Galeristin mit Weltruf aus Memmingen stellt in ihrer Geburtsstadt aus

19. Mai 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Die Ausstellung „NEVER ENOUGH – Monika Sprüth und die Kunst“ der gebürtigen Memmingerin Monika Sprüth ist sicherlich der Höhepunkt des Ausstellungsjahres 2017 in der MEWO Kunsthalle in Memmingen. Große Namen sind hier vertreten und vermitteln ein wichtiges Kapitel der deutschen und internationalen Kunstgeschichte zeitgenössicher Kunst aus den vergangenen 30 bis 50 Jahren.

Monika Sprüth, die in Memmingen geborene Galeristin, die sich der Stadt bis heute eng verbunden fühlt, prägt seit über 30 Jahren die internationale Kunstlandschaft und gibt wichtige Impulse. Diese Ausstellung versammelt Werke von Künstlern, mit denen sie seit langem freundschaftlich verbunden ist, die sie schätzt und mit denen sie über Jahrzehnte zusammenarbeitet.

Monika Sprüth stellt Werke der letzten 30 Jahre in der MEWO Kunsthalle Memmingen aus, 19.05.2017

Mit Arbeiten von Bernd & Hilla Becher, Alighiero Boetti, George Condo, Walter Dahn, Thomas Demand, Fischli Weiss, Andreas Gursky, Jenny Holzer, Axel Kasseböhmer, Barbara Kruger, Louise Lawler, Reinhard Mucha, Thomas Ruff, Andreas Schulze, Cindy Sherman und Rosemarie Trockel zeigt Monika Sprüht ein feines Gespür für Kunst und versammelt großartige Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler.

Die Ausstellung „NEVER ENOUGH – Monika Sprüth und die Kunst“ ist eine sehr persönliche Ausstellung, die eine über 30 Jahre andauernde Auseinandersetzung mit der Kunst zum Thema hat. Sie präsentiert ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der zeitgenössischen Kunst mit bedeutenden Positionen zu Malerei, Fotografie, Installation und Bildhauerei.

Monika Sprüth stellt Werke der letzten 30 Jahre in der MEWO Kunsthalle Memmingen aus, 19.05.2017

Monika Sprüth ist heute eine Galeristin von hohem Rang und internationaler Bedeutung. Sprüth studierte zunächst Architektur in Aachen und arbeitete als Stadtplanerin in Oberhausen, bevor sie inmitten eines Ausbruches von zeitgenössischer Kunst in der damaligen Kunsthochburg Köln in den frühen 80er Jahren ihre erste Galerie eröffnete.

1983 stellte sie in ihrer ersten Ausstellung Andreas Schulze vor und bereits die zweite Ausstellung war Rosemarie Trockel gewidmet, was den Grundstein für eine dezidiert feministische Ausrichtung der Galerie einleitete, zu deren Künstlerinnen seit jener Zeit auch Cindy Sherman, Barbara Kruger, Louise Lawler und Jenny Holzer gehören.

George Condo, Alighiero Boetti und Peter Fischli & David Weiss sind ebenfalls seit dieser frühen Zeit der Galerie eng verbunden.

Monika Sprüth stellt Werke der letzten 30 Jahre in der MEWO Kunsthalle Memmingen aus, 19.05.2017

1998 fusionierte Monika Sprüths Galerie mit jener von Philomene Magers. Heute unterhält die Galerie Sprüth Magers Standorte in Berlin, London und Los Angeles und zählt zu den weltweit einflussreichsten Galerien. Ihr Ruf gründet sich auf die kuratorische Geradlinigkeit des Programms und die stringente Auswahl ihrer Künstler.

Leiter der MEWO Kunsthalle Axel Lapp freut sich außerordentlich, durch die große Galeristin, die aus Memmingen kam, und die er in Köln kennenlernte, bevor er nach Memmingen kam, die Möglichkeit zu haben, eine Gesamtausstellung dieses Formates zu zeigen, was ansonsten kaum möglich wäre.

„Damals war die gehobene Kunstszene ein Männerclub“, erzählt Monika Sprüth während dem Pressegespräch am Vormittag. Seitdem habe sich vieles geändert, dennoch sei eine Chancengleichheit noch heute nicht erreicht. Deshalb bietet sie mit ihrer Galerie-Partnerin Philomene Magers verstärkt weiblichen, hochtalentierten Künstlerinnen, wie auch jungen oder bis dato weniger bekannten Künstlern eine Plattform, die ihnen den Sprung in die internationale Kunstszene ermöglicht.

Monika Sprüth stellt Werke der letzten 30 Jahre in der MEWO Kunsthalle Memmingen aus, 19.05.2017

Kunsthallenleiter Axel Lapp erinnerte sich in seiner Einführung an die famose Zeitschrift „Eau de Cologne“, in der Monika Sprüth Künstlerinnen, Schauspielerinnen und Frauen der damaligen Kunst- und Kulturszene Deutschlands portraitierte, während Andy Warhol seine berühmten Promi-Interviews veröffentlichte.

Neben Galerien in Berlin Mitte, Londons Mayfair und auf der Miracle Mile in Los Angeles, einem Büro in Köln und einer Außenstelle in Hong Kong, vermitteln die beiden Galeristinnen weiterhin Stipendien und veröffentlichen innovative Bücher und Publikationen.

Monika Sprüth stellt Werke der letzten 30 Jahre in der MEWO Kunsthalle Memmingen aus, 19.05.2017

Enthusiastisch führt uns Axel Lapp durch eine tief beeindruckende Ausstellung auf den gesamten 600 Quadratmetern der MEWO Kunsthalle, die bestückt ist mit Botschaften auf LED-Wänden, außergewöhnlicher Malerei, Fotografie in verschiedensten Bearbeitungen und erklärt die Schaukästen und die Zusammenhänge.

Fast ehrfürchtig stehen wird vor Werken, die bereits die Biennale in Venedig bestückten und weiteren Werken, die wir bisher nur in Berichten oder Fotoreportagen internationaler Ausstellungen gesehen haben. Wir stehen inmitten einer künstlerischen Zeitdokumentation der vergangenen 30 – 50 Jahre zeitgenössischer Kunst auf höchstem Niveau – Ein MUSS für alle Kunstinteressierten Memmingens, eine absolut lohnende Reise für Besucher auch aus dem weiteren Umland Memmingens und eine Pflicht-Aufgabe für Schulen, die neuere Kunstgeschichte lehren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. September in der MEWO Kunsthalle zu besichtigen und Führungen werden regelmäßig angeboten. Gerade an diesem Wochenende bietet sich auch die Möglichkeit, innerhalb des „Internationalen Museumstag“ am Sonntag, 21. Mai an Führungen teilzunehmen.

Weitere Infos auf www.mewo-kunsthalle.de,

Mehr Infos über Monika Sprüth und die Galerie Sprüth Magers auf www.spruethmagers.net oder www.spruethmagers.com.

Ein paar mehr Fotos von der Ausstellung zum Einstimmen auf unserer Facebookseite.

Fotos aus eigener Quelle.

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