Enttäuschender Saisonstart für das Dynavolt Intact GP-Team in Qatar

27. März 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Der Große Preis von Qatar stellte für das Memminger Dynavolt Intact GP-Team eine größere Herausforderung dar als gedacht. Nachdem Marcel Schrötter das Rennen auf dem 16. und Sandro Cortese auf dem 22. Platz beendeten, muss die Moto2-Mannschaft das erste Rennwochenende 2017 ohne Punkteausbeute abhaken und sogleich den Blick wieder nach vorne richten.

Wieder drohte ein Tag in Qatar ins Wasser zu fallen und das am ersten Rennsonntag des Jahres. Teams, Organisatoren und Besucher schauten mit ungutem Gefühl auf dunkle Wolken am Himmel. Tatsächlich regnet es über dem Losail International Circuit nur eine Stunde vor Beginn des Moto3-Warm-Ups. Jedoch trocknete die 5,4 Kilometer lange Strecke schnell ab und der Abend konnte für die kleinste und mittlere Kategorie wie geplant ablaufen.

IntactPG Memmingen bei Moto2 WM Qatar, 27.03.2017

Doch für das Dynavolt Intact GP-Team brachten die elf Tage, die sie mittlerweile auf der arabischen Halbinsel verweilten, leider kein Happy End. Marcel Schrötter, der am Donnerstag und Freitag auf der Wüstenstrecke noch in die Top-9 stürmte und auch am Samstag einen Startplatz in einer der ersten drei Reihen erreichen wollte, musste nach dem abgesagten Qualifying am Samstag von der 14. Position in den Nacht-Grand-Prix gehen.

Keine Sekunde konnte der 24-Jährige durchatmen und musste seine Position mit aller Macht gegen Xavier Simeon und Jesko Raffin verteidigen. Allerdings konnte er nicht so auf der Bremse attackieren wie er gewollt hätte und musste sich schließlich mit dem 16. Platz geschlagen geben.

IntactPG Memmingen bei Moto2 WM Qatar, 27.03.2017

Sandro Cortese erlebte, nachdem er im Warm-Up am Nachmittag mit dem neunten Platz gut dabei war, einen langen, sehr schwierigen Katar-GP. Ab Mitte der-20-Runden-Distanz konnte er seine Pace nicht mehr halten und fiel bis auf Position 22 zurück.

Die verlorene Trainingszeit vom Winter infolge seiner Sprunggelenks-OP machte sich im Rennen auf Dauer bemerkbar. Aufgrund großer Schmerzen im Fuß, musste der 27-Jährige seine 140-kg-Suter Runde für Runde hauptsächlich mit dem Oberkörper bewegen, womit er an seine Kräftegrenzen geriet.

Jetzt gilt es, nicht aufzugeben und aus den vergangenen Tests, Trainings und dem ersten Grand Prix zu lernen. Es folgen 17 weitere Möglichkeiten, um der Spitze näher zu kommen. Das nächste Rennen findet bereits in zwei Wochen (07.-09. April) in Termas de Rio Hondo (Argentinien) statt, wo die Dynavolt Intact GP-Mannschaft erneut angreifen wird!

Grand Prix of Qatar – Moto2

Rennen (Sonntag, 26.03.2017)
1. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX
2. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
3. Takaaki NAKAGAMI / JPN / KALEX
:
16. Marcel SCHRÖTTER / GER/ SUTER
22. Sandro CORTESE / GER / SUTER

Warm-UP:
1. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX – 2’00.472
2. Takaaki NAKAGAMI / JPN / KALEX – 2’00.764 (+0.292)
3. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM – 2’00.771 (+0.299)
:
9. Sandro CORTESE / GER / SUTER – 2’01.327 (+0.855)
14. Marcel SCHRÖTTER / GER/ SUTER – 2’01.520 (+1.048)

