Memminger Künstler stellt die Gedenkskulptur für den Flugzeugabsturz in den französischen Alpen

1. April 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Zwei Jahre nach dem Absturz des Germanwings-Flugs 4U9525 wurde in Le Vernet in den französischen Alpen eine Skulptur zum Gedenken an die Opfer enthüllt. Im Rahmen der Gedenkfeier zum 2. Jahrestag des Unglücks, an der über 500 Angehörige aus aller Welt teilnahmen, übergab Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, die „Sonnenkugel“ des Memminger Künstlers Jürgen Batscheider an die Angehörigen.

Bei dem Gedenkelement handelt es sich um eine vergoldete Kugel mit einem Durchmesser von fünf Metern, die aus 149 Elementen besteht. In ihrem Innern befindet sich ein kristallförmiger Zylinder, in dem Holzkugeln eingeschlossen werden, die die Angehörigen der Opfer mit persönlichen Erinnerungsstücken befüllen können.

Sobald die Witterung es zulässt, wird das Element unmittelbar an der Unglücksstelle aufgestellt, die dauerhaft gesperrt bleibt. Die Sonnenkugel wird dann von der Plattform aus sichtbar sein. Die Plattform wurde von Lufthansa bereits im vergangenen Jahr am Aussichtspunkt Col de Mariaud errichtet.

Die Arbeit des Künstlers wurde in einem internationalen Wettbewerb ausgewählt, an dem sich im vergangenen Jahr 23 Künstler beteiligt hatten. Eine Jury unter dem Vorsitz von Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt/Main, wählte in einer Vorauswahl drei Entwürfe aus, über die anschließend die Hinterbliebenen der Opfer abstimmen konnten.

Zu den zwölf Juroren gehörten neben Vertretern der Angehörigen die Bürgermeister der Gemeinden Le Vernet und Prads-Haute-Bléone sowie zwei Vertreter der Lufthansa.

Gedenkskulptur Jürgen Batscheider, Memmingen-Flugzeugabsturz französische Alpen, 31.03.2017

Über den Künstler Jürgen Batscheider

Der Maler und Bildhauer Jürgen Batscheider ist Absolvent der Staatlichen Fachschule für Bildhauerei in Berchtesgaden. Er lebt und arbeitet als freier Bildhauer in Memmingen im Allgäu und in Port Grimaud, Frankreich.*

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich hat er bereits zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert.

Auch in Memmingen hat er einige öffentlich zugängliche Arbeiten im Rahmen von „Kunst am Bau“ hinterlassen, wie zum Beispiel den Basaltsäulenbrunnen „Wasserlauf“ in der Zangmeisterpassage, oder den „Zyklus des Lebens“, ein 15 m hohes Holzrelief, das die Treppen des Ärtzehauses in der Zangmeisterpassage vom Keller bis unters Dach begleiten.

Wer Kinder hat, die in die Lindenschule gehen, kennen sicher den „Bücherstapel“, eine überlebensgroße Holzskulpturengruppe von Jürgen Batscheider, die den Pausenhof der Lindenschule bereichert, und wer die Notkerschule kennt, weiss, dass die Holzskulptur „Wasserwesen“ eines seiner Werke ist.

Etwas weiter weg von Memmingens Zentrum findet sich sein „Sitzobjekt“ am Kindergarten in Volkratshofen, und „Bewegung“, eine 9 m hohe Eichenholzskulptur in Bellenberg.

Doch dies sind nur einige Beispiele aus unserer unmittelbaren Nähe, denn vieles mehr hat Jürgen Batscheider in Deutschland und auch im Europäischen Ausland realisiert, wie beispielsweise sein Projekt „Boat People“ an der Côte d´Azur, wovon ein kleiner Teil im Rahmen der Memminger Kabaretttage aktuell im Antoniersaal in Memmingen zu sehen ist.

*Quelle bis zum*: Deutsche Lufthansa AG, Media Relations.

Fotocredit: Oliver Roesler

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