Tiefste Gefühlswelten und mittelalterliche Instrumente im NEON-Licht

29. März 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

SUBWAY TO SALLY präsentierte am vergangenen Samstag im Memminger Kaminwerk ihr neues „Ekustik-Live-Album“ NEON“ vor einer begeisterten Menge in einer rappelvollen Kaminwerkhalle, die SUBWAY TO SALLY zu kennen und zu lieben schien. Denn enthusiastisch wurde mitgesungen – selbst dann, wenn nur eine leise Gitarrenmelodie zu hören war…

Deutschlands beste Mittelalter-Rock-Folk-Metal-Band spielt akustisch: SUBWAY TO SALLY hielt, was sie bei Ihrer NEON-Tour versprachen. Nach zwei gefeierten „Nackt“-Tours sollte diese keine Wiederholung, sondern etwas Neues sein. Akustisch ja, unplugged nein. Es entstand ein einzigartiges Liveerlebnis mit Akustikstücken und elektrischen Inputs von Cop Dickie, verpackt in eine eindrucksvolle Bühnenshow. Eine Neo-Nackt Tour, kurz: „NEON“.

Subway to Sally im Kaminwerk Memmingen, 29.03.2017

Was zu Beginn für Neulinge auf den ersten Blick düster und morbide wirken mag, entlarvt sich bei SUBWAY TO SALLY als etwas düster und etwas morbide, ja, doch nicht im Sinne von zerstörerisch oder negativ, vielmehr kreieren sie eine Musik voller tiefster Gefühle, von hochtalentierten Multi-Instrumentalisten sehr ehrlich, rückhaltlos und feierlich in Szene gesetzt.

Wer die Musiker aus Potsdam noch nicht kannte, war sicher neben den Licht- und Bühnenszenarien zutiefst beeindruckt von selten oder nie gesehenen Instrumenten.

Subway to Sally im Kaminwerk Memmingen, 29.03.2017

Neben Laternen, die im Wechsel mit farbigem Neonlicht Bühne und Musiker in atmosphärische Farb- und Lichtwelten tauchte, war die Bühne gefüllt mit Instrumenten wie „Marktsackpfeife“, „Schalmei“, „Barockoboe“, „Blaswandler“ oder „Tin Whistle“, was nur einige der Instrumente darstellen, die Leadsänger und Musiker Eric Fish spielt.

Daneben Ingo Hampf mit 8-saitiger Renaissancelaute, Mandoline, Mandola, oder „Geyerleier“, im Hintergrund Bodenski auf Drehleier und Akustikgitarre, neben einer faszinierenden Ally Storch auf Violine, Viola und „Nyckelharpa“, die erst seit Ende letzten Jahres Frau Schmitt in der Formation ablöste.

Subway to Sally im Kaminwerk Memmingen, 29.03.2017

Im Zentrum der Bühne Simon Michael an Schlagzeug und Perkussion, rechts neben ihm Sugar Ray am Bass, zu dessen rechter Seite Simon Levko an „E-Trumscheit“ und Akustikgitarre. Über allen thronend: Cop Dickie, der elektrische Inputs einbringt, ohne die seltenen akustischen Klänge zu überflügeln, vielmehr scheint er eine weitere Dimension einfühlsam hinzuzufügen.

SUBWAY TO SALLY erzählen in ihren Songs von Herzensleid und Wehmut und die werden mit Inbrunst vom Publikum mitgesungen. Dabei gibt es ruhige Klänge wie „Die Rose im Wasser“, melodisch-wehmütige Songs wie „Verloren“, als auch metal-harte Anschläge in „Böses Erwachen“ oder „Mit Gift“.

Auf etwa halber Strecke verlassen Eric Fish und alle Musiker die Bühne außer einem: Ingo Hampf mit seiner Gitarre spielt leise unter gedimmtem Licht einen Song an und es dauert nur einige Töne, bis die Fans den Song erkennen und Ingo singend begleiten bei „Maria“.

Subway to Sally im Kaminwerk Memmingen, 29.03.2017

Es folgen „Kleid aus Rosen“, „Eisblumen“, „Falscher Heiland“, neben vielen weiteren Songs und bei „Sieben“ sind wieder alle Hände der Zuhörer oben, die mit Eric Fish mitzählen und mitsingen.

Dass das Mittelalter nicht nur musikalisch und instrumental bei Subway to Sally eine große Rolle spielt, merkt man dann wieder, wenn die Fans traditionell mit „Blut – Blut Räuber saufen Blut“ eine Zugabe einfordern, die ihnen mit „Minne“ und „Julia und die Räuber“ als traditionell letztem Lied des Abends gewährt wird.

Fotos: aus eigener Quelle.

Subway to Sally im Kaminwerk Memmingen, 29.03.2017

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