World Standing
1. MORBIDELLI Franco / ITA / 25
2. LUTHI Thomas / SWI / 20
3. NAKAGAMI Takaaki / JPN / 16
4. OLIVEIRA Miguel / POR / 13
5. MARQUEZ Alex / SPA / 11
6. MARINI Luca / ITA / 10
7. QUARTARARO Fabio / FRA / 9
8. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 8
9. VIERGE Xavi / SPA / 7
10. PONS Axel / SPA / 6
11. AEGERTER Dominique / SWI / 5
12. BAGNAIA Francesco / ITA / 4
13. KENT Danny / GBR / 3
14. RAFFIN Jesko / SWI / 2
15. SIMEON Xavier / BEL / 1
16. SCHROTTER Marcel / GER / 0
17. CORSI Simone / ITA / 0
18. HERNANDEZ Yonny / COL / 0
19. NAGASHIMA Tetsuta / JPN / 0
20. BINDER Brad / RSA / 0
21. VIÑALES Isaac / SPA / 0
22. CORTESE Sandro / GER / 0

Kommentare aus dem Team

IntactPG Memmingen bei Moto2 WM Qatar, 27.03.2017

Marcel Schrötter – P16

„Vom Start bin ich ganz gut weggekommen, war knapp hinter Pasini, aber dann hat er sich verschalten und ich musste kurz das Gas aufmachen. In der Beschleunigung verliert man dann halt sofort wichtige Zeit. Daher konnte ich aus dem guten Start nicht so viel herausholen.

Ich habe mich aber dennoch in den ersten beiden Kurven gut halten können, nur leider nicht so viel gutgemacht, wie ich es erhoffte. Ich habe relativ schnell gemerkt, dass ich auf der Bremse nicht so attackieren konnte wie gewollt. So habe ich in den ersten zwei, drei Runden nur zuschauen können. Die Pace war auch nicht ganz das, was ich hätte fahren können, gemessen an dem, wie wir es im Training konnten.

Ich weiß auch nicht, was passiert ist, aber es war schon enttäuschend, weil ich gedacht habe, dass ich schneller bin. Durch die Trainings haben wir uns bei der Rennpace und der Distanz einfach mehr erwartet. Ich habe mein Bestes versucht und jede Runde gekämpft, bin aber einfach nicht schnell genug gewesen. Wir müssen jetzt genau schauen, woran das lag und daraus lernen. Es ist natürlich sehr, sehr bitter, gar keine Punkte zu holen.“

IntactPG Memmingen bei Moto2 WM Qatar, 27.03.2017

Sandro Cortese – P22

„Es tut mir wirklich sehr leid für das Team. Das Problem war ich. Es ist heute zum Vorschein gekommen, dass mir mein Fuß sehr zu schaffen gemacht hat. Ich hatte solche Schmerzen im Zweikampf mit Rennpace und sobald die Reifen abgebaut haben und man viel mit den Füßen arbeiten muss, ging meine Energie nach zehn Runden in den Keller.

Ich habe alles über den Oberkörper machen müssen und wirklich versucht das auszugleichen, bin dann aber Runde um Runde langsamer geworden. Das soll jetzt auch keine Ausrede sein, sondern ehrlich. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Nach dem Winter bin ich nun doch weiter hinten als gedacht. Ich muss jetzt selber sehen, dass ich versuche, was draufzulegen. Das Team hat eine gute Arbeit gemacht, da gibt es nichts dran zu ändern!“

Jürgen Lingg, Teammanager

„Wir haben natürlich alle nicht gewusst, was auf uns zu kommt mit dem neuen Bike, aber ich bin jetzt schon etwas enttäuscht. Marcel hat das ganze Rennen über gut gekämpft, aber man hat gemerkt, dass er etwas feststeckte. Im Zweikampf am Schluss hat er dann zwei Positionen verloren.

Bei Sandro war das alles noch weniger berauschend. Er hat gemerkt, dass seine Verletzung aus dem Winter noch nicht abgeklungen ist und muss jetzt einiges aufholen. Aber auch mit dem Motorrad müssen wir noch nachlegen. Man hat es an den anderen Suter-Fahrern gesehen. Domi Aegerter war zum Rennende hin wieder stark, aber es fehlt dennoch sehr viel und daran müssen wir arbeiten.“

Fotos: © IntactGP.

Ein paar mehr Fotos vom Rennen auf unserer Facebookseite.

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