Marcel Schrötter holt einen guten Platz elf beim Gran Premio in Italien

6. Juni 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Am vergangenen Wochenende überquerte Marcel Schrötter für das Memminger Dynavolt Intact GP-Team die Ziellinie des Mugello-Circuits in Italien in einer guten 11. Position. Sandro Cortese beendete ein frustrierendes Wochenende in Italien als 19ter, nachdem er beim Warm-Up auf den sechsten Platz gestürmt war.

Mit dem bloßen Auge war der minimale Abstand kaum zu erkennen, mit dem Marcel Schrötter ein Top-Ten-Ergebnis beim sechsten Saisonrennen verpasste. Per Foto-Finish wurden die drei Tausendstel, die er hinter Brad Binder an elfter Position über die Ziellinie raste, erst ersichtlich.

Dynavolt IntactGP beim Grande Premio in Mugello, Italien, 03.06.2017

Nach einem starken Kampf in seiner Gruppe, die nicht weit weg hinter der Spitze unterwegs war, kann der 24-Jährige fünf Punkte mit nach Hause nehmen. Ein schwieriges Wochenende in Mugello endete somit zumindest auf einer Seite der Dynavolt Intact GP-Garage versöhnlich.

Vor tausenden italienischen Fans, die bereits am frühen Morgen von den Zuschauerrängen aus beim Warm-Up mitfieberten, schien Sandro Cortese endlich die Probleme der vergangenen Tage im Griff zu haben: Mit nur einer halben Sekunde Rückstand stürmte der 27-Jährige auf den sechsten Platz.

Dynavolt IntactGP beim Grande Premio in Mugello, Italien, 03.06.2017

Im Rennen hatte er sich zunächst von Startplatz 17 in die Punkteränge vorgearbeitet. Im Laufe des Rennens musste er mit jedoch wegen massivem Chattering am Vorderrad wieder zurückstecken und sich an Bord seiner Suter chancenlos bis Position 19 fallen lassen.

Doch Aufgeben gibt es nicht für den Halbitaliener, für den eines seiner Lieblingsrennen im GP-Kalender leider viel härter ausfiel als gedacht.

In Barcelona nächste Woche wird die Moto2-Mannschaft erneut angreifen: Vom 09. bis 11. Juni findet dann bereits der siebte Lauf des Jahres mit dem Großen Preis von Katalonien statt.

Dynavolt IntactGP beim Grande Premio in Mugello, Italien, 03.06.2017

Rennen:
1. Mattia PASINI / ITA / KALEX
2. Thomas LUTHI / SWI / KALEX
3. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX
:
11. Marcel SCHRÖTTER / GER/ SUTER
19. Sandro CORTESE / GER / SUTER

WUP:
1. Alex MARQUEZ / SPA / KALEX – 1’52.115
2. Takaaki NAKAGAMI / JPN / KALEX – 1’52.160 (+0.045)
3. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX – 1’52.282 (+0.167)
:
6. Sandro CORTESE / GER / SUTER – 1’52.698 (+0.583)
12. Marcel SCHRÖTTER / GER/ SUTER – 1’53.240 (+1.125)

World Standing:
1. MORBIDELLI Franco / ITA / 113
2. LUTHI Thomas / SWI / 100
3. MARQUEZ Alex / SPA / 78
4. OLIVEIRA Miguel / POR / 70
5. BAGNAIA Francesco / ITA / 53
6. PASINI Mattia / ITA / 49
7. AEGERTER Dominique / SWI / 46
8. NAKAGAMI Takaaki / JPN / 41
9. MARINI Luca / ITA / 41
10. CORSI Simone / ITA / 35
11. VIERGE Xavi / SPA / 32
12. SCHROTTER Marcel / GER / 32
13. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 26
14. SYAHRIN Hafizh / MAL / 23
15. QUARTARARO Fabio / FRA / 13
16. HERNANDEZ Yonny / COL / 13
17. BINDER Brad / RSA / 13
18. NAVARRO Jorge / SPA / 3
19. PONS Axel / SPA / 13
20. CORTESE Sandro / GER / 10

Kommentare aus dem Team

Dynavolt IntactGP beim Grande Premio in Mugello, Italien, 03.06.2017

Marcel Schrötter – P11

„Ich habe einen guten Start erwischt und konnte sogar ziemlich gut in die erste Kurve reinhalten. Ich war mitten im Pulk und bin recht spitz innen reingestochen. Wenn links und rechts neben dir jemand ist, musst du erst einmal mitfahren.

