Zwei Top-Ten-Plätze auf dem heimischen Sachsenring vor der Sommerpause

3. Juli 2017 von Christine Hassler - Keine Kommentare

Ein aufregender Deutschland-Grand-Prix ging für die Dynavolt Intact GP-Fahrer zu Ende: Sandro Cortese hat seine Peschsträhne durchbrochen und sicherte sich auf dem Sachsenring einen fantastischen achten Platz, sein Teamkollege Marcel Schrötter landete direkt hinter ihm auf Platz neun. Jetzt beginnt die vierwöchige Sommerpause, bis Anfang August in Brünn die zweite Saisonhälfte gestartet wird.

Bereits beim Qualifying auf dem Sachsenring, der vom Regen beeinflusst war, gelang Sandro Cortese ein meisterlicher dritter Startplatz. Teamkollege Marcel Schrötter landete nach einem bislang starken Wochenende im Nassen nur auf Position 13.

Dynavolt IntactGP, Memmingen beim Grand Prix Deutschland am Sachsenring, 02.07.2017

Nach mehr als einem Jahr kehrte Sandro Cortese in die erste Startreihe zurück, zuletzt schaffte es der Intact GP-Fahrer 2016 in Jerez de la Frontera auf den dritten Startplatz. Umso glücklicher war der 27-Jährige am Samstag nach dem Qualifying, sein Comeback auf dem Sachsenring vor tausenden deutschen Fans geschafft zu haben.

Der Renntag

Es war ein überwiegend positives Wochenende für das Dynavolt Intact GP-Team beim Heimrennen auf dem Sachsenring. Marcel Schrötter legte in den Freien Trainings im Trockenen eine Wahnsinns-Pace hin und beendete diese als Zweitschnellster. Sandro Cortese stürmte am Samstag auf Position drei in die erste Startreihe.

Dynavolt IntactGP, Memmingen beim Grand Prix Deutschland am Sachsenring, 02.07.2017

Im Rennen, welches bei einem Sonne-Wolken-Mix vor vollen Zuschauerrängen ausgetragen werden konnte, platzierten sich beide Suter-Piloten dann in der Top-Ten. Sandro wiederholte mit Platz acht sein bislang bestes Saisonergebnis von Argentinien. Marcel wurde Neunter, was einen kleinen Wermutstropfen hinterließ, da die Erwartungen des jungen Bayern hinsichtlich der guten Trainings etwas höher lagen.

Dynavolt IntactGP, Memmingen beim Grand Prix Deutschland am Sachsenring, 02.07.2017

In der WM-Wertung jedoch holte Marcel zu Rang zehn auf. Er ging in den ersten neun von 18 Rennen nur zwei mal leer aus und nimmt 44 Punkte mit in die Sommerpause, die er hauptsächlich in Japan verbringt. Dort wird der 24-Jährige im Juli am Acht-Stunden-Rennen von Suzuka teilnehmen.

Auch Sandro konnte sich in der Meisterschaft verbessern. Nach drei punktelosen Rennen, sammelte er beim Heim-Grand-Prix endlich acht Punkte und stieg zu Rang 18 auf.

Dynavolt IntactGP, Memmingen beim Grand Prix Deutschland am Sachsenring, 02.07.2017

Jetzt stehen vier lange rennfreie Wochenenden an, bevor die MotoGP-WM vom 4. bis 6. August im tschechischen Brünn dann in die zweite Saisonhälfte startet.

Rennen
1. Franco MORBIDELLI / ITA / KALEX
2. Miguel OLIVEIRA / POR / KTM
3. Francesco BAGNAIA / ITA / KALEX
:
8. Sandro CORTESE / GER / SUTER
9. Marcel SCHROTTER / GER / SUTER

WUP
1. Francesco BAGNAIA / ITA / KALEX – 1’26.014
2. Xavier SIMEON / BEL / KALEX – 1’26.098 (+0.084)
3. Thomas LUTHI / SWI / KALEX – 1’26.308 (+0.294)
4. Sandro CORTESE / GER / SUTER – 1’26.343 (+0.329)
:
10. Marcel SCHROTTER / GER / SUTER – 1’26.802 (+0.788)

World Standing
1. MORBIDELLI Franco / ITA / 173
2. LUTHI Thomas / SWI / 136
3. OLIVEIRA Miguel / POR / 114
4. MARQUEZ Alex / SPA / 113
5. PASINI Mattia / ITA / 93
6. BAGNAIA Francesco / ITA / 77
7. NAKAGAMI Takaaki / JPN / 68
8. CORSI Simone / ITA / 52
9. AEGERTER Dominique / SWI / 50
10. SCHROTTER Marcel / GER / 44
11. SYAHRIN Hafizh / MAL / 42
12. MARINI Luca / ITA / 41
13. VIERGE Xavi / SPA / 39
14. BALDASSARRI Lorenzo / ITA / 37
15. NAVARRO Jorge / SPA / 33
16. QUARTARARO Fabio / FRA / 31
17. BINDER Brad / RSA / 25
18. CORTESE Sandro / GER / 18
19. SIMEON Xavier / BEL / 16
20. HERNANDEZ Yonny / COL / 15

