Gilt der Datenschutz auch in Homeoffice und Co?

7. März 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Arbeiten von unterwegs oder zu Hause aus wird im Zeitalter von Tablets & Co immer beliebter. Doch wie sieht es hier mit dem Datenschutz aus? Die IHK Schwaben informiert in ihrem IHK-Rechtstipp des Monats:

„Grundsätzlich trägt der Arbeitgeber die datenschutzrechtliche Verantwortung beim Arbeiten im Homeoffice oder von unterwegs“, erklärt Eva Schönmetzler von der IHK Schwaben.

Er sollte sich daher im Vorfeld gründlich mit dem Thema auseinandersetzen, empfiehlt Eva Schönmetzler. Damit die Kunden- und Unternehmensdaten beim Arbeiten von unterwegs oder zu Hause aus genauso sicher sind wie im Büro, hat der Arbeitgeber entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Rechtstipp IHK-Homeoffice, 07.03.17

Um mögliche Verstöße gegen den Datenschutz zu vermeiden, hat der Arbeitgeber gerade bei der Einrichtung eines Homeoffice-Arbeitsplatzes einiges zu beachten:

Bei der Ausstattung von IT-Einrichtungen für zu Hause sollte beispielsweise gewährleistet sein, dass die Festplatte und die elektronische Datenübermittlung nach dem Stand der Technik verschlüsselt werden. Dabei gilt, je sensibler die Daten sind, desto höher muss der Schutz sein.

Empfehlenswert ist zudem, dass der Arbeitsplatz in einem separaten und abschließbaren Raum eingerichtet wird.

Doch was muss der Arbeitnehmer beim Arbeiten im Homeoffice beachten? Grundsätzlich gelten die gleichen Regeln wie auch im Büro. Sofern mit dem Chef nichts anders vereinbart wurde, darf z.B. die beruflich zur Verfügung gestellte IT-Ausstattung privat nicht genutzt werden.

Aber nicht nur im Homeoffice, sondern auch beim Arbeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln, ist der Datenschutz zu beachten. Es muss Sorge dafür tragen werden, dass Kunden- oder Unternehmensdaten nicht offen einsehbar sind. Vor einem unerwünschten Einblick eines Dritten helfen hier beispielsweise Sichtschutzfolien auf Laptops“, erklärt Schönmetzler.

„Damit das Arbeiten im Zug, Flugzeug oder von zu Hause auch aus datenschutzrechtlichen Aspekten klappt, ist es ratsam im Vorfeld die Gestaltung so sorgfältig wie möglich mit dem Arbeitgeber abzustimmen, zu dokumentieren und sich anschließend auch an die Vorgaben zu halten“, rät Eva Schönmetzler von der IHK Augsburg.

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