Delegation der IHK Schwaben zieht positive Bilanz nach Gesprächen zur EU-Energiepolitik in Brüssel

4. Mai 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Belastungen für die schwäbische Wirtschaft sind durch die hohen Steuern und Abgaben bei den Strompreisen hoch. Zudem ergab eine Studie der IHK Schwaben eine zunehmende Stromimportabhängigkeit ab dem Jahr 2023 für den Standort Bayerisch-Schwaben. Eine Delegation der IHK Schwaben unter Leitung von Hartmut Wurster, stellv. Präsident der IHK Schwaben, reiste deshalb zu Gesprächen mit Entscheidungsträgern nach Brüssel.

Ziel der schwäbischen Delegation war es dabei, den Standpunkt und die Sorgen der schwäbischen Unternehmer hinsichtlich der EU-Energiepolitik zu diskutieren.

IHK Schwaben Delegation in Brüssel im Gespräch über EU-Energiepolitik, 04.05.2017

Die zentralen Themen der Delegation der IHK Schwaben im Gespräch mit den MdEP Markus Ferber und Dr. Angelika Niebler, sowie Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt (Leiter der Generaldirektion Energiebinnenmärkte der EU-Kommission) und Stefan Moser (Abteilungsleiter Versorgungsicherheit in der GD Energiebinnenmärkte der EU-Kommission), waren:

  • Chancen eines europäischen Strombinnenmarktes und die Bedeutung für die Versorgungssicherheit in Schwaben
  • die geplante bundesweite Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte
  • der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft
  • das Clean-Energy Paket der EU-Kommission – was kommt auf die bayerisch-schwäbischen Unternehmen zu?

Der stellv. Präsident der IHK Schwaben Hartmut Wurster zieht eine positive Bilanz der Gespräche in Brüssel: „Eine Trennung der innerdeutschen Strompreisezone wird momentan von der Kommission nicht angestrebt. Das ist ein positives Signal für ganz Süddeutschland.

Der europaweite und vor allem staatenübergreifende Netzausbau und die Etablierung eines europäischen Strombinnenmarktes sind zukünftig die zentralen Handlungsfelder in der Energiepolitik der EU. Die Wichtigkeit auch für die Versorgungssicherheit des Standortes Schwaben wird in Brüssel erkannt und entsprechende Maßnahmen forciert“.

Hemmnis bleiben jedoch die unterschiedlichen nationalen Interessen der einzelnen Mitgliedsstaaten, die eine schnelle Umsetzung der energiepolitischen Ziele erschweren, so Hartmut Wurster.

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