Mehr finanzielle Unterstützung für Familien sterbenskranker Kinder gefordert

28. Juni 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Tödlich erkrankte Kinder werden von Kinderhospizen versorgt, die von den Krankenkassen bezuschusst werden. Doch wer unterstützt Eltern und Familienmitglieder, die ihre Kinder auf diesem schwierigen Weg täglich begleiten? Dieser Frage stellte sich der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Landtagsfraktion Klaus Holetschek.

„Die tödliche Erkrankung eines Kindes ist eines der schwersten Schicksale, das Eltern treffen kann. Dass Familienangehörige ihre Kinder während der Therapie in einem Hospiz begleiten, sollte auch hinsichtlich der Finanzierung der Regelfall sein und entsprechend berücksichtigt werden“, macht Klaus Holetschek, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Landtagsfraktion, deutlich. Die CSU-Fraktion fordert daher einen Familienzuschlag für Kinderhospize durch die Krankenkassen.

„Die Krankenkassen leisten zwar Zuschüsse zu stationären Hospizversorgung der erkrankten Kinder – die therapeutische Begleitung, Beherbergung und Verpflegung der begleitenden Familienmitglieder bleibt dabei bisher außen vor“, erklärt Holetschek.

Familienzuschlag Kinderhospize, Memmingen, 28.06.2017

Bislang sind die Kinderhospize rein auf Spenden angewiesen, wenn sie begleitende Familienangehörige finanziell unterstützen möchte. Das sind teilweise erhebliche Summen. Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach muss beispielsweise jährlich bis zu einer Million Euro für den laufenden Betrieb aus Spenden aufbringen.

„Deshalb haben wir die Staatsregierung aufgefordert, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Krankenkassen künftig einen Teil der Kosten für die Familienmitglieder übernehmen.“ Der Antrag wurde diese Woche im Gesundheitsausschuss beschlossen und geht maßgeblich auf eine Initiative des Memminger Landtagsabgeordneten zurück.

Holetschek: „Wir möchten die Hospize mit diesem Vorstoß entlasten. Die Krankenkassen sehe ich hier klar in der Pflicht“, so der politische Vertreter für Gesundheit und Pflege. „Kinderhospize leisten eine unschätzbar wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft. Sie sollen sich dabei ganz auf die Kinder und Familien konzentrieren können und ihre Energie nicht in die Spendenakquise stecken müssen.“

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