Brass Factory und Chili Fire bringen Party-Stimmung ins Kaminwerk

27. Mai 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Eine besondere Party-Nacht wurde am vergangenen Mittwoch im Kaminwerk gefeiert: Beim Konzert Brass Factory machten die beiden Bands Fättes Blech und die veranstaltende Band Brass Brutal aus Benningen Partymusik überwiegend auf Blechblasinstrumenten. Die junge Memminger Band Chili Fire eröffnete die Party-Nacht im Kaminwerk mit einer neuen Sängerin an Bord.

Die Zeit läuft und aus Kids werden Jugendliche. Erst zwei Jahre ist es her, als ich das erste Mal der Kids-Band Chili Fire begegnet bin und völlig perplex war von der Klasse dieser Kids, die da auf der Seebühne im Stadtpark Neue Welt zur Sommerferien Opening Party richtig gute Rock Musik abgeliefert haben.

Mittlerweile müsste man sich eine andere Bezeichnung einfallen lassen, denn „Kids“ passt nicht mehr: Die Mitglieder der Band Chili Fire, die hier im Kaminwerk als Vorprogramm von Brass Brutal spielen, sind aus dem Begriff „Kids“ herausgewachsen. Youngster-Band trifft es wohl besser.

Brass Factory: Fättes Blech, Brass Brutal & Chilli Fire im Kaminwerk, 27.05.2017

In Talent wie auch Aussehen und Auftreten avanciert die Youngster-Band zu jungen Pop-Stars, in die klare Jungenstimme von Sänger Elia Mendes schleichen sich schon ein paar Sounds, die einen Vorgeschmack geben auf das, was sich daraus im Stimmbruch entwickeln wird. Und nein – nicht aufhören! Die eingesprühten raueren Töne sind sehr sexy! Von hier ab wird es nur noch besser! 😉

Währenddessen kam eine neue Sängerin hinzu: Emma Wiedemann ging, Jessy Schießl kam und mit ihr eine ausdruckstarke Stimme, die auch „Rolling in the Deep“ der Top-Sängerin Adele meisterhaft zu interpretieren vermag. Kein Wunder: Sie ist schon zweimal bei „The Voice Kids“ dabei gewesen und kam bis in die Battles.

Der Rest der Band – das sind Mathias Schöner (E-Gitarre), Martin Degenhart (E-Gitarre), Dennis Baur (Bass), Lukas Schöllhorn (Schlagzeug, Cajon), Maxim Minich (Keyboard) – hat unterdessen die musikalische Qualität noch gesteigert. Vor allem die beiden E-Gitarren haben hörbaren Charakter entwickelt.

Was auch sichtbar zugenommen hat ist der Magnetismus, den vor allem die durchwegs gutaussehenden Jungs auf ihre Fans haben: Während weiter hinten sich Fans bis ins Alter ihrer Eltern tummeln, drängeln sich vorne Trauben von hübschen jungen Mädels.

Ich weiß bis heute nicht, ob es aus Respekt, aus Ehrfurcht oder aus Schüchternheit geschah, oder vielleicht, um die Jungs aus sicherer Entfernung zu bewundern: Eine Schneise von etwa drei Metern bildete sich zwischen der Absperrung vor der Bühne und den ersten Reihen der Fans – Ein Phänomen, das ich so noch nie bei einem Rockkonzert in einem vollen Haus beobachtet habe.

Mehr Infos über sie auf http://band-chilifire.de/.

Rock und Pop auf Bechblasinstrumenten

Mit Fättes Blech aus Tettnang füllte sich die Halle noch mehr und die sieben Blechbläser plus Drummer griffen aktiv ein, um die Menge zu verteilen: Mit „Die da“ der Fantastischen Vier luden sie die Kaminwerkbesucher ein, die mittlerweile verhärtete 3-Meter-Schneise mit Leben zu füllen.

Brass Factory: Fättes Blech, Brass Brutal & Chilli Fire im Kaminwerk, 27.05.2017

Die sieben Blechbläser Manuel Sutter (Bass), Andreas Joos (Posaune), Christoph Dietenberger (Posaune), Julian Hutter (Sax), Philip Stotz (Trompete), Robert Rothenhäusler (Trompete), Florian Biegger (Trompete) und ihr Drummer Elias Bentele bringen ihre eigenen Arrangements aus Rock, Pop oder Hip-Hop in Form von moderner Blasmusik auf die Bühne.

Doch die Blechblas-Musiker, die selbst auf der Bühne hüpften, herumsprangen und kaum stillstehen konnten, brachten auch viel Bewegung in die Halle: Bei „Fättstorm“ bewegten sich nicht nur die Musiker, sondern von ihnen animiert auch das Publikum von einer auf die andere Seite der Halle und stellten die Temperaturen in der Halle gleich einmal auf Sommer.

Mit weiteren Songs wie Hysteria (Muse), Why do you lie (Liv Warfield), sowie deutschsprachigen Titeln wie Schüttel Dein Fett (Peter Fox – Schüttel Dein Speck), Für immer immer (Fettes Brot) brachten sie Partystimmung in die Kaminwerkshalle.

Doch auch leisere Songs wie Only One (Kanye West) und weitere hatten sie im Gepäck, bei denen hingegen auch Taschenlampen-Apps von Handys und die altbewährten Feuerzeuge zum Einsatz kamen.

Mehr Infos über sie auf http://xn--fttesblech-q5a.de/wordpress/.

Brass Brutal aus Benningen geben der Menge den Rest

Die Band mit derzeit acht Musikern aus Benningen kam mit der Idee zusammen, mit überwiegend Blechinstrumenten Partymusik zu machen. Und das können sie. Partymusik machen, Musik machen und Party machen!

Brass Factory: Fättes Blech, Brass Brutal & Chilli Fire im Kaminwerk, 27.05.2017

Moritz Siegert (Trompete & Gesang), Tobias Kustermann (Tuba, Tenorhorn & Gesang), Johannes Henkel (Schlagzeug), Bastian Kustermann (Posaune), Sebastian Michel (Posaune), Anna Kustermann (Bass & Gesang), Jonas Metten (E-Gitarre) sind zusammen mit ihrem Soundspzialist Tobias Kofler am Mischpult ein wahrer Party-Knüller.

Auch nach Fättes Blech und bei mittlerweile tropischen Temperaturen im Kaminwerk setzten sie noch ein paar Schippen Kohle aufs Feuer und die Fans feierten mit ihnen bis zur Erschöpfung, von der jedoch bis zum Ende kaum etwas zu spüren war.

Vor allem die Mädels ganz vorn an der Fan-Front schienen kaum genug zu kriegen von Deutsch-Rock, Songs aus Folk, Rock und Pop auf Blasinstrumenten, begleitet von E-Gitarre, Bass und Schlagzeug, gespielt von leidenschaftlichen Musikern mit einem dezenten Hang zur Eskalation – jedoch nur im positiven Sinne.

Insgesamt ein klasse Abend mit toller Stimmung von Anfang bis zum nicht enden wollenden Ende.

Mehr Infos über Brass Brutal auf https://brassbrutal.de/die-band/.

Brass Factory: Fättes Blech, Brass Brutal & Chilli Fire im Kaminwerk, 27.05.2017

Fotos:
Fotos 1 & 2: aus eigener Quelle.
Fotos 3 & 4 (und Titelbild): Fotocredit: Johannes Grau.

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