Gemessen an den Schwierigkeiten, die wir hier über das Wochenende hatten, lief es ganz gut. Wir haben hart gearbeitet und mussten immer wieder kleine Rückschläge einstecken. Es war ein zähes Wochenende für uns alle.

Im Rennen hat mir teilweise einfach das nötige Vertrauen ins Motorrad gefehlt, um richtig angreifen zu können. Aus dem Windschatten heraus konnte ich leider auch nicht angreifen. Wir müssen schauen, dass wir uns da verbessern, denn ich habe auf der Geraden nur hinterherfahren können.

Somit war es auf der Bremse dann schwierig, nebenan zu sein um ohne viel Risiko überholen zu können. Ich war oft nur Zuschauer. Anfangs, als ich die Gruppe angeführt habe, bin ich ziemlich gute Zeiten gefahren, auch ohne Windschatten. In der letzten Runde habe ich noch mal zwei Plätze gut gemacht, aber leider konnte Binder mich dann noch bis zur Ziellinie überholen.

Ich hatte mich auf Mugello gefreut, weil es eine meiner Lieblingsstrecken ist, aber wir haben uns wirklich schwergetan. Die vergangenen Wochen haben wir uns stetig verbessert, hatten zwischendurch zwei Tests und in Le Mans am Montag nach dem Rennen haben wir uns richtig steigern können. Anschließend kommt man hier her und die Unterschiede sind wie Tag und Nacht. Nichtsdestotrotz waren das wieder wichtige Punkte und wir werden weiter versuchen, das gesamte Paket in Zukunft nach vorn zu bringen.“

Dynavolt IntactGP beim Grande Premio in Mugello, Italien, 03.06.2017

Sandro Cortese – P19

„Es war ein ziemlich ernüchterndes Wochenende. Nach dem kleinen Lichtblick heute Morgen im Warm-Up war das Rennen wieder traurige Realität. Ich habe alles gegeben, habe wirklich 110% gepusht, um in die Punkte zu fahren, aber im Moment fällt es mir einfach schwer, mit dem Motorrad schnell zu fahren. Das geht vielleicht ein oder zwei Runden, aber definitiv nicht über die gesamte Renndistanz.

Ich trainiere so hart wie noch nie, um fit zu sein. Man muss das Motorrad aktuell einfach so fahren wie es ist. Andere Fahrer, wie Dominique Aegerter oder auch Marcel können damit anscheinend besser umgehen. Ich komme damit nicht so klar. Egal was wir tun, wir stoßen immer wieder auf die gleichen Probleme.

Wir müssen jetzt analysieren, woran es gelegen hat und werden weiterkämpfen. Aufgeben gibt es nicht, aber aktuell ist das alles sehr deprimierend, weil da, wo ich herumfahre, macht es einfach keinen Spaß.“

Jürgen Lingg, Teammanager

„Beide Fahrer haben gut gekämpft, es war eine große Gruppe, wo alle eng beieinanderlagen. Marcel’s Gruppe konnte sogar noch aufschließen, das war nicht schlecht. Es war schade, dass er sich am Ende nicht durchsetzen konnte. Letztlich war es Schadenbegrenzung zu dem Training gestern. Er muss aggressiver werden und wir müssen auch technisch zulegen, davon bin ich überzeugt.

Sandro bekam leider nach ein paar Runden riesige Probleme mit dem Vorderreifen und kämpfte mit sehr starken Vibrationen (Chattering). Wir müssen uns jetzt mit Öhlins und Dunlop ganz in Ruhe anschauen, was dafür die Ursache war. Das kann nächste Woche in Barcelona schon viel besser laufen. Von der Charakteristik her kann man keine Strecke miteinander vergleichen, jede hat ihre Eigeneinheiten. Wir werden weiterarbeiten und in Katalonien nächste Woche wieder alles geben.“

Fotos: © IntactGP.

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