Kommentare aus dem Team

Sandro Cortese – P8

„Es war ein sehr hartes und sehr langes Rennen. Ich hab versucht, so lang es geht, mitzuhalten. Ich hatte einen super Start und die ersten vier bis fünf Runden waren perfekt. Als Marquez vor mir gestürzt war, habe ich den Anschluss zu Tom und Morbidelli verloren und fuhr dann lange mit Corsi, Pasini und Bagnaia zusammen, aber zum Schluss war einfach nicht mehr drin.

Ich habe vielleicht auch am Anfang zu viel gewollt und das Motorrad etwas überfahren, konnte dann im Nachhinein vom Grip her nicht mehr mithalten. Aber ich denke, im Großen und Ganzen war es mit der ersten Startreihe ein positives Wochenende nach den katastrophalen drei letzten Rennen. Natürlich wäre heute ein Platz unter den ersten fünf sehr toll gewesen. Aber wir müssen darauf jetzt aufbauen.

Nach drei, vier Momenten, in denen ich Ansätze von Highsidern hatte, denkt man schon kurz darüber nach, das Rennen lieber zu beenden und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause zu gehen. Das letzte, was wir heute noch hätten gebrauchen können, wäre ein Sturz beim Heim-Grand-Prix gewesen und dann vier Wochen daheim über vier Stürze in vier Rennen nachzudenken. Danke an mein Team, die sehr geduldig mit mir waren. Jetzt geht es in die Sommerpause, ein paar Tage Urlaub und dann hart trainieren, um für die zweite Saisonhälfte fit zu sein.“

Marcel Schrötter – P9

„Ich hab mir sehr schwer getan, ein gutes Gefühl aufzubauen. Wir haben relativ früh festgelegt, den härteren Hinterreifen zu benutzen, da dieser in den Trainings gut funktionierte. Vielleicht lag es an den Temperaturen und vielleicht haben wir uns ein wenig verzettelt. Auf jeden Fall, konnte ich von Anfang an nicht die Pace fahren, die ich eigentlich im Training hatte. Ich habe sofort gemerkt, dass ich mir total schwer tue, meinen Fluss zu fahren.

Ich bin überhaupt nicht richtig reingekommen, einfach, weil ich das Gefühl vom Motorrad vermisst habe. Es war schnell klar, dass ich vorne nicht mithalten kann. Ich habe mich zwar relativ gut die ersten Runden durchgesetzt, aber ich konnte einfach nicht so attackieren und die Zeiten fahren und so pushen wie ich wollte. Das war etwas enttäuschend. Ich konnte zwar Nakagami einmal abwehren, der kurz an mir dran war. Das war das einzig Positive, da Nakagami ein Fahrer ist, der durchaus mal ein Rennen gewinnen kann.

Es ist einfach schade, dass ich selbst bei Fahrern, die ich in den Trainings weit hinter mir gelassen habe, gar keine Chance hatte, mitzufahren. Wir wissen nicht genau, warum. Ob es die Reifenwahl war oder ob es am Reifen an sich gelegen hat, was ja auch vorkommen kann. Wir hatten ein gutes Wochenende, nur das Qualifying im Nassen war nicht so optimal für mich. Aber wir zeigten, dass wir mittlerweile einen guten Speed haben. Ich habe mein Bestes gegeben. Klar ist es schade, dass es im Rennen nicht weiter vorgegangen ist.

Zumindest konnten wir fürs Team zwei Top-Ten-Plätze erzielen. Ich bin in der Meisterschaft Zehnter, was auch nicht so schlecht ist. Jetzt müssen wir alles in Ruhe analysieren und überlegen, was wir noch tun können, um in der zweiten Saisonhälfte dort anzuknüpfen und im Rennen schneller zu sein.“

Jürgen Lingg, Teammanager

„Wir müssen mit dem Rennen zufrieden sein. Man hat sich natürlich mehr erwartet nach dem dritten Startplatz von Sandro und nach dieser Pace, die Marcel in den trockenen Trainings gezeigt hat. Andererseits war das schon mal ein guter Ansatz. Wir müssen jetzt genau schauen, was wir in Zukunft besser machen können.

Es fehlt einfach noch ein bisschen. Bei Marcel war es auch schade, weil er wahrscheinlich den falschen Reifen gewählt hat, denn er war der einzige Fahrer auf dem harten S2. Aber jetzt gehen wir in die Sommerpause und erholen uns etwas. Es war eine lange erste Saisonhälfte für alle, inklusive Tests. In Brünn greifen wir dann wieder an.“

Fotos: © IntactGP.

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