch feucht war.

Sandro Cortese, der aufgrund einer im Dezember vorgenommenen Sprunggelenks-OP erstmals seit drei Monaten wieder auf einem Motorrad saß, fand trotz kleinem Sturz am Samstag schnell in seinen Rhythmus zurück.

Test IntactGP (Memmingen) in Valencia, 20.02.2017

So konnte er am zweiten Tag seinen Speed deutlich steigern. Von 1’36,539 auf 1:35,857 verbesserte er sich um ganze sieben Zehntel und beendete den Test hinter Dominque Aegerter als zweitschnellster Suter-Fahrer.

Marcel Schrötter schloss Tag eins mit 1:35,935 hinter Franco Morbidelli und Takaaki Nagakami auf dem dritten Platz ab. Am Sonntag lieferte er vor allem auf gebrauchten Reifen konstant dieselben schnellen Rundenzeiten und blieb mit 1:35,987 nur wenige Hundertstel hinter seiner Bestzeit, rutschte in der Platzierung jedoch etwas nach hinten.

Test IntactGP (Memmingen) in Valencia, 20.02.2017

Nach nun insgesamt 6 Testtagen auf ein und derselben Piste, können die Intact GP-Piloten ihre neuen 600ccm-Maschinen nächste Woche vom 22. bis 23. Februar auf dem Circuito de Jerez de la Frontera austesten.

Kommentare aus dem Team

SANDRO CORTESE
Tag 1: 1’36,539 – 67 Runden
Tag 2: 1’35,857 – 53 Runden

Nachdem wir gestern etwas zäh in den Test hineingefunden haben, konnte ich heute direkt schnellere Rundenzeiten fahren. Wir haben einen guten Schritt nach vorn gemacht. Die Zeiten waren relativ konstant, wodurch wir uns der Spitze bis auf sechs Zehntel nähern konnten. Es war ein durchweg positiver Tag.

Wir waren in der Lage viele Dinge zu testen, vor allem am Fahrwerk. Im Grunde war es für mich ja erst Tag zwei auf dem Motorrad seit der Winterpause, dahingehend sind andere Piloten mir gegenüber etwas im Vorteil. Gestern musste ich erstmal wieder ein Feeling für das Bike aufbauen und auch schauen, wie der Fuß reagiert.

Heute habe ich mich schon viel lockerer gefühlt, bin viele Runden gefahren. Leider hat es sich dann gegen Ende schnell abgekühlt, einige sind zu Sturz gekommen. Ich begann auch zu rutschen und wollte nicht unnötig viel Risiko gehen und habe den Tag etwas früher beendet.

Wir nehmen die Erkenntnisse aus diesen beiden Tagen mit nach Jerez. Ich freue mich, die Suter noch auf einer weiteren Strecke testen zu können. Es gibt noch das ein oder andere, was wir gern probieren möchten, um mein Gefühl auf dem Bike zu verbessern.

Test IntactGP (Memmingen) in Valencia, 20.02.2017

MARCEL SCHRÖTTER
Tag 1: 1’35.935 – 83 Runden
Tag 2: 1’35.987 – 84 Runden

Ich habe an beiden Tagen versucht, auf keine Zeitenmonitore zu schauen, um mich einfach aufs Motorrad, aufs Fahren und Veränderungen zu konzentrieren. Nach dem Blick auf die Zeitentabelle bin ich schon ein bisschen enttäuscht, denn ich wäre gern etwas schneller gefahren.

Ich konnte den Tag über sehr konstant meine Bestzeit wiederholen, was auch dafürspricht, dass ich mich immer besser an das Motorrad gewöhne. Ich habe mich zu gestern steigern können, aber letztlich fehlen einfach die zwei, drei Zehntel, um zufrieden zu sein.

Mein Ziel war es, Zeiten um die 1.35,6 min zu fahren. Dass wir mit der Spitze noch nicht mithalten können, ist klar. Wir dürfen uns jetzt nicht unterkriegen lassen, den Fokus behalten und in Jerez da ansetzen, wo wir hier aufgehört haben. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, wollen einiges probieren, um die Rundenzeiten systematisch verbessern zu können.

Es war dennoch ein positiver Tag für uns. Ich bin meine schnellste Zeit heute mit 45-Runden-alten Reifen gefahren. Hätten wir ein Rennen gehabt, wäre ich unter den ersten drei, vier dabei gewesen. Als nächstes müssen wir versuchen, mit neuen Reifen noch das ein oder andere Zehntel zu finden. Wir müssen auch als Team noch lernen, uns aufeinander einzustellen.

Es dauert seine Zeit, bis Patrick (Mellauner – Crew Chief) genau weiß, was ich mag und wie wir gemeinsam das Gefühl auf dem Motorrad verbessern können. Ich bin jetzt froh, dass wir jetzt in Valencia fertig sind und ab Mittwoch zum ersten Mal mit der Suter in Jerez fahren.

Test IntactGP (Memmingen) in Valencia, 20.02.2017

JÜRGEN LINGG, Teammanager
Sandro konnte sich natürlich am zweiten Tag steigern. Gestern war sein erster Tag zurück auf dem Motorrad nach der Winterpause. Wir haben die letzten beiden Tage viel erreicht, um sein Gefühl auf dem Motorrad zu verbessern. Wir haben vorn den Lenkkopfwinkel und damit den Radstand verändert. Das war sehr positiv für ihn.

Gestern haben wir die Höhe vom Bike neu eingestellt – im Vergleich zum November etwas höher, was ein guter Schritt war. Valencia gehört auch nicht unbedingt zu seinen Lieblingsstrecken, daher gehen wir davon aus, dass er in Jerez noch mehr aus dem Motorrad herausholen kann. Der Fuß macht ihm wohl keine großen Probleme. Er humpelt zwar noch, aber es geht jetzt hauptsächlich noch um den Muskelaufbau, wobei ich denke, dass das bis Qatar wieder passt.

Marcel hat wirklich eine super Pace vorgelegt, ist sehr konstante schnelle Rundenzeiten gefahren. Er tut sich noch schwer, die eine Runde rauszuhauen. Bisher bringen auch neue Reifen keine Verbesserung. Wir haben schon einiges probiert, aber nicht jede Veränderung ist immer positiv, daher müssen wir einfach weiter schauen und uns die Zeit nehmen.

Fotoquelle: © IntactGP.

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