IHK fordert IKEA-Ansiedlung ohne Fachmärkte mit innenstadtrelevanten Sortimenten

5. April 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

In ihrer jüngsten Sitzung befasste sich die IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu erneut mit der geplanten IKEA-Ansiedlung in Memmingen. Die Regionalversammlung bekräftigte mit einem einstimmigen Beschluss erneut die seit Beginn des Genehmigungsverfahrens formulierte Position der IHK. Danach begrüßt die IHK-Regionalversammlung die Ansiedlung des Einrichtungshauses IKEA in Memmingen, erkennt die reduzierten Verkaufsflächen an, fordert jedoch Fachmärkte, die keine „Sortimente des Innenstadtbedarfs“ führen.

Die IHK-Regionalversammlung begrüßt uneingeschränkt die Ansiedlung des Einrichtungshauses IKEA in Memmingen. Das Einrichtungshaus rundet den Branchenmix des Einkaufsstandortes Memmingen ab und trägt gleichzeitig dazu bei, die oberzentrale Funktion Memmingens zu stärken und weiter auszubauen. Das IKEA-Einrichtungshaus entspricht damit einem der Ziele des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes der Stadt Memmingen aus dem Jahr 2007.

Aber gleichzeitig fordert die IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu die Ansiedlung des Einrichtungshauses ohne Fachmärkte, die „Sortimente des Innenstadtbedarfs“ führen. Fachmarktzentren mit Sortimenten wie Bekleidung, Schuhe oder Sport würden die von der Stadt Memmingen in vergangenen Jahren auch mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln unternommenen erheblichen Anstrengungen, den Einkaufsstandort „Innenstadt“ zu stärken und attraktiv weiter zu entwickeln, konterkarieren.

IHK Regionalversammlung Memmingen Unterallgäu zu IKEA, 05.04.2017

In der Vergangenheit wurde richtigerweise das Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt konsequent umgesetzt und innenstadtrelevante Sortimente im zentralen Versorgungsbereich gebündelt.

Die IHK-Regionalversammlung erkennt zwar die Reduktion der Gesamtverkaufsfläche des Vorhabens im Vergleich zum Frühjahr 2016 durch IKEA an, jedoch blieb der Branchenmix mit wichtigen Leitsortimenten einer Innenstadt im Kern erhalten. Dies führt aus Sicht der IHK-Regionalversammlung zu einer Verschärfung der Wettbewerbssituation und letztlich zu einer Gefährdung der Funktionsfähigkeit des zentralen Versorgungsbereichs „Innenstadt“.

Zu guter Letzt fordert die IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu die verkehrliche Erschließung rund um die Europastraße zu optimieren. Denn die Errichtung des geplanten IKEA-Einrichtungshauses darf nicht zu Lasten der verkehrlichen Erreichbarkeit der heute schon in diesem Bereich ansässigen Unternehmen und damit letztlich auf Kosten derer Standortqualität gehen.

IHK Regionalversammlung Memmingen Unterallgäu zu IKEA, 05.04.2017

Zwingend erforderlich hält die Regionalversammlung deshalb die Verbreiterung der Brücke der Europastraße über die A 96 von vier auf sechs Fahrstreifen sowie die durchgängige Direkt-Abbiegemöglichkeit von der Dr.-Karl-Lenz-Straße in die Europastraße und unmittelbar weiter auf die A 96 Richtung München (Bypass).

Mittelfristig muss auch eine Verkehrslenkung aus dem Gewerbegebiet nördlich der A 96 (Fraunhofer Straße) in Richtung der A 7 Auffahrt Heimertingen realisiert werden, um die Möglichkeit zur Umfahrung des Knotens Europastraße/A-96 Auffahrt zu schaffen und damit diesen zu entlasten